Rheinmetall – Krisenszenarios beflügeln den MDAX-Titel

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Die Welt spielt gerade verrückt. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China ist schon brisant   genug für die globalen Aktienmärkte. Doch das ist ja momentan noch nicht alles. Am Persischen Golf droht womöglich ein Krieg mit dem Iran. Eine militärische Auseinandersetzung in der Region könnte ungeahnte Auswirkungen auf die Versorgung der Welt mit Rohöl haben. Wem das noch nicht Krise genug ist, der findet auch Nachrichten über neue Raketentest der Nordkoreaner.

Genau das ist das Umfeld, in dem Aktien aus dem Rüstungssektor gesucht werden. Defensive ist die beste Verteidigung oder so ähnlich, lautet das Motto. Weltweit steigende Ausgabe für Rüstung und Sicherheit seien laut Euro am Sonntag auch der Grund für die gute Geschäftsentwicklung beim deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall im 1. Quartal. Mit 9,1 Mrd. Euro liege der Auftragsbestand bei den Düsseldorfern auf einem Rekordniveau. Im Vergleich zum Vorjahr sei der Wert um 26 % gestiegen.

Rheinmetall profitiere allerdings nicht ausschließlich durch die jüngsten Krisenszenarios. Auf Drängen von US-Präsident Donald Trump haben sich die NATO-Staaten verpflichtet, ihre Verteidigungsbudgets deutlich zu erhöhen. Rheinmetall gelinge es, sich von dem gigantischen Markt für Rüstung einen guten Teil zu sichern. Im 1. Quartal habe der Konzernumsatz um 6,6 % auf 1,34 Mrd. Euro zugelegt. Überproportional sei der Zuwachs in der Defence-Sparte mit einem Plus von 24 % auf 629 Mio. Euro gewesen. Zu beachten sei zudem, dass sich Rheinmetall durch den Verkauf neuer Verteidigungssysteme auch langfristige lukrative Wartungsverträge sichern könne.

Das Haar in der schönen Wachstumssuppe sei derzeit bei den Düsseldorfern die Entwicklung der Automotive-Sparte. Die globale Schwächephase des globalen Automobilmarktes gehe auch nicht spurlos an Rheinmetall vorbei. Im 1. Quartal sei der Umsatz des Geschäftsbereichs um 4,9 % auf 714 Mio. Euro gesunken. Das operative Ergebnis sei um 25 % auf 49 Mio. Euro eingebrochen. Die EBIT-Marge habe nur noch bei 6,9 % gelegen (Vorjahr. 8,6 %).

Dennoch habe Konzernvorstand Armin Papperger bei der Präsentation der Quartalszahlen die Prognose des Mischkonzerns für 2019 bekräftigt. Operativ wolle Rheinmetall das laufende Geschäftsjahr mit einer Gewinnmarge von rund 8 % erzielen und den Umsatz zwischen 4 und 6 % steigern. Wachstumstreiber werde natürlich die Rüstungssparte mit einem Umsatzanstieg von 8,5 % sein. Gerade aufgrund der wachstumsstarken Rüstungssparte rät Euro am Sonntag deshalb mit einem Kursziel von 120 Euro zum Kauf des MDAX-Titels (18 % Potenzial).

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Bildherkunft: Rheinmetall

 


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