Adidas – Der langfristige Wachstumstrend spreche für 30 % Kurspotenzial

Die Quintessenz der jüngsten Quartalszahlen beim deutschen Sportartikelhersteller Adidas lautet: Europa  pfui aber China und USA hui. Der Adidas-Chef habe laut Euro am Sonntag deutliche Worte für die unerfreuliche Geschäftsentwicklung in Europa gefunden. Laut Kasper Rorsted sei man einfach „nicht nah genug am Verbraucher gewesen“.

Was sich wie ein Drama anhört, ist eher ein Schwank. Im 3. Quartal hat der Konzernumsatz in der Heimatregion lediglich um einen Prozentpunkt nachgegeben. Dafür verantwortlich gewesen sei laut Kasper Rorsted der schwächere Verkauf der Modemarke Originals. Offensichtlich habe man hier die Preise zu hoch angesetzt.

Im Gegensatz zu der Schwäche in Europa habe Adidas aber in den wichtigsten Wachstumsmärkten überzeugt. In Nordamerika habe man ein Umsatzplus von 16 % erzielt. In China sei ein Plus von 26 % erreicht worden. Als Wachstumstreiber besonderer Art habe sich das Onlinegeschäft entwickelt mit einem Anstieg um 76 %. Inzwischen erwirtschafte Adidas rund 7 % des Gesamtumsatzes im Internet. Weil Adidas die letzten Quartalszahlen auch noch zum Anlass nahm, die Gewinnprognose für das Gesamtjahr leicht zu erhöhen und der langfristige Trend sowieso intakt bleibe, rät Euro am Sonntag mit einem Kursziel von 250 Euro zum Kauf (23 % Potenzial).

Diese positive Einschätzung des DAX-Titels teilt auch die Privatbank Hauck & Aufhäuser. Nach den Quartalszahlen hatten die Experten das Kursziel um 5 Euro auf 245 Euro angehoben (21 % Potenzial). Analyst Christian Salis erwartet, dass die Absatzmärkte USA und China weiterhin die Wachstumsmotoren für den Sportartikel- und Lifestyle-Konzern bleiben dürften und mit dem Online-Handel noch ein zusätzlicher Wachstumstreiber hinzukomme.

Auch die australische Investmentbank Macquarie hat nach den Quartalszahlen das Kursziel um 5 Euro auf 265 Euro angehoben und die Einstufung mit „Outperform“ bestätigt (31 % Potenzial). Auch hier wurde die positive Einschätzung von Analyst Andreas Inderst mit den starken Absatzmärkten China und USA sowie dem Internethandel als neuem wachstumsstarkem Vertriebskanal begründet. Das Online-Geschäft habe das Potenzial bis zum Jahr 2020 den Umsatz zu verdoppeln.

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Bildherkunft: Adidas


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