DAX Analyse zum 10. Juli 2018: Kämpferisch

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

das Risiko für eine mehrtägige Korrektur nimmt zu. Bislang liegt allerdings noch kein Verkaufssignal vor. Daher halte ich an meinem bullischen Szenario für die nächsten Handelstage fest. Auf Sicht von mehreren Wochen und Monaten steht weiterhin eine Entscheidung aus.

Heute startete der DAX mit einem Aufwärts-Gap von ca. 0,5 Prozent in den Handel. Doch angesichts der anhaltenden Unsicherheiten im Handelsstreit zwischen den USA, China und der EU bleibt es ein angespanntes Marktumfeld.  Am Freitag kündigte Donald Trump an, chinesische Importe mit 25 Prozent zu verzollen. Dies entspricht einem Wert von rund 34 Mrd. USD. Die chinesische Regierung antwortete sofort und belegte Zölle auf 545 US-Produkte (entspricht ebenfalls 34 Mrd. USD). Durch diese Belastungen in der Politik konnte sich der Index nicht nachhaltig nach oben lösen. In den folgenden Handelsstunden wurden sämtliche Gewinne wieder abgegeben. Erst zum späten Nachmittag bzw. der Eröffnung der US-Börsen konnte der DAX wieder zulegen. Letztendlich zeigte er sich kämpferisch und verteidigte seine Gewinne vom Eröffnungskurs.

Ausblick für die nächsten Handelstage – Tagesansicht

Der DAX konnte sich innerhalb der vergangenen Handelstage wieder deutlich von seinem lokalen Tief bei ca. 12.104 Punkten erholen. Dieser mehrtägige Anstieg kostete viel Kraft. Obwohl das Kaufsignal in der Slow Stochastik weiterhin aktiv ist, befindet sich der Oszillator wieder im überkauften Bereich. In Kombination zur hochstehenden Technik notiert der DAX unmittelbar am Widerstandsbereich von 12.600 Punkten. Dieser verbindet sich mit den letzten lokalen Tiefs von Ende Mai bzw. Anfang Juni. Des Weiteren ist hier der GD20.

Kann der DAX diese Zone nachhaltig überwinden? Die vergangenen zwei Handelskerzen zeigen jeweils einen kleinen Körper mit einer langen Lunte. Es ergeben sich zwei potenzielle Hammerkerzen, welche nach Aufwärtsbewegungen jeweils auch als „Hanging Man“ bezeichnet werden können. Die heutige Handelskerze ist nochmals deutlich anfälliger für ein solches Umkehrsignal. Hierzu sollte der DAX jedoch mind. am morgigen Handelstag mit einer schwarzen Tageskerze schließen und das heutige Tagestief bei ca. 12.489 Punkten unterbieten. Im Falle einer solchen potenziellen Umkehr befindet sich die nächste Unterstützung bei ca. 12.311 Punkten (lokales Tief vom 25. April). Solange das Verkaufssignal allerdings nicht aktiviert wurde, halte ich am bullischen Szenario fest. Der nächste Widerstandsbereich befindet sich beim GD200 (ca. 12.784 Punkte).

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Trading-Strategie – Stundenansicht

Kann der DAX wieder mit einem Aufwärts-Gap in den Handel starten, so ist ein weiterer Anstieg bis zum nächsten Widerstandsbereich der Tagesansicht bei ca. 12.784 Punkten (GD200) möglich. Insgesamt sollte der DAX jedoch nicht unter das heutige Tagestief bei ca. 12.489 Punkte fallen. In diesem Fall erwarte ich einen zunehmenden Verkaufsdruck bis in den Bereich von 12.311 Punkten.

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Trauern Sie keiner vergebenen Trading-Chance hinterher, die nächste kommt bestimmt!





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