Darvas-Aktie Hypoport in der Nähe des Allzeithochs - Zweites Quartal überzeugt

Liebe Leser,

Synergien und Cross-Selling-Effekte stellen wohl eines der typischen Ideal-Szenarien für jeden Konzern dar. Wenn verschiedene Tochter-Unternehmen einzelne Geschäftsbereiche verbinden können und sich so gemeinsam zu einem starken Wachstum verhelfen, freut das nicht nur die Anleger. Wir haben mithilfe der Darvas-Methode einen solchen Konzern identifiziert.

Die Aktie war in den Jahren 2014 bis 2016 bereits ein echter Überflieger und stieg um rund 1000%. Aktuell bietet sich ein erneutes, sehr interessantes Einstiegsszenario.

Hypoport (WKN: 549336) ist ein technologiebasierter Finanzdienstleister. Die Geschäftsbereiche lassen sich in vier Segmente unterteilen. Das Unternehmen engagiert sich mit seinen Tochterunternehmen in den Sparten Privatkunden, institutionelle Kunden, Versicherungs- und Kreditplattformen. Als Zugpferde kristallisierten sich insbesondere die zuletzt genannten Beteiligungen heraus.

Kredit- und Versicherungsmarkt birgt erhebliches Potenzial
Die Plattform Europace ist die größte Transaktionsplattform für Immobilienfinanzierungen, Bausparprodukte und Ratenkredite in Deutschland. Es werden derzeit rund 15% aller privaten Immobilienfinanzierungen über diesen Marktplatz abgewickelt. Die Hypoport-Tochter Inno-Systems stellt ihren Kunden eine Versicherungsplattform zu Verfügung. Mit dem Online-Versicherungsmarkt plant Hypoport ähnlich zu wachsen wie bei der Kreditvermittlung. Es sollen bis zu 10% des 200 Mrd. Marktes für Versicherungen durch Hypoport vermittelt werden. Das Geschäftsmodell des Unternehmens zeigt aktuell seine ganze Stärke. Man hat die Möglichkeit gewaltige Synergien zwischen den einzelnen Tochterunternehmen zu erzeugen. So können Sparkassen oder Volks- und Raiffeisenbanken bei der Vergabe von Krediten direkt eine passende Darlehensschutz- oder Restkredit-Versicherung anbieten.

Zahlen aus dem zweiten Quartal überzeugten
Die gemeldeten Quartalszahlen aus dem zweiten Quartal 2017 vermochten die Anleger zu überzeugen. Der Umsatz, des mit 803,7 Mio. Euro kapitalisierten Unternehmens, liegt bei 95 Mio. Euro. Das entspricht einer Steigerung von 29% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das EPS erhöhte sich um 24% auf 1,78 Euro Gewinn je Aktie. Das Beeindruckende daran ist, dass alle Geschäftsbereiche des Konzerns zum Wachstum beitrugen. Die Plattform Europace legte mit einer Steigerung von 19% ein einen schönen Anstieg hin. Der große Wachstumstreiber soll das Geschäft mit Versicherungen werden. Die Insur-Tech Plattform trug im ersten Quartal erstmals in relevantem Umfang zum Umsatz bei. Im ersten Halbjahr konnte der Umsatz auf 7,2 Mio. Euro (1. Halbjahr 2016: 1,2 Mio. Euro) wachsen. Das Geschäftsjahr 2016 schloss man mit einem Gesamtumsatz von 157 Mio. Euro ab. Die Konsensschätzungen gehen von einem Umsatz 2018e von 212 Mio. Euro aus. Zusätzlich rechnen Analysten mit einem deutlichen Zustrom der Transaktionen auf der Europace-Plattform. Man geht davon aus, dass sich der Umsatz aufgrund der gestiegenen Geschäfte mit Sparkassen und Genossenschaftsbanken mittelfristig mehr als verdoppeln könne. Das Geschäftsfeld rund um Smart Insur-Tech könnte zukünftig für weiteres und beschleunigtes Wachstum sorgen. Damit hat Hypoport trotz der bereits hohen Erwartungen noch Überraschungs-Potenzial.

Darvas-ATH in Reichweite
Die Aktie von Hypoport kletterte am 07.08. wieder in Richtung des Darvas-ATH. Die veröffentlichten Q2-Zahlen wurden von Anlegern positiv aufgenommen. In der schwachen Marktphase geriet auch Hypoport in einer Korrektur. Das Up-Gap-Niveau im Mai stellte sich als starker Support heraus. Die Aktie ist bereits einmal am Niveau des Darvas-ATH gescheitert. Der positive Newsflow könnte jetzt für die nötige Stärke sorgen, diesen Widerstand zu überwinden. Hypoport bekam zudem Buy-Ratings im Bereich von 139 Euro bis 154 Euro, was in Kombination mit den starken Q2-Zahlen verstärkend wirken könnte.

hypoport

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