DAX Analyse zum 17. Dezember 2018: Besinnliche Vorweihnachtszeit? Fehlanzeige!

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

ich gehe für die nächsten Handelstage insgesamt weiterhin von einer Kurserholung des deutschen Leitindex aus. Auch auf Sicht von mehreren Wochen erwarte ich eine Stabilisierung mit leichten Erholungstendenzen.

Nach den jüngsten Entspannungssignalen im Handelsstreit zwischen den USA und China, kam ein weiterer Belastungsfaktor für den DAX hinzu. Zum Ende der vergangenen Handelswoche belasteten die Aussagen der europäischen Notenbank die Börsen. Die EZB wird das milliardenschwere Anleihekaufprogramm zu Beginn des neuen Jahres beenden. Ebenso wurde die Wachstumsprognose für die Eurozone um 0,1 Prozent gesenkt. Mittlerweile wird für dieses Jahr lediglich ein Wachstum von 1,9 Prozent erwartet und im nächsten Jahr von 1,7 Prozent. Beim Handelsstreit senkte die Volksrepublik China die Zölle auf US-Autos von 40 auf 15 Prozent. Weiter bestimmend für den Aktienmarkt ist der Brexit, bei welchem die EU-Beteiligten keinen Nachbesserungen des Brexit-Abkommens zustimmten. Die britische Premierministerin Theresa May ist in Nachverhandlungen gegangen, da sie diesem Abkommen im britischen Unterhaus keine große Akzeptanz zugesteht.

Für die kommende Woche wird das wahrscheinlich wichtigste Börsenereignis die bevorstehende US-Notenbanksitzung sein. Am Mittwoch um 20 Uhr dürfte die Fed die Zinsanhebung von 2,25 auf 2,5 Prozent beschließen. Aus konjunktureller Sicht wird vor allem am Dienstag um 10 Uhr die Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland entscheidend sein. Experten gehen von einem Rückgang von 102 auf 101,4 Punkte aus. Damit würde er auf das niedrigste Niveau seit Februar 2017 fallen. Am Freitag findet der vierteljährliche Hexensabbat statt. Hier laufen an den Derivatebörsen die Optionen und Terminkontrakte aus, was zu einer Zunahme der Volatilität führen kann. Demnach ist aus aktueller Sicht eher weniger mit einer ruhigen, besinnlichen Vorweihnachtszeit zu rechnen.

Ausblick für die nächsten Handelswochen – Wochenansicht

Grundsätzlich bleibt der DAX im übergeordneten Kontext angeschlagen. Seitdem der langfristige Aufwärtstrend von 2009 nach unten verlassen wurde, konnte bislang keine nachhaltige Stabilisierung einsetzen. Auch der GD200 (weekly, aktuell bei ca. 11.502 Punkten) konnte nicht verteidigt werden. Hierdurch verschlechterte sich das Bild nochmals. Mittlerweile wurde jedoch sämtlicher Verkaufsdruck abgebaut. Die Slow Stochastik notiert bereits seit mehreren Wochen massiv im überverkauften Bereich. Auch das MACD-Histogramm ist stark negativ. Die Voraussetzungen für eine mehrwöchige, technische Gegenbewegung sind demnach vorhanden. Ebenso erreichte der DAX in der vergangenen Handelswoche den Unterstützungsbereich von 10.200 bis 10.700 Punkte. In dieser Zone befindet sich das wichtige Fibonacci-Retracement der vergangenen Aufwärtsbewegung seit dem Tief von 2016. Genau an dieser Kursmarke von 10.563 Punkten drehte der DAX und konnte eine weiße Wochenkerze generieren.

Ich erwarte in dieser Zone insgesamt eine Stabilisierung, gefolgt von einer mehrwöchigen Aufwärtsbewegung. Das Ziel dieser Erholungsbewegung befindet sich bei ca. 11.700 Punkten. Hier notiert ein massiver Widerstandsbereich. Erst wenn dieser in Kombination mit dem mittelfristigen Abwärtstrend vom Allzeithoch überwunden werden kann, ist mit einer Trendfortsetzung im Big-Picture zu rechnen.

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Ausblick für die nächsten Handelstage – Tagesansicht

Ich erwarte für die kommenden Handelstage eine fortgesetzte Erholungsbewegung. Der Index konnte wie in der vorherigen Analyse erwartet nach einer mehrstündigen Korrektur am Unterstützungsbereich von 10.700 Punkten drehen. Ebenso generierte die Slow Stochastik ein weiteres Kaufsignal, indem die Signallinie einen Wert von 30 per Tagesschlusskurs überwinden konnte. Auch das MACD-Histogramm steht vor einem solchen Kaufsignal. Ich gehe insgesamt von einem Ansteuern des GD20 (daily, aktuell bei ca. 11.108 Punkten) in Kombination mit dem Widerstandsbereich von 11.051 Punkten aus. Inaktiv wird dieses Szenario, sofern der DAX den Bereich von 10.700 Punkten unterbietet. Anschließend wäre mit einem Ansteuern von 10.562, gefolgt von 10.170 Punkten zu rechnen.

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