Verbio – 40 % Kurzpotenzial für Anbieter von Biokraftstoffen

Die „Fridays for Future“-Demonstrationen haben auf jeden Fall eins bewirkt – Anbieter grüner Technologien oder Produkte sind wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Und auch an der Börse ist das zu sehen. Unternehmen, die sich dem Thema CO2-Reduktion mit ihrem Geschäftsmodell widmen, sind wieder gefragt. Im Bereich Mobilität dreht sich die Diskussion zwar meist um E-Autos – und seit kurzem auch wieder um Wasserstoff, doch da ist doch noch eine dritte, vierte und fünfte Alternative. Bioethanol, Biodiesel und CNG (Compressed Natural Gas) sollte man nicht in dieser Diskussion vergessen. Denn diese Kraftstoffalternativen sind längst Gegenwart und nicht Zukunftsfantasie.

Leider führten Fahrzeuge mit Gasantrieb noch immer ein Schattendasein auf deutschen Straßen. Daran haben auch nicht das Bekenntnis großer Autobauer, wie Volkswagen, etwas ändern können. Laut Der Aktionär biete VW inzwischen eine kleine Palette an CNG-Modellen an und sieht sich bei diesem Thema als „Weltmarktführer und besser aufgestellt als der Wettbewerb“. Doch bei der Reduzierung fossiler Brennstoffe in unserem Energiemix müsse der Fokus auch auf die Anbieter regenerativer Energien gerichtet werden.

Verbio habe laut Der Aktionär eine Technologie anzubieten, die bereits einsatzbereit und massentauglich sei. Es gehe um die Gasgewinnung aus dem Abfallprodukt Stroh. Verbio schätze, dass in Deutschland 13 Mio. Tonnen Stroh zur Verfügung stehen, um daraus Kraftstoff für 4 bis 5 Mio. Pkw im Jahr produzieren zu können. Dabei handle es sich nicht um eine Zukunftsvision. In Augsburg versorge Verbio bereits die gesamte Busflotte mit Biomethan aus Stroh. Seit Mitte April liefere Verbio den Kraftstoff an 44 Tankstellen von OrangeGas. Das habe die Gesamtzahl der CNG-Stationen, die mit Biomethan von Verbio beliefert werden, auf 126 Standorte gebracht.

Aber Verbio habe ja noch mehr zu bieten. Der Konzern habe sich seit Jahren auf die Produktion von Biodiesel und Bioethanol spezialisiert. Und das Geschäft floriere. Während viele Zykliker aus der den Bereichen Chemie, Automobilbau, Maschinen- und Anlagenbau derzeit mit Gewinnwarnungen ihre Aktionäre schocken, habe Verbio bereits zum zweiten Mal die Proognose für das Geschäftsjahr bis zum 30. Juni 2019 erhöht. Weil sich Verbio zudem mit der Expansion nach Nordamerika und Indien zwei weitere Wachstumsmärkte erschließe, rät Der Aktionär mit einem Kursziel von 10,50 Euro zum Kauf (40 % Potenzial).

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