Kion – Die Hoffnung stirbt zuletzt und Analysten sehen weiterhin viel Spielraum nach oben

Wer antizyklische Investmentchancen sucht, der hat inzwischen lange genug gewartet. Überall bieten sich tolle Discounts bei Top-Performern der letzten Jahre. Es ist fast wie Weihnachten – man kann sich gar nicht entscheiden, was denn vom Wunschzettel als erstes besorgt werden soll. Wenn da nicht die Angst wäre, dass alles nach Weihnachten im Schlussverkauf noch mal billiger werden könnte.

Aber vielleicht sollten Aktionäre mal einen Blick auf die Aktie des MDAX-Konzerns Kion werfen. Laut Börse Online notierte der Titel bereits rund ein Drittel unter dem Jahreshoch. Offensichtlich sei dem breiten Markt entgangen, dass die Krise bei dem Spezialisten für Gabelstapler und Flurförderfahrzeuge ein Ende gefunden haben könnte. Es gehe seit geraumer Zeit operativ aufwärts. Im 3. Quartal habe Kion beim Auftragseingang ein Plus von 11,8 % auf 6,37 Mrd. Euro verzeichnet. Der Konzernumsatz habe um 2,4 % auf 5,77 Mrd. Euro zugelegt.

Frischer Wind beflügele das Geschäft mit Lieferkettenlösungen. Dabei gehe es um die Automatisierung von Lagersystemen. Hier wirke sich die Übernahme des US-Konzerns Dematic vor 2 Jahren nun positiv aus. Zuletzt habe Kion auch die Lieferengpässe bei einigen Zulieferern unter Kontrolle bekommen. Im 3. Quartal habe der MDAX-Konzern eine operative Marge von 9,3 % realisiert.

Wenn Kion auch die Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr erfüllen könne, dann sei auch für das Geschäftsjahr 2018 eine operative Marge von rund 9 % drin. Die Ertragsdelle der zurückliegenden beiden Jahre mit einer Gewinnmarge von lediglich 7 % sei dann ausgestanden. Angesichts eines prognostizierten Gewinnanstiegs von durchschnittlich 25 % in den kommenden beiden Geschäftsjahren verfüge der Titel über reichlich Spielraum nach oben. Börse Online rät daher mit einem Kursziel von 65 Euro zum Kauf (35 % Potenzial).

Noch einmal 3 Euro mehr hält die US-Investmentbank Morgan Stanley mit einem Kursziel von 68 Euro für möglich bei dem MDAX-Titel (42 % Potenzial), auch wenn das Ziel zuletzt um 2 Euro gesenkt wurde. Die Einstufung mit „Overweight“ wurde allerdings belassen. Analyst Ben Uglow wies in seiner Einschätzung darauf hin, dass die Aktie des Gabelstaplerherstellers zu den Werten mit den größten Abwärtsrisiken im Investitionsgütersektor zähle, wenn es zu einer negativen Konjunkturentwicklung und neuen US-Importzöllen kommen sollte. Andererseits könne Kion aber zu den größten Gewinnern zählen, wenn neue Strafzölle ausblieben und die Wirtschaft weiter moderat wachse.

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Bildherkunft: KION/Still


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