DAX Analyse zum 01. April 2019: Index arbeitet erstes Kursziel ab – nächster Kurssprung erwartet!

Die erwartete Erholungsbewegung konnte am Freitag fortgesetzt werden. Dabei startete der DAX mit einem Aufwärts-Gap von fast 100 Punkten in den letzten Handelstag der vergangenen Woche. Bereits zu Börsenbeginn konnte dabei das erste Kursziel abgearbeitet werden. Dieses befindet sich am GD20 bei 11.542 Punkten (Widerstand 1). Allerdings stellte der Tageseröffnungskurs zugleich den Tageshöchstkurs dar, wodurch dieser Widerstand noch nicht als nachhaltig überwunden gilt. Stattdessen wurden die anfänglichen Kursgewinne vorerst von den Anlegern wieder mitgenommen. Dies liegt u.a. an den zunehmenden Anzeichen für eine schwächere Weltkonjunktur. Daher stehen am Montag vor allem der Einkaufsmanagerindex (EMI) für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland im Fokus. Dieser wird um 8:55 Uhr veröffentlicht. Die Experten zeigen sich hierbei mit einer eher pessimistischen Prognose. Auch für China, Großbritannien und die USA werden diese Indizes veröffentlicht. Bis zum Tagesschlusskurs konnte sich der DAX jedoch etwas erholen und generierte insgesamt ein Kursplus von rund 0,8 Prozent. Letztendlich überwiegen derzeit die Hoffnungen auf weiter positive Impulse im Handelsstreit sowie ein „positiver“ Ausgang des Brexit. Am Freitag wurde der mögliche Brexit-Vertrag erneut im britischen Parlament abgelehnt. Sobald der erste Widerstand dann permanent überwunden werden kann, kann die Aufwärtsbewegung bis zum GD200 fortgesetzt werden. Dieser notiert bei 11.722 Punkten (Widerstand 2). Das Long-Szenario ist dabei erst hinfällig, sofern der DAX signifikant unter das letzte lokale Tief vom 26. März 2019 fällt. Hier befindet sich die Kursmarke von 11.302 Punkten (Unterstützung 1).

Präferiertes Szenario: Erreichen des GD200

Am vergangenen Donnerstag generierte der DAX einen Inside-Day. Dieser diente wie erwartet als Basis für den Aufwärtsschub von Freitag, wodurch der Index bis zum Tagesschlusskurs rund 0,8 Prozent zulegte. Im außerbörslichen Handel notiert er aktuell bereits darüber. Dadurch setzte der DAX unser bullisches Szenario weiter fort und nutzte in diesem Zuge die vom 15. Juni 2018 ausgehende Abwärtstrendlinie sowohl als Support-Zone als auch als weiteres Sprungbrett. Im mittelfristigen Kontext war die Verteidigung dieser Trendlinie ein entscheidender charttechnischer Schritt.

Aufgrund des Kursverhaltens von Freitag erreichte der DAX unser erstes Kursziel beim GD20. Dieser notiert bei 11.542 Punkten (Widerstand 1). Obwohl die charttechnische Hürde noch nicht nachhaltig per Tagesschlusskurs überwunden werden konnte, gehe ich von einem Ansteuern des GD200 aus. Diese Haltung nehme ich u.a. aufgrund des starken außerbörslichen Auftritts ein. Ein weiterer Grund ist das erste Kaufsignal in der Slow Stochastik. Hierbei kreuzte die Signallinie den langsameren GD im überverkauften Bereich von unten nach oben. Die 200-Tagelinie befindet sich derzeit bei 11.698 Punkten (Widerstand 2) und notiert nur wenige Punkte unter dem Verlaufshoch vom 02. November 2018.

Gegenszenario: Index steuert auf lokales Tief zu

Der Oszillator signalisiert derzeit einen überverkauften Zustand, was grundsätzlich eine Divergenz zu fallenden Kursen darstellt. Deshalb warten die Bären auf neue Schwächephasen. Sollte der DAX seine derzeitige Erholungsbewegung jedoch abschließen, könnte die Verkaufsdynamik wieder zunehmen.

Übernehmen die Bären das Zepter und der DAX gerät in Rückenlage, dürfte der Index das letzte lokale Tief vom 26. März 2019 ansteuern. Dieses notiert bei 11.302 Punkten (Unterstützung 1). Sofern dieser Stabilisierungsbereich per Tagesschlusskurs signifikant unterschritten wird, dürfte sich die dadurch entstandene Abwärtsbewegung weiter beschleunigen. In diesem Fall notiert der nächste Auffangzone beim letzten lokalen Tief vom 26. Oktober 2018. Dieses befindet sich bei 11.051 Punkten (Unterstützung 2) und wurde seitdem mehrfach angesteuert. Es diente seit diesem Zeitpunkt sowohl als Support- als auch als Widerstandszone. Erreicht wurde der Bereich am 20. November sowie am 06. Dezember 2018.

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Bildherkunft: Fotolia 208696300


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