Deutsche Post – Wachstumsperspektive rechtfertig höhere Kurse

Richtig gute Zahlen habe die Deutsche Post laut Euro am Sonntag für das Geschäftsjahr  2017 ihren Aktionären präsentiert. Klar positiv habe der boomende Onlinehandel auf die Entwicklung beim Paketboten durchgeschlagen. Mit 1,3 Mrd. Paketen habe die Deutsche Post 2017 den Vorjahreswert um fast 8 % auf einen neuen Rekord steigern können.

Auch wenn davon auszugehen sei, dass die Deutsche Post auch künftig einer der wichtigsten Profiteure des von Amazon, Zalando und Co. befeuerten Internethandels bleiben dürfe, habe der Konzern beim Ausblick etwas enttäuscht, als nur ein stagnierender Gewinn beim Brief- und Paketgeschäft für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert worden sei.

Der Grund für diesen verhaltenen Ausblick könne das überaus starke Briefgeschäft im letzten Geschäftsjahr gewesen sein. Denn allen Unkenrufen zum Trotz sei das traditionelle Briefgeschäft 2017 nicht rückläufig gewesen. Allerdings habe das Briefgeschäft von den zahlreichen politischen Werbesendungen im Wahljahr stark profitiert. Dieser Sondereffekt könne 2018 entfallen.

Im Umkehrschluss bedeute das aber, dass das Paketgeschäft diese Entwicklung auffangen werde. Der Gesamtkonzern werde 2018  und in den Folgejahren weiter wachsen. Einen positiven Impuls erwarte die Deutsche Post durch die Frachtsparte, die bislang die mit Abstand niedrigste Marge im Konzern aufweise. Bis 2020 wolle der DAX-Konzern den operativen Gewinn von zuletzt 3,7 auf 5,0 Mrd. Euro steigern. Mit den damit rechnerisch zu erwartenden Zuwächsen von jährlich rund 10 % habe die Deutsche Post die Analystenerwartung leicht toppen können.

Die große Unbekannte in der Wachstumsstory bei den Bonnern sei das Nebengeschäft mit den StreetScootern. Die Deutsche Post habe mit den Elektrotransportern womöglich einen ganz eigenen Wachstumsmarkt aufgemacht. Der Konzern habe die Kapazitäten, im laufenden Jahr bis zu 15.000 Elektrotransporter zu bauen. Angesichts von härteren Abgasvorschriften und Fahrverboten für Dieselfahrzeuge in deutschen Großstädten könne die eigene Flotte von 5.500 StreetScootern bald auch Zuwachs von anderen Logistikern bekommen. Euro am Sonntag rät angesichts der Wachstumsperspektiven und einer Dividendenrendite von 3,1 % bei der Aktie der Deutschen Post mit einem Kursziel von 43 Euro zum Kauf (15 % Potenzial).

Etwas höher liegt das Kursziel von 45 Euro des Analysehauses CFRA (21 % Potenzial). Analyst Firdaus Ibrahim begründete das „Buy“ damit, dass die Prognose des Logistikkonzerns für 2018 bis 2020 durchaus realistisch sei, weil sich die Deutsche Post auf das internationale Geschäft und den schnell wachsenden Internethandel fokussiere. Rund 29 % Kurspotenzial sieht das Kursziel von 48 Euro der US-Investmentbank Goldman Sachs vor. Analyst Matija Gergolet sah die Deutsche Post mit Blick auf die Wachstumsziele für 2020 ebenfalls auf Kurs. Die Investmentbank bestätigte außerdem die Einstufung des Titels auf der renommierten „Conviction Buy List“.

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Bildherkunft: Deutsche Post


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