DAX Analyse zum 11. September 2018: Verhaltenes Kaufsignal

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

ich gehe für die nächsten Handelstage insgesamt von einer Kurserholung aus. Auf mittelfristiger bis langfristiger Basis bleibt das Bild jedoch weiterhin angespannt. Hier ist vorerst mit einer anhaltenden Korrektur zu rechnen.

Am Freitag trübte noch zunächst die Aussicht auf weitere Eskalationen im Handelsstreit zwischen den USA und China die Kurse. Präsident Donald Trump kündigte weitere Zölle auf chinesische Waren im Wert von 267 Mrd. USD an. Zusätzlich zum bereits angedrohten Paket von rund 200 Mrd. USD. Trotz dieser negativer Vorgaben sowie der sonst vorherrschenden Unsicherheiten rund um die Schuldenkrise in Italien oder die Vorkommnisse in der Türkei generierte der DAX am vergangenen Handelstag ein potenzielles Umkehrsignal. Dieses bestätigte er mit dem Start in die neue Woche. Hierbei begann der Index die neue Börsenwoche zunächst nahezu unverändert. Nach einer marginalen Korrekturbewegung setzte er dann seine Aufwärtsbewegung vom Vortag fort. Bis zum Tagesschlusskurs konnte eine weiße Kerze generiert werden, wodurch das Kaufsignal bestätigt wurde. Allerdings musste der Index vom Tageshoch einige Punkte wieder abgeben, wodurch das Kaufsignal eher als verhalten zu betrachten ist. Kann sich daraus dennoch eine markante Gegenbewegung der Bullen etablieren? Womöglich können am morgigen Handelstag die deutschen ZEW-Konjunkturerwartungen für September nochmals beflügeln.

Ausblick für die nächsten Handelstage – Tagesansicht

Grundsätzlich liegt im DAX ein schönes Rebound-Szenario vor. Der Index notiert am unteren Bollinger, die Slow Stochastik signalisiert eine starke Überverkauftheit und konnte sogar ein erstes Kaufsignal generieren. Dieses Kaufsignal entsteht durch die Kreuzung von Signallinie und langsamerem GD im unteren Extrembereich. Weiterhin bestätigte der Index am heutigen Handelstag die Hammerkerze von Freitag, welche an einem starken Unterstützungsbereich entstanden ist. Das Potenzial für eine größere, mehrtägige Erholungsbewegung wird nochmals durch die weit voneinander entfernten Bollinger Bändern verstärkt.

Zunächst gilt es für den DAX den ersten Zielbereich von 12.100 Punkten anzulaufen. Hier befindet sich die Unterkante des ehemaligen Doppeltiefs. Kann dieser Widerstandsbereich überwunden werden, steht der GD20 bei ca. 12.290 Punkten als nächstes Ziel bevor. Sollte der DAX den ersten Widerstandsbereich allerdings innerhalb weniger Handelstage überwinden, gehe ich sogar von einem Ansteuern des GD200 (aktuell bei ca. 12.650 Punkten) aus. Hierzu sollte der DAX den Unterstützungsbereich bei ca. 11.920 Punkten verteidigen. Ansonsten erachte ich eine fortgeführte Abwärtsbewegung bis in den Bereich des Jahrestiefs (ca. 11.711 bis 11.770 Punkten) für wahrscheinlich.

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Trading-Strategie – Stundenansicht

Mein Long-Szenario wurde mit dem Überwinden der Kursmarke von 11.960 Punkten aktiviert. Schnell stieg der Index um rund 80 Punkte an. Aufgrund des bestätigten Umkehrsignals auf Tagesbasis sowie der massiven überverkauften Situation, halte ich an meinem Erholungsszenario für die nächsten Handelstage weiterhin fest. Das nächste Kursziel befindet sich im Bereich von 12.090/12.100 Punkten. Sollte diese überwunden werden, erweitert sich das Ziel um weitere 200 Punkte. Diese Strategie ist solange aktiv, bis der DAX deutlich unter die Kursmarke von 11.935 Punkten fällt. In einem solchen Fall erwarte ich weitere Kursrückgänge bis in den Bereich von 11.720 Punkten.

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