DAX Analyse zum 28. November 2018: Ist die Aufwärtsbewegung schon wieder vorbei?

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

ich halte an meinem Erholungsszenario für die nächsten Handelstage weiterhin fest. Erst im mittelfristigen Kontext, auf Sicht von mehreren Wochen und Monaten bleibe ich bärisch eingestellt.

Nachdem der DAX am gestrigen Handelstag eine starken Auftritt aufs Parkett legte, ging er heute in den Ruhemodus über. Zunächst startete er noch nahezu unverändert in den neuen Tag, doch während des Handelstages setzten erste Gewinnmitnahmen ein. Trotz einer leichten Gegenbewegung der Bullen zum Tagesschlusskurs, musste der deutsche Leitindex ein Verlust von ca. 0,5 Prozent hinnehmen. Die Masse der Anleger scheint sich damit zum G20-Gipfel einzudecken. Dieser findet zum Ende der Handelswoche statt. Hierbei wollte Donald Trump mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping über mögliche Lösungsansätze im Handelsstreit sprechen. Gerüchten zufolge soll jedoch der Präsident der Vereinigten Staaten an seinen Zöllen gegen China festhalten, wodurch noch lange kein Ende des Handelskonflikts in Sicht wäre.

Darüber hinaus plant Trump deutschen Medienberichten zufolge eine Anhebung der Autozölle in der kommenden Woche. Dementsprechend gerieten die deutschen Automobilwerte und dessen Zulieferer am heutigen Handelstag auch deutlich unter Druck. Beispielsweise verlor Volkswagen rund vier Prozent seiner Marktkapitalisierung, Daimler musste ein Kursverlust von über zwei Prozent hinnehmen und der Automobilzulieferer Continental zählte mit einem Minus von über drei Prozent ebenfalls zu den Schlusslichtern im DAX. Für den morgigen Handelstag steht vor allem die Veröffentlichung des Bruttoinlandsprodukt der USA sowie die Ansprache des Fed-Vorsitzenden im Fokus. Beim BIP wird ein Steigerung von 3,3 Prozent erwartet. Der Fed-Vorsitzende wird über die aktuelle Zinssituation sprechen. In den vergangenen Wochen geriet der DAX aus Sorge vor stärker steigenden US-Zinsen unter Druck.

Ausblick für die nächsten Handelstage – Tagesansicht

Die beiden Kaufsignale in der Slow Stochastik bleiben weiterhin bestehen. Damit halte ich nochmals an einer fortgeführten Erholungsbewegung fest. Diese Ansicht vertrete ich, solange der DAX am morgigen Handelstag keine nachhaltige Schwäche zulässt. Bislang handelt es sich bei dem aktuellen Kursverhalten lediglich um eine Konsolidierung am GD20 (daily, aktuell bei ca. 11.378 Punkten). Zwar ist dieses Verhalten nicht unbedingt optimal für bullisch-orientierte Anleger, da ein direkter Breakout verwehrt wurde. Dennoch konnte das Aufwärts-Gap vom Vortag verteidigt und eine erste untergeordnete Gegenbewegung eingeleitet werden. Weiterhin liegt uns eine bullische Divergenz vor. Während der DAX ein neues Tief generierte, ließ der Verkaufsdruck nach. In der Slow Stochastik blieb ein solches Tief aus. Mein nächstes Kursziel auf Tagesbasis bleibt daher beim letzten lokalen Hoch von Anfang November bestehen. Dieses notiert im Bereich von 11.700 Punkten. In dieser Zone notiert ebenfalls das vergangene Jahrestief von März diesen Jahres.

Auf mittelfristiger Basis bleibe ich jedoch insgesamt bärisch eingestellt und rechne mit einer fortgeführten Abwärtsbewegung. Dies liegt vor allem daran, dass der DAX unterhalb des mittelfristigen Abwärtstrends vom letzten lokalen Hoch bei ca. 13.170 Punkten notiert. Erst bei einem nachhaltigen Überwinden gehe ich von einer fortgeführten Aufwärtsbewegung im mittelfristigen Kontext aus. Bis dahin erwarte ich hier weiter fallende Kurse bis 11.051 sowie 10.831 Punkten.

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Trading-Strategie – Stundenansicht

Auf Stundenbasis ergibt sich derzeit eine spannende Situation. Der DAX setzte zur untergeordneten Konsolidierungsbewegung an und stoppte direkt an meinem Unterstützungsbereich von ca. 11.270 Punkten. Hier befindet sich sowohl das letzte lokale Hoch der Stundenansicht als auch die Oberkante des Aufwärts-Gaps. Hier konsolidierte der Index über mehrere Stunden und generierte ein Kaufsignal in der Slow Stochastik. Startet der DAX morgen also gestärkt in den Handel, wird mein Long-Szenario aktiv. Dann erwarte ich einen Ausbruch über den kurzfristigen Abwärtstrend und gehe von einem Erreichen des nächsten Widerstandsbereichs bei ca. 11.700 Punkten aus. Aktiv bleibt das Szenario weiterhin solange der DAX oberhalb von 11.085 Punkten notiert.

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Bildherkunft: Fotolia 60680201


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