DAX Analyse zum 06. Dezember 2018: Verschnaufpause vor dem nächsten Abverkauf?

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

ich gehe für die nächsten Handelstage insgesamt von einer fortgesetzten Abwärtsbewegung aus. Im untergeordneten Kontext sind jedoch mehrstündige Erholungsversuche einzukalkulieren. Auf Sicht von mehreren Wochen bleibe ich bärisch.

Der DAX konnte sich zu Beginn des heutigen Handelstages nicht von der außerbörslichen Schwäche des Vortages erholen. Er startete mit einem Abwärts-Gap von rund einem Prozent in den Handel. Schockiert wurden Anleger vor allem von den Konjunktursorgen der USA sowie der Zweifel an der Nachhaltigkeit des jüngsten G20-Gipfeltreffens. Die Marktteilnehmer verlieren mittlerweile das Vertrauen über den Zwischenerfolg beim Treffen in Buenos Aires des US-Präsidenten im Handelsstreit mit China. Die Aussagen von Donald Trump widersprächen sich mit denen seines eigenen Personals. Dies signalisiere, dass niemand genau wisse, was tatsächlich zwischen Trump und Xi Jinping vereinbart wurde. Zudem scheint eine konkrete Lösung lediglich vertagt. Zudem drückt ebenfalls der Brexit auf die Stimmung der Anleger, nachdem Theresa May eine weitere schwere Niederlage einstecken musste. Hierbei starteten die Beratungen im britischen Unterhaus, über die bevorstehende Abstimmung im Parlament am 11. Dezember über den EU-Austritt Großbritanniens. Positiv hingegen verlief das Treffen der deutschen Automobilhersteller in Washington mit dem US-Präsidenten. Der Volkswagenchef Herbert Diess sprach von einem „großen Schritt nach vorne“, sodass Autozölle womöglich vermieden werden können. Stützen konnte dieses Treffen den DAX jedoch nur geringfügig. Die Kursverluste wurden nach dem Abwärts-Gap nur geringfügig ausgebaut. Wenig volatil verlief es am Nachmittag, da die Börsen in den USA stillgestanden sind. War das eine weitere Verschnaufpause vor dem nächsten Abverkauf?

Ausblick für die nächsten Handelstage – Tagesansicht

Für die nächsten Handelstage orientiere ich mich vor allem stark an den beiden kurzfristigen Trends. Solange der DAX inmitten dieser Trends notiert, bleibt das Bild auf kurzfristiger Basis bärisch eingestellt. Aufgrund dieser sich zuspitzenden Trends könnte entweder eine Umkehrformation oder ein Muster zur Trendfortsetzung (abwärts) gebildet werden. Hierbei handelt es sich um eine potenzielle Keilformation. Sollte der DAX nach unten ausbrechen, würde eine beschleunigte Trendfortsetzung eingeleitet werden. Bricht er hingegen auf der Oberseite aus, wäre mit einer mehrwöchigen Aufwärtsbewegung zu rechnen.

In der Slow Stochastik wurde aufgrund der Schwächephase ein Verkaufssignal gebildet. Auch das MACD-Histogramm dreht. Beide signalisieren eine fortgesetzte Abwärtsbewegung. Doch trotz der derzeitigen Schwäche erwarte ich keinen nachhaltigen Breakout auf der Unterseite. Ich gehe von einem Erreichen der Unterkante aus, um anschließend wieder zur Oberkante anzusteigen. Beim Ansteuern der Unterseite erwarte ich ein negatives MACD-Histogramm sowie eine massiv überverkaufte Slow Stochastik. Bei einem Ausbruch nach oben befindet sich das nächste Kursziel zuerst bei 11.700 Punkten. Hier notiert das letzte lokale Hoch von Anfang November. Anschließend befindet sich der zweite Widerstand an der Unterkante des mittelfristigen Abwärtstrends vom letzten Hoch bei ca. 13.170 Punkten von Ende Juni. Erst bei einem Überwinden dieses Trends ist mit einer mittelfristigen Aufwärtsbewegung zu rechnen. Bei einem Breakout auf der Unterseite befindet sich das Ziel bei der Unterstützung von 10.831 Punkten.

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Trading-Strategie – Stundenansicht

Untergeordnet könnte eine mehrstündige Erholungsbewegung bis zum Pullback-Niveau des GD20 (daily, aktuell bei ca. 11.321 Punkte) folgen. Sollte der DAX bis in diesen Bereich vordringen, würde ebenfalls ein Gap-Close darstellen. Ich suche in diesem Fall nach dem Aufbau einer Short-Position mit dem Ziel des kurzfristigen Abwärtstrends bei ca. 11.000 Punkte. Inaktiv wird diese Strategie bei einem Überwinden des Widerstandes von rund. 11.430 Punkte.

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