Hallo Nachbar! Die 3 trendstabilsten Aktien Belgiens

Blog Max Braunleder 1.182 Leser
Rund 30.500 km² Fläche, dazu mit Deutsch, Französisch und Niederländisch drei offizielle Amtssprachen, 11,4 Millionen Einwohner und ein König - neben Luxemburg ist Belgien Deutschlands zweitkleinster Nachbar. Mit der Hauptstadt Brüssel und ihren 1,1 Millionen Einwohnern, dazu dem Sitz der Europäischen Union sowie der NATO spiegelt die Größe jedoch keineswegs die Bedeutung des mitteleuropäischen Staates für Europa und die Welt wieder. Als Gründungsmittglied der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft EWG (heutige EU) war der gute, wirtschaftliche Stand des kleinen Staates schon 1957 eines der Hauptanliegen seiner Regierung. Mit einem 2016er BIP pro Kopf von 41.283 USD liegt Belgien heute sogar vor Großbritannien (40.096 USD) oder Frankreich (38.128 USD). Im Folgenden möchte ich Ihnen die belgischen Trendstabilitäts-Highflyer über die letzten 3 Jahre vorstellen:

Trend Belgien 
  1. Umicore S.A. (3-Jahres Trendstabilität 15,18)
 Die Aktie des Materialtechnologie- und Recyclingkonzerns Umicore führt die Rangliste der trendstabilsten Papiere Belgiens mit einem Wert von 15,18 an. Den Großteil der nicht unbeträchtlichen Umsätze – 2016 waren es rund 11,6 Mrd. Euro – erwirtschaftet das Unternehmen mit 10.000 Mitarbeitern und Hauptsitz in Brüssel durch nachhaltige Technologien wie Recycling und Katalysatoren, aber auch mit Hilfe der durch das Elektroauto immer wichtiger werdenden Materialien für wieder aufladbare Batterietechnik oder Photovoltaik. Neben Unternehmen der Automobilindustrie zählen u. a. auch Firmen der Halbleiter-, Mikroelektronik-, Feinchemie-, Biotechnologie- oder Pharmaziesparten zu Umicores Kunden. Durch das steigende Umweltbewusstsein vieler Kunden wächst auch der Druck auf Unternehmen, Produkte möglichst nachhaltig und umweltschonend zu produzieren, bzw. umweltschonende Produkte an sich anzubieten. Hiervon können Unternehmen wie Umicore profitieren, indem sie dementsprechende Lösungen anbieten. Einer der Haupttreiber für Umicore war in den vergangenen Monaten wie schon im vergangenen Jahr die rasant wachsende Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien, die das Unternehmen dazu veranlasste, Mitte des Jahres ein Investitionsprogramm in Höhe von 300 Millionen Euro bis 2019 für die Produktion von Nickel-Mangan-Kobalt (NMC)-Kathodenmaterialien ins Leben zu rufen. Hierbei soll auch weiter an vielversprechenden Verfahren gearbeitet werden, durch die aus Industrieabfällen und Reststoffen Rohstoffe wie Kobalt, Nickel und Mangan extrahiert werden können. Möglich machte dieses Programm auch die Beilegung eines Patentstreits mit dem deutschen Chemieriesen BASF, was den zuvor untersagten Import von Nickel-Mangan-Cobalt-Kathodenmaterialien von Umicore in die USA nun wieder ermöglicht.

Umicore

  1. Galapagos N.V. (3-Jahres Trendstabilität 14,66)
Das Biotechunternehmen Galapagos mit Hauptsitz in Mechelen fokussiert sich auf Produkte in klinischen und präklinischen Phasen im Kleinmolekül- bzw. Antikörperbereich. Vor allem der Einfluss von Proteinen bei der Entstehung von Krankheiten wie Arthritis, Darmerkrankungen oder Fibrose, und das darauf basierende Abstimmen der Moleküle auf das Entgegenwirken zählt zu den Kernkompetenzen des 1999 gegründeten Unternehmens. Zuletzt stand Galapagos als Partnerunternehmen der deutschen Morphosys AG aufgrund von guten Ergebnissen einer Phase-1-Studie des Wirkstoffprogramms MOR106 bei Patienten mit schwerer Neurodermitis im Fokus. Basierend auf der von Morphosys entwickelten Antikörper-Plattform Ylanthia konnte ein Antikörper (MOR106) erzeugt werden, der das von Galapagos identifizierte und entzündungsfördernde Zielmolekül IL-17C blockiert, und so die Entstehung der Erkrankung verhindern soll. Die positiven Studien sind einer der Hauptgründe dafür, dass die Aktie des Unternehmens in den vergangenen 12 Monaten fast 50% zulegen konnte.

Galapagos

  1. Sofina SA (3-Jahres Trendstabilität 14,15) 
Die Investment Holding Gesellschaft Sofina SA mit Sitz in Brüssel setzt den Fokus vor allem auf die Förderung privater und börsengelisteter Unternehmen mit Hilfe von Wachstumskapital und Expertise, sodass Unternehmer langfristig ihre Geschäftsmodelle verwirklichen, optimieren bzw. skalieren können. Hierbei liegt das Augenmerk nicht unbedingt auf Kleinunternehmen, sondern besonders auf Gründer- oder familiengeführten Unternehmen mit einem Unternehmenswert zwischen 250 Mio. und 3 Mrd. Euro, die beispielsweise Kapitalspritzen zwischen 75 und 200 Mio. Euro benötigen. Je höher das Investment, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sofina auch Sitze im Aufsichtsrat beansprucht, um notfalls eingreifen zu können. Das Angebot des Unternehmens richtet sich vor allem an Firmen, die entweder mit Hilfe von Akquisitionen/globaler Expansion wachsen, oder beispielsweise mittels Aktienrückkäufen ihr Unternehmen ganz vom Kapitalmarkt nehmen wollen. Sofina tritt dabei jedoch stets als Minderheitsinvestor auf, um den Unternehmen trotz Aufsichtsratssitzen das Vertrauen und das Erhalten der eigenen Kontrolle zu signalisieren. Mit vielversprechenden Beteiligungen, z. B. an Technologieunternehmen, will Sofina den eigenen Wachstumskurs weiter vorantreiben, was das Unternehmen zuletzt u. a. zu einer Beteiligung am Biotechunternehmen MedGenome verleitete. MedGenome ist eines der führenden Unternehmen für genetische Krankheitsdiagnosen in Indien. Durch das u. a. von Sofina getätigte Investment sollen nun die DNA-Tests für Krankheiten wie Tuberkulose expandiert werden.

Sofina

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