DAX Analyse zum 05. Dezember 2017: Anders als gedacht?

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

für die nächsten Handelstage hat sich das Bild nicht wirklich klarer gestaltet. Der DAX kämpft extrem gegen den Verkaufsdruck an. Ich gehe davon aus, dass die Erholung seit Freitagabend zunächst weiter anhalten wird. Auf Sicht von mehreren Wochen rechne ich jedoch weiterhin mit fallenden Kursen.

Am Freitag verabschiedete sich der DAX mit einem extrem schwachen Handelstag aus der Börsenwoche. Der Ausbruch auf der Unterseite schien beschlossene Sache. Doch im Verlauf des außerbörslichen Handels startete bereits wieder eine erste Erholungsbewegung. Der DAX kämpfte sich zurück in die Seitwärts-Range. Diese Erholung wurde nochmals am Wochenende beflügelt. Hierbei gelang es dem US-Präsident Donald Trump nach monatelangem Streit seine umstrittene Reform im Senat mit einer knappen Mehrheit zu verabschieden. Die Konsequenz: der Deutsche Leitindex startete bereits mit einem Aufwärts-Gap von rund 1,5% in den Handel. Eine impulsartige Fortsetzung der außerbörslichen Aufwärts-Bewegung blieb jedoch aus. Selbiges galt für stärkere Gewinnmitnahmen. Zum Handelsschluss befand sich der DAX wieder auf dem Niveau des Eröffnungskurses.

Ausblick für die nächsten Handelstage - Tagesansicht

Ich glaube, dass ich nicht gerade falsch liege, wenn ich von einem Fehlausbruch spreche. Denn der DAX deutete mit einer impulsartigen Abwärts-Bewegung einen Ausbruch aus der Seitwärts-Range an, indem er die untere Begrenzung bei rund 12.850 Punkten durchbrach. Doch die nächste Unterstützung stand unmittelbar bevor. Hierbei handelt es sich um das untere Bollinger Band. Dieses verschließt sich und bietet dadurch nochmals einen verstärkten Widerstandsbereich für die Bären. Schließlich umfassen die Bollinger Bänder mehr als 90% aller Kursbewegungen.

Interessant ist auch das Verhalten des oberen Bandes. Dieses nähert sich mittlerweile stark dem unteren an. Je enger beide Bänder zueinander stehen, desto höher ist die Chance eines Ausbruchs. Die Richtung ist noch ungewiss. Doch durch die Seitwärts-Begrenzung von 12.850 bis 13.200 Punkten haben wir einen zusätzlichen Anhaltspunkt. Diese Kursspanne bleibt für mich weiterhin bestehen. Schließt der DAX auf Tagesbasis außerhalb dieser Range sobald beide Bänder noch enger zueinander stehen, so ist die Entscheidung über die nächste Bewegungsrichtung meiner Meinung nach gefallen. Bis dahin bleibt es für mich ein wildes umher Geschiebe von Kursbewegungen.

Die Technik jedoch signalisiert einen sich weiter erholenden Index. Das MACD-Histogramm ist weiterhin stark im negativen Bereich und in der Slow Stochastik ist das Kaufsignal weiterhin auf relativ niedrigem Niveau aktiv.

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Trading-Strategie

Untergeordnet habe ich derzeit ehrlich gesagt keine Trading-Strategie. Hier bleibe ich an der Seitenlinie. Für mich ist das im Moment eine Marktphase, in der ich unter Trading-Gesichtspunkten kurzfristig nicht positioniert sein möchte.

Übergeordnet habe ich bereits mein Trading-Szenario in der Tagesansicht beschrieben. Hierbei werde ich aktiv sobald das lokale Hoch bei 13.200 Punkten oder die Unterkante von 12.850 Punkten durchbrochen wird.




Trauern Sie keiner vergebenen Trading-Chance hinterher, die nächste kommt bestimmt!

Patrik Uhlschmied

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