Infineon: Hält das Stimmungshoch an?

Gastbeiträge Christian-Hendrik Knappe 148 Leser
Infineon sorgte mit seinen jüngsten Quartalsergebnissen für Anlegerjubel. Außerdem profitiert der Münchner Halbleiterkonzern von den Wachstumsaussichten, die sich im Bereich Elektromobilität und anderen Zukunftsbranchen bieten. Allerdings besteht die Gefahr, dass diese positiven Aussichten im Aktienkurs bereits eingepreist sind. Auch der schwache US-Dollar könnte ein Spielverderber sein.

Mittlerweile gehört die Infineon-Aktie zu den erfolgreichsten DAX-Titeln in 2018. Zwischendurch erlebte das Papier einen Durchhänger. Schuld an der zwischenzeitlichen Kursdelle waren die allgemeinen Börsenturbulenzen und die Schwäche einiger großer US-Technologietitel wie Facebook oder Amazon. Inzwischen scheint diese Phase jedoch vorbei zu sein. Für eine deutliche Kursbelebung sorgten die Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2017/18 (Ende März). Infineon konnte überzeugen, obwohl dem Unternehmen ein schwacher US-Dollar etwas Gegenwind bescherte.

Laut Unternehmensangaben vom 3. Mai 2018 wurden die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent auf 1,84 Mrd. Euro gesteigert. Das Segmentergebnis legte um 6 Prozent auf 314 Mio. Euro zu, während die Segmentergebnis-Marge damit bei 17,1 Prozent lag. Der Nettogewinn wurde dank eines Anteilsverkaufs auf 457 Mio. Euro sogar mehr als verdoppelt. Die Auftragslage ist derart gut, dass Infineon gar nicht sämtliche Bestellungen annehmen konnte. Aus diesem Grund soll der Kapazitätsausbau beschleunigt werden. Das Management identifizierte vor allem Antriebslösungen für Elektrofahrzeuge, Hochgeschwindigkeitszüge oder auch die erneuerbare Stromerzeugung als Wachstumstreiber. Auch bei Halbleitern für die Stromversorgung von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz steigt die Nachfrage.

Nicht umsonst hat Infineon am 11. Mai 2018 ein neues Entwicklungszentrum am Standort Dresden angekündigt. Ein Schwerpunkt soll die Entwicklung neuer Produkte und Lösungen für Automobil- und Leistungselektronik sowie Künstliche Intelligenz sein. Das Infineon-Management geht davon aus, dass der positive Trend anhalten wird. Daher wurden die Gesamtjahresziele leicht angehoben. Die Umsatzerlöse sollen um 4 bis 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. Die Segmentergebnis-Marge wird bei 17 Prozent gesehen.

Das Infineon-Management und Marktteilnehmer wissen jedoch nicht erst seit gestern von den Wachstumsmöglichkeiten, die sich dem Chiphersteller aus der Transformation der Automobilindustrie bieten. Entsprechend könnten die positiven Aussichten bereits eingepreist sein. In den beiden vergangenen Jahren hat sich der Kurs der Infineon-Aktie in etwa verdoppelt. Allerdings ist die Kursrallye im Herbst des vergangenen Jahres zum Stehen gekommen. Außerdem kann das Halbleitergeschäft sehr stark zyklisch verlaufen. Infineon & Co erleben nun schon seit einiger Zeit eine Boom-Phase, so dass der nächste Abschwung jederzeit erfolgen könnte. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass die Wechselkursbelastungen nur noch größer werden.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Infineon-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DM642G) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 4,61, die Barriere bei 19,90 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DM72MB, aktueller Hebel 4,74; Barriere bei 27,75 Euro) auf fallende Kurse der Infineon-Aktie setzen.

Stand: 15.05.2018

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