Ewiges Aktien-Börsenspiel von TraderFox: Wen die Börse erst einmal am Haken hat, den lässt sie nicht mehr los – Interview mit Pilence

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In Deutschland leben rund 82,8 Mio. Menschen. Bei knapp 5 Mio. Einwohnern soll es sich laut Statistika um direkte Aktionäre (Anleger, die direkt in Wertpapiere investieren und nicht Anteile an Aktienfonds erwerben) halten. Das ist doch schon mal was – aber angesichts der vergebenen Chancen auf eine deutlich bessere Rendite als viele andere Anlageformen bieten, immer noch zu wenig. Woran kann dieses mangelnde Interesse an Aktien und dem Thema Börse liegen? Ein Grund dürfte die Unkenntnis sein über diese Anlageform. Börsen-AGs an Schulen sind zwar langsam immer häufiger zu beobachten. Studentische Börsenclubs gibt es auch an vielen Unis. Doch ein Pflichtfach „Wirtschaft, Börse, Aktien“ gibt es nicht. Dabei könnte man so viel fürs spätere Leben anhand von Börse und Aktiengesellschaften lehren und lernen.

Fakt ist, dass Börsianer eher durch Zufall entstehen als durch Förderung. Dabei kann man von Börsianern immer wieder ein Statement hören: Wen das Börsenfieber einmal gepackt hat, den lässt es nicht mehr los. Auch unserem Mitspieler Pilence, der es im ewigen Aktien-Börsenspiel im Schlussquartal 2018 mit einer Performance von 7,4 % unter die 20 besten Teilnehmer schaffte, ist es so ergangen: Wen die Börse erst einmal am Haken hat, den lässt sie nicht mehr los.

 TraderFox: Seit wann bist du an der Börse aktiv/Wie bist du zur Börse gekommen?

Pilence: Ich interessiere mich seit Juni 2016 für das Thema Börse und bin immer noch genauso fasziniert wie zu Beginn.

Mein damaliger Arbeitgeber musste mich betriebsbedingt kündigen, ich bekam eine Abfindung und wurde vier Wochen bezahlt, ohne zu arbeiten. Somit hatte ich etwas Geld übrig und viel zu viel Freizeit.

Ich war sehr viel auf YouTube unterwegs und bin heute noch froh, dass ich sehr schnell auf „Aktien mit Kopf“ bzw. Kolja Barghoorn gestoßen bin, später kamen Lars Erichsen, Dirk Müller, Jens Rabe, Martin Shkreli und Jay Medrow dazu. Alles völlig unterschiedliche Charaktere, aber jeder schafft es seine Perspektive authentisch darzustellen und seine Erfahrungen zu teilen. Vorher hatte ich ein völlig anderes Bild von der Börse und hatte eigentlich nur dubiose Gestalten erwartet. :) Das hat mich auf jeden Fall positiv überrascht.

Allgemein habe ich mich immer schon gerne und intensiv für Geopolitik interessiert und die Wirtschaft ist nun mal ein wesentlicher Bestandteil. Die Börse ist nur ein weiteres Mosaikstück für meine Perspektive aufs Big Picture.

Kannst du uns kurz erklären, welche Strategie/n du verfolgst?

Ich trade sowohl kurzfristig über mehrere Tage/wenige Monate, als auch langfristig als Altersvorsorge. Idealerweise kaufe ich von Trading-Gewinnen langfristige Aktien.

Daytrading ist natürlich eine völlig andere Disziplin als Unternehmensanalyse.
Da alles neu und spannend für mich ist, wage ich mich (noch?) an alles ran, behalte mein Money Management im Auge und sammle fleißig Erfahrungen.

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Depot von Pilence am 26. Januar 2019

 

Womit warst du zuletzt nicht zufrieden bei Depotentwicklung/Trading/etc.?

Nicht zufrieden bin ich mit der aktuellen Lage des Marktes. :) Kostolanys Spruch „Die Börse ist keine Einbahnstraße!“ trifft es ganz gut.  Wenn man 2016 gekauft hat, hat man in den meisten Fällen Gewinne gemacht.

Jetzt spitzt sich weltweit vieles auf einmal zu. Die Märkte werden nervöser. Ich bin dennoch froh, diese Erfahrungen einer stärkeren Korrektur (Stand jetzt) so früh mitzumachen. Viele Unternehmen waren wirklich sehr hoch bewertet. So habe ich auch noch verpasste Möglichkeiten wie Amazon nachgeholt.

Hast du eine tägliche Routine? Wie sieht diese aus?

Ich habe eine Watchlist mit ca. 50 Werten, schaue mir täglich die großen Indizes an, und sehe mir vor und nach der Arbeit Charts an für Trades. Ansonsten lese ich fast täglich in Büchern über Geopolitik, Börse und Wirtschaft. Davon erwarte ich langfristig mehr Wissen, als vom täglichen Lesen der News bzw. Noise.

Setzt du dein Vorgehen auch in der Realität um?

Beim Trading warte ich auch immer den Tagesverlauf ab, so kann ich einschätzen, ob die Marken und Ziele noch gültig sind und wie der Markt gerade tickt. Passt etwas nicht, findet der Trade nicht statt. Wichtig ist mir, dass ich Stopp Loss und Take Profit vorher festsetze und dann erst starte. Meist teile ich Gewinnmitnahmen auf.

Bei mehrwöchigen Trades kaufe ich auch nach, wenn der Trade in eine gute Richtung läuft und ziehe den Stopp Loss nach. Bei den langfristigen Käufen achte ich weniger auf aktuelle Charts, kaufe allerdings nur, wenn die Heimatbörse der Aktie geöffnet ist.

Kannst du dich mit Familie, Freunden oder Bekannten über Aktien unterhalten?

Ich bin mir sicher, dass es den meisten Börsianern da ähnlich geht.

In der Familie ist man eigentlich der einzige. Freunde gucken einen skeptisch an.

Arbeitskollegen fragen ob ich mehr als sie verdiene, da ich mich mit Aktien befasse.
Ich konnte tatsächlich meinen Bruder anstecken, dessen Depot mittlerweile auch an meinem vorbeigezogen ist. Wir haben unterschiedliche Ansätze und können uns immer wieder austauschen.

 Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg im weiteren Verlauf des ewigen Aktien-Börsenspiels!

 

Mach selbst mit:

Das nächste Quartal hat gerade erst begonnen, die Karten werden nun wieder neu gemischt und somit erhalten auch neue Spieler im  ewigen Aktien-Börsenspiel oder Spieler, die in den letzten drei Monaten Rückschläge einstecken mussten, eine frische Chance auf einen Quartalsgewinn.

 TIPP:
Zeige dein Talent für erfolgreichen Aktienhandel. In unserer ewigen Aktien-Rangliste werden deine langfristigen Leistungen dokumentiert. In den Quartals- und Jahresrankings kannst du tolle Preise gewinnen.

>Das ewige Aktien-Börsenspiel ist ein absolut realistisches Börsenspiel!



Bildherkunft: Photo by Samuel Zeller on Unsplash


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