DAX Analyse zum 17. Januar 2019: Anleger zeigen sich von Ablehnung des Brexit-Abkommens unbeeindruckt - DAX bereitet nächsten Kurssprung vor!

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

ich gehe für die nächsten Handelstage insgesamt weiterhin von einer Korrektur im DAX aus. Die Chancen für einen Breakout auf der Oberseite nehmen allerdings zu. Auf Sicht von mehreren Wochen bleibe ich bullisch eingestellt.

Während des gestrigen außerbörslichen Handels fand die Abstimmung im britischen Parlament statt. Eine deutliche Ablehnung des Brexit-Abkommens mit 432 zu 202 Stimmen brachte die Anleger jedoch nicht aus der Ruhe. Dadurch wird entweder der Eindruck erweckt, dass die Sorge vor einem No-Deal Brexit bereits eingepreist ist oder dass Investoren auf irgendeine Form der Einigung in letzter Minute hoffen. Die britische Premierministerin hat jetzt jedenfalls lediglich bis Montag Zeit, einen Gegenvorschlag mit der EU auszuarbeiten. Wenn auch dieser abgelehnt wird, wird es laut derzeitigem Stand kein Brexit-Abkommen geben. Ein ungeregelter Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union wäre die Folge. Zudem wurde ein Misstrauensvotum gegen Theresa May gestellt.

Die gestrige Rede des EZB-Präsidenten Mario Draghis brachte wenig Neuerungen. Die EZB bleibt beim bisherigen Kurs der lockeren Geldpolitik. Zwar deuten die Konjunkturdaten bereits erste Erholungstendenzen an, doch sei die derzeitige Geldpolitik weiterhin notwendig. Der Leitzins wurde bei 0,0 Prozent belassen.  Letztendlich legte der Index bis zum Tagesschlusskurs um ca. 0,3 Prozent zu. Für den morgigen Handelstag steht die Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex VPI um 11:00 Uhr auf der Agenda. Erwartet wird eine Zunahme von 1,6 Prozent.

Wichtige Kursmarken:

Unterstützungen: 10.587 & 10.387 Punkte

Widerstände: 11.010 & 11.570 Punkte

Ausblick für die nächsten Handelstage – Tagesansicht

Der DAX bewegt sich innerhalb der vergangenen Handelstage unmittelbar vor meiner Widerstandsmarke von 11.010 Punkten. Diese touchierte er zwar bereits, konnte diese bislang jedoch nicht nachhaltig nach oben überwinden. Grundsätzlich bin ich davon ausgegangen, dass der Index deutlich schneller und stärker an diesem Widerstandsbereich nach unten reagiert. Selbst den schlechten Nachrichten aus Großbritannien und dem Verkaufssignal im überkauften Bereich in der Slow Stochastik schenkt er keine Beachtung. Dies ist bislang ein deutliches Zeichen von Stärke. Zusätzlich generierte der DAX am heutigen Handelstag eine bullische Hammerkerze, welche einen Ausbruch nach oben andeutet. Mittlerweile öffnet sich ebenfalls leicht das obere Bollinger Band und würde damit allmählich den Weg nach oben ermöglichen. Gelingt es dem Index einen Tagesschlusskurs über dem Widerstandsbereich zu generieren, ist das Breakout-Szenario intakt.

Solange dieser Tagesschlusskurs oberhalb von 11.010 Punkten nicht generiert werden kann, gehe ich nochmals von einem Pullback zum Unterstützungsbereich von 10.587 Punkten aus. Hier befindet sich das letzte lokale Tief von Dezember 2018. Erst wenn der DAX unter 10.387 Punkte fällt, ist das Aufwärtsszenario für die nächsten Wochen inaktiv. Auf Wochenbasis gehe ich von einem Erreichen von 11.570 Punkten aus. Dort notiert das letzte lokale Hoch sowie die Unterkante des mittelfristigen Abwärtstrend.

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Trading-Strategie - 4Stundenansicht

In der 4Stundenansicht ist mein Einstiegsszenario nochmals beschrieben. Im Einstiegsbereich von 10.587 Punkten notiert ebenfalls das 50er Fibonacci-Retracement der laufenden Erholungsbewegung. Bricht der DAX direkt über 10.990 Punkte aus, gehe ich von einer sofortigen Trendfortsetzung aus.

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Bildherkunft: Fotolia_60680201


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