DAX Analyse zum 05. Dezember 2018: Stürmische Zeiten - Wann legt sich der Sturm?

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

das Bild dreht erneut im kurzfristigen Kontext auf Short. Aufgrund der heutigen Vorstellung des DAX gehe ich für die nächsten Handelstage insgesamt von einer fortgeführten Abwärtsbewegung aus. Im mittelfristigen Kontext halte ich hieran weiterhin fest.

In dieser Handelswoche stellt es der DAX wieder unter Beweis. Er ist ein Index der Extreme. Zu Beginn der Woche startete der Index noch mit einem Aufwärts-Gap von 300 Punkten in den Handel. Dieses Niveau konnte allerdings nicht verteidigt werden. Während des Handelsverlaufs musste der DAX bereits 100 Punkte abgeben. Heute startete er erneut mit einem Gap in den neuen Tag. Allerdings in die entgegengesetzte Richtung. Dieses Mal stand zur Börseneröffnung ein Verlust von 60 Punkten zu Buche. Während des Tages wurden diese deutlich ausgeweitet. Aktuell notiert er über 2,5 Prozent im Minus. Die Skepsis über eine tatsächliche Einigung im Handelsstreit zwischen China und den USA nahm erneut zu. Beide Parteien wollen innerhalb der nächsten 90 Tage über mögliche Lösungsansätze sprechen. Die ausstehende Lösung des Konflikts sorgt für weitere Verunsicherung. Selbiges gilt für den anhaltenden Haushaltsstreit zwischen der EU und dem hochverschuldeten Italien. Beide Seiten zeigen bislang keine Bereitschaft zum Nachgeben. Im Fokus steht ebenso der Autogipfel in Washington. Hier sprechen die deutschen Automobilhersteller über den Handelsstreit und wollen die US-Regierung beschwichtigen. Für den morgigen Handelstag könnte etwas Ruhe einkehren. Morgen stehen zumindest die US-Börsen in Andenken an den am Freitag verstorbenen Ex-US-Präsidenten George Bush Senior still.

Ausblick für die nächsten Handelstage – Tagesansicht

Das heutige Kursverhalten ist alles andere als positiv zu werten. Der DAX schloss unmittelbar vor dem GD20 (daily, aktuell bei ca. 11.340 Punkten). Im außerbörslichen Handel sackte der Index völlig ab und verlor nochmals mehr als 150 Punkte. Damit deutet der DAX das Bilden eines weiteren lokalen Hochs bei ca. 11.568 Punkten an. Somit erweitert er die Range der kurzfristigen Trends, welche eine vermeintliche Keilformation darstellen. Solange sich der DAX zwischen beiden Trends aufhält, bleibt das Bild bärisch. Erst bei einem nachhaltigen Überwinden, ist mit einer fortgesetzten Erholungsbewegung bis 11.700 Punkten zu rechnen. Anschließend stünde der mittelfristige Abwärtstrend vom letzten lokalen Hoch bei ca. 13.170 Punkten als nächstes Ziel. Sollte der DAX nach unten durchbrechen, wäre von einer impulsiven Fortsetzung der bisherigen Abwärtsbewegung auszugehen. Das erste Ziel befindet sich bei 10.831 Punkten.

Aufgrund des aktuellen Kursverhaltens erwarte ich ein Ansteuern des unteren Trends. Damit würde ein neues Jahrestief erreicht werden. Die Slow Stochastik bestätigt einen solchen möglichen Kursverlauf. Der Oszillator generierte auf hohem Niveau ein weiteres Verkaufssignal.  Auch das MACD-Histogramm als Trendfolgeindikator signalisiert eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung. Von einem Breakout nach unten gehe ich noch nicht aus. Handlungsbedarf sehe ich derzeit keinen.

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Bildherkunft: Fotolia_48699362


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