DAX Analyse zum 04. Dezember 2018: Befreiungsschlag! Dreht jetzt auch das mittelfristige Bild?

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

ich halte an meinem Erholungsszenario für die kommenden Handelstage weiter fest. Im kurzfristigen Kontext sind jedoch aufgrund des starken Anstiegs untergeordnete Gewinnmitnahmen einzuplanen. Das mittelfristige Bild bleibt unverändert short.

Der DAX startete mit einem Kursfeuerwerk in die neue Handelswoche. Er betrat das Börsenparkett mit einem Aufwärts-Gap von fast 300 (!) Punkten. Der Auslöser war vor allem das versöhnliche Gespräch am Wochenende von US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping. Beide betonten zum G20-Gipfel deren Verantwortungsbewusstsein für Frieden und Wohlstand in der Welt. Sie arbeiten an Lösungsansätzen, unter welchen beide Parteien sehr gut profitieren sollen. Dennoch konnte der DAX kaum Anschlussgewinne verbuchen. Stattdessen gab er einen Teil seiner Gewinne wieder ab. Vom hoch verlor er insgesamt fast 100 Punkte. Denn ein neuer politischer Unruheherd entsteht, noch ehe beim anderen finale Lösungen gefunden wurden: die Ukraine. Die Ukraine beantragte zuletzt sein Kriegsrecht gegen Russland und rekrutierte heute erste Reservisten. Auslöser hierfür war die russische Küstenwache, welche drei ukrainischen Boote die Einfahrt verwehrten und diese zwischen der Halbinsel Krim und der russischen Küste beschossen. Zudem liegt weiterhin der Haushaltsstreit zwischen Italien und der EU sowie der sich verzögernde Brexit vor. Dennoch bleibt letztendlich ein insgesamt starker Auftritt des DAX. Ein Kursgewinn von fast zwei Prozent steht zu Buche. Es war -zumindest im kurzfristigen Kontext- ein Befreiungsschlag! Dreht jetzt auch das mittelfristige Bild?

Ausblick für die nächsten Handelstage – Tagesansicht

Aufgrund des Aufwärts-Gaps gelang es dem DAX bereits zur Eröffnung den kurzfristigen Abwärtstrend deutlich nach oben zu überwinden. Auch der GD20 (daily, aktuell bei ca. 11.347 Punkten) konnte in diesem Zuge hinter sich gelassen werden. Dennoch bleibt -bislang- die mittelfristig entscheidende Kursmarke von 11.700 Punkten unangefochten. Erst wenn diese nachhaltig überwunden werden kann, hellt sich das Bild auf mittelfristiger Basis wieder auf. Bullisch wird es erst bei einem Überwinden des mittelfristigen Abwärtstrends vom letzten lokalen Hoch bei ca. 13.170 Punkten.

Durch die Kursschwäche während des Handelstages (Kursverlust von ca. 100 Punkten), entsteht dennoch eine schwarze Tageskerze. Dadurch könnte der DAX seine untergeordnete Korrekturphase durchaus fortsetzen. Mein Ziel befindet sich im Pullback-Bereich des kurzfristigen Abwärtstrends in Kombination mit dem GD20 (daily) sowie dem Tageshochkurs von Freitag. Die Slow Stochastik befindet sich noch nicht vollständig im überkauften Bereich. Grundsätzlich liegt dementsprechend von der Seite des Oszillators noch ein bullisches Potenzial vor, doch kann ich mir derzeit einen weiteren deutlichen Anstieg nicht vorstellen. Hierzu versperrt ebenfalls das obere Bollinger Band den Weg. Dieses befindet sich bei ca. 11.620 Punkten und deutet noch keinen Anstieg an.

Ich erwarte zunächst eine Konsolidierung bzw. eine Korrektur zum Pullback-Niveau, ehe der DAX zum Widerstandsbereich von 11.700 Punkten ansteigt.

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Trading-Strategie – Stundenansicht

Auf untergeordneter Basis baut der DAX gerade seine Überkauftheit ab. An der Oberkante des Aufwärts-Gaps konnte er sich nicht stabilisieren, was ebenfalls nochmals eine fortgeführte Abwärtsbewegung im kurzfristigen Kontext unterstreicht. Ich suche nach Long-Einstiegen am Pullback-Niveau des kurzfristigen Abwärtstrends in Kombination mit dem GD20 (daily) sowie der Unterkante des Gaps. Der Bereich befindet sich bei ca. 11.345 Punkten. Mein Kursziel befindet sich anschließend insgesamt im Bereich von 11.700 Punkten. Inaktiv wird das Szenario bei einem Unterschreiten der Kursmarke von 11.195 Punkten.

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Bildherkunft: Fotolia 168174484


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