21 kaufenswerte Dividenden-Aristokraten

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Dividenden sind für Aktionäre mehr als nur ein schönes Zubrot. Denn vereinnahmte Ausschüttungen bessern nicht nur das Einkommen auf, sondern Dividenden hatten in der Vergangenheit allgemein einen großen Anteil an der mit Aktien zu erzielenden Gesamtperformance.

So gesehen ist es nachvollziehbar, wenn verlässliche Dividendenzähler, die im Idealfall auch noch ihre Ausschüttungen stetig erhöhen, bei den Anlegern besonders beliebt sind. Einen hervorgehobenen Status haben folgerichtig die so genannten Dividenden-Aristokraten inne. Gemeint sind damit Aktien, die mindestens 25 Jahre ohne Unterbrechung jedes Jahr die Dividenden angehoben haben.

Aufmerksam wird in diesem Zusammenhang von Marktteilnehmern auch die bereits seit einiger Zeit von CFRA (früher S&P Capital) erstellte S&P 500 Dividend Aristocrats Liste verfolgt. Hier ist es so, dass es in der Liste für 2018 keinen Absteiger gibt. Das ist eine positive Botschaft, nachdem die im Vorjahr von General Electric gestrichene Dividende ganz allgemein eine sehr negative Nachricht für die US-Dividendenlandschaft war. Denn schließlich handelt es sich bei dem Industrie-Konglomerat um ein Urgestein aus dem Dow Jones Industrial Average mit ganz viel Börsentradition.

Drei neue Dividenden-Aristokraten

Abgesehen davon war 2017 aber ein gutes Dividendenjahr in den USA. 417 der 500 im S&P 500 Index vertretenen Unternehmen zahlten für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende. Im Schnitt beliefen sich die Dividendenerhöhungen auf 11,36 %, nach plus 10,51 % im Vorjahr. Das ist deutlich mehr als das, was die meisten Amerikaner an Lohnerhöhungen bekommen haben. CFRA Content Director Beth Piskora bringt das zu dem folgenden Rat: „Wenn Sie eine Gehaltserhöhung wollen, dann schauen Sie sich besser Aktien an und blicken nicht zu ihrem Boss.“

Mit Wirkung zum 01. Februar sind drei Neulinge zu den Dividenden-Aristokraten gestoßen. Konkret handelt es sich dabei um den Wasserheizungs-Hersteller A.O. Smith, den Gase-Hersteller Praxair und um das Industrie-Konglomerat Roper Technologies.

Auch wenn 2017 ein Börsenjahr war, das offenkundig mehr von Investoren geprägt war, die auf Wachstum als auf Dividenden aus waren, lohnt es sich immer wieder langfristige Investoren an die Bedeutung von Dividenden für die langfristige Gesamtrendite zu erinnern. CFRA Chief Investment Strategist Sam Stovall, argumentiert regelmäßig wie folgt zugunsten von dividendenorientiertem Investieren:

„Von Januar 1926 bis Dezember 2017 betrug die annualisierte Gesamtrendite für den S&P 500 laut S&P Dow Jones Indizes 10,3 %, und die Dividendenkomponente entsprach fast 40 % dieser Rendite", so Stovall. "Abgesehen davon, dass sie die Kurse ankurbeln, trugen Dividenden tendenziell zu mehr Performance-Stabilität bei - das gilt insbesondere in Phasen von Kursrückschlägen am Gesamtmarkt. Es gibt eine alte Investitionsmaxime, die besagt, dass je weniger man bei Marktrückgängen verliert, desto weniger muss man anschließend wieder aufholen, um in die Gewinnzone zurückzukehren.“ Als Beweis dafür verweist Stovall auf den S&P 500 vom 31. Dezember 1999 bis zum 31. Dezember 2017. Denn da erzielte dieser eine kumulierte Gesamtrendite von 158 %, während die S&P 500 Dividenden-Aristokraten eine kumulierte Rendite von 496 % schafften.
Dividendenzahler mit breiterer Branchenverteilung

S&P Dow Jones hat im Laufe der Jahre das Konzept der "Dividenden-Aristokraten" erweitert. Jetzt gibt es neben den S&P 500 Dividend Aristocrats auch den S&P High Yield Dividend Aristocrats Index, der die Performance von Unternehmen innerhalb des breiteren Multi-Cap S&P Composite 1500 misst, die seit mindestens 20 Jahren jedes Jahr die Dividende kontinuierlich erhöht haben. Auch diese breitere Gruppe von "Aristokraten" erlitt 2018 keine Abgänge, dafür kamen 5 neue Aktien hinzu: American States Water, Bank of the Ozarks, California Water Services Group, C.H. Robinson Worldwide und J.M. Smucker.

Erwähnenswert sind auch die gestiegenen Chancen, Dividendenwerte auch in Sektoren zu finden, die traditionell eher als wachstumsstark statt dividendenorientiert wahrgenommen wurden. Innerhalb des S&P 500 sind die höchsten Dividendenrenditen zwar nach wie vor in den Bereichen Telekommunikationsdienstleistungen (Durchschnittsrendite 5,3 %), Immobilien (3,7 %) und Energieversorger (3,7 %) zu finden. Die drei Sektoren, die ab dem 12. Januar 2018 den größten Beitrag zur Ausschüttung der Gesamtdividende leisteten, waren jedoch die Informationstechnologie (16,24-% Beitrag von seinen 46 dividendenzahlenden Mitgliedern), Finanzen (13,18 %-Beitrag von seinen 64 Zahlern) und Gesundheitsfürsorge (12,37 %-Beitrag von seinen 35 Zahlern).

Hier eine Übersicht der 2018er S&P 500 Dividenden-Aristokraten, welche die CFRA-Aktienanalysten zudem mit einem 5- oder 4-Sterne-Ranking und damit einer starken oder einer einfachen Kaufempfehlung versehen haben:dividendenratingcfra

Zielgerichtet in die führenden Dividenden-Aktien investiert


Die Investition in ausgewählte Blue-Chip-Dividendenaktien gehört zu den sichersten Strategien, um an den Aktienmärkten langfristig ein Vermögen aufzubauen. Dividendenaktien von hochkapitalisierten Unternehmen werfen langfristig höhere Renditen als der Gesamtmarkt ab und bieten einen guten Schutz in unsicheren Börsenzeiten. Es gibt mehrere empirische Studien, die darauf hindeuten.

Mit dem QIX Dividenden Europa steht Anlegern nun ein Index für den langfristigen Vermögensaufbau zur Verfügung, der gezielt auf stabile und zuverlässige Dividendenzahler in Europa setzt. Neben einer hohen Dividendenrendite zeichnen sich Indexvertreter durch ein hohes Maß an Stabilität aus. Ein wichtiges Kriterium beim Regelwerk, das über eine Indexaufnahme entscheidet, ist zum Beispiel die Dividendenkontinuität. Aktien von Unternehmen, seit vielen Jahren ununterbrochen ihre Dividenden steigen können, werden bevorzugt. Ziel ist es, in Aktien investiert zu sein, die hohe Dividenden ausschütten und das mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch weiterhin tun werden. Erhaltene Dividenden werden in den Index reinvestiert (Total Net Return Index).

Der amerikanische Investor, Buchautor und Vermögensverwalter James O`Shaughnessy hat sich auf die quantitative Analyse des Aktienmarktes spezialisiert und leitet aus seinen Forschungen konkrete Investmentmodelle ab. Das Ergebnis seiner ausgiebigen Forschungen hat O`Shaughnessy in dem Buch „What works on Wall Street“ zusammengefasst. Das Buch gilt mittlerweile als Klassiker. Es beinhaltet eine statistische Untersuchung über diverse Anlagestrategien.

O`Shaughnessy hat die Performance eines Portfolios im Zeitraum 1951 bis 2003 untersucht, das sich aus 50 hoch kapitalisierten Aktien mit den jeweils höchsten Dividendenrenditen zusammensetzt. Die Ergebnisse waren umwerfend. Sie zeigen eine deutliche Anomalie im Rendite-Risiko-Profil. Die 50 Top-Dividendenzahler konnten im Untersuchungszeitraum mit 15,02 % um gut 2 Prozentpunkte stärker steigen als der Markt und gleichzeitig war der maximale Drawdown mit -28,95 % um über 17 Prozentpunkte geringer als der des Marktes. Zusammengefasst: Blue-Chip-Dividendenaktien erzielten mehr Rendite als der Markt bei weniger Risiko. (Quelle James P. O`Shaughnessy: Die besten Anlagestrategien aller Zeiten, 3. Auflage, S. 187).

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt TraderFox. TraderFox, eine Tochterfirma von finanzen.net, hat sich u.a. auf regelbasierte Anlagestrategien und deren empirische Simulation spezialisiert. TraderFox modellierte einen Dividendenindex, der als Kennzahl die adjustiere Dividendenrendite beinhaltet. Was in der klassischen Dividendenrendite unberücksichtigt bleibt, ist die Betrachtung von Aktienrückkäufen. In den USA tendieren Unternehmen aus steuerlichen Gründen eher zu Aktienrückkäufen als zu direkten Dividendenausschüttungen. Die Aussagekraft ist die Gleiche: Ein Unternehmen generiert hohe Cashflows, die an die Aktionäre ausgeschüttet werden können.

Der von TraderFox modellierte Dividenden-Index erzielte im Zeitraum von 1998 bis Mai 2017 eine Performance von durchschnittlich 13,65 % pro Jahr. Es entspricht einer Outperformance von etwa 6 % pro Jahr gegenüber dem S&P 500. Der TraderFox-Index ist seit dem 02. Oktober 2015 börsennotiert und kann seitdem im realen Handel die Vorhersagen des Modells absolut bestätigen. Die Rendite beträgt seit Start. +38,90 % (Quelle: qix.capital).

Der QIX Dividenden Europa Index macht sich die empirischen Erkenntnisse zu Nutze, dass Blue-Chip-Dividendenaktien langfristig hohe und sichere Renditen abwerfen. Der neue Index setzt ganz gezielt auf die Crème de La Crème der europäischen Dividenden-Blue-Chips. Das Auswahluniversum besteht aus allen europäischen Aktiengesellschaften mit mindestens 10 Mrd. € Marktkapitalisierung, deren Aktienhandel an der entsprechenden Hauptbörse die Mindestliquidität von 4 Mio. € täglichem Handelsvolumen (Durchschnitt der vergangenen 3 Monate) erfüllt. Mit dieser Fokussierung auf hochkapitalisierte Aktien soll Sicherheit erreicht werden.

Alle Unternehmen im Auswahluniversum werden einem Ranking unterzogen, das die Ausprägungen der verschiedenen Selektionskriterien miteinander vergleicht. Entsprechend erhält jedes Unternehmen des Auswahluniversums anschließend einen Rang. Je höher der Rang, desto stärker bildet ein Unternehmen die Selektionskriterien ab. Folgende Kriterien werden zur Ermittlung der Ränge verwendet:
  • Hohe Dividendenrendite (gemessen an der zuletzt gezahlten und erwarteten Dividende),
  • Hohe Dividendenkontinuität (Anzahl der Jahre in Reihe gezahlter Dividenden)
  • Hohes Gewinnwachstum (Geometrisches Mittel des 5-Jahres-Umsatzwachstums)
  • Hohe Gewinnwachstumsstabilität (Niedriger Quotient aus der Standardabweichung des numerischen Gewinnwachstums und des durchschnittlichen Umsatzes)
  • Niedrige Renditevolatilität der Wochenrenditen (über die letzten 3 Jahre) und der Tagesrenditen (über das letzte Jahr)
  • Stabilität des Aktienaufwärtstrends (niedrige Standardabweichung aller jährlichen Kurszuwächse über die vergangenen 5 Jahre im Verhältnis zur Kursspanne)
In den Index werden diejenigen 25 Aktien aufgenommen, die unter diesem Ranking die höchsten Ränge belegen. Zusätzlich gilt, dass sich nur Aktien für die Indexaufnahme qualifizieren, wenn die Dividendenrendite bezogen auf die zuletzt ausgeschüttete Dividende größer ist als der entsprechende Median im Auswahluniversum. Zudem wird folgende fixe regionale Allokation vorgenommen (es gilt jeweils der Unternehmenshauptsitz):






Region Anzahl Unternehmen im Index
Deutschland 6
Großbritannien 5
Frankreich 4
Skandinavien 3
Schweiz 3
Andere 4
Gesamt 25

Es gilt außerdem, dass pro Region nur maximal 50% aller enthalten Unternehmen einer Branche zugehörig sind. Alle Indexbestandteile sind zum Zeitpunkt des Indexstarts und nach jeder ordentlichen Anpassung gleichgewichtet. Zum Zeitpunkt jeder Anpassung wird dieses Ranking erneut durchgeführt und Index-Zugänge entsprechend der Anpassungsregeln aufgenommen.

Eine ordentliche Anpassung erfolgt quartalsweise am jeweiligen ersten Handelstag der Monate Januar, April, Juli und Oktober. Die erste ordentliche Anpassung findet am 01. Juli 2017 statt. Am Selektionstag (3 Handelstage vor dem Anpassungstag) wird das Auswahluniversum entsprechend 2.1 neu bestimmt. Entsprechend 2.2 werden die im Auswahluniversum enthaltenen Aktien gerankt.Bei jeder ordentlichen Anpassung wird aus jeder in 2.2 genannten Region das letztplatzierte Unternehmen für einen Austausch geprüft. Das Unternehmen wird dann entfernt, wenn es in der entsprechenden Region ein höherplatziertes Unternehmen gibt, welches den in 2.2 genannten Kriterien (Median-Kriterium, Branchen-Beschränkung) genügt. Das entfernte Unternehmen wird anschließend durch das höherplatzierte Unternehmen ersetzt. Nach der ordentlichen Anpassung wird jedes Indexmitglied zu gleichen Teilen im Index gewichtet.

Wenn Sie den QIX Dividenden Europa Index nachbilden wollen, bietet sich ein Index-Tracker der UBS an.


Hinweis: Da der QIX Dividenden Europa Index von finanzen.net und der Traderfox GmbH, einer Tochtergesellschaft der finanzen.net GmbH, entwickelt wurde, partizipieren die finanzen.net GmbH und die TraderFox GmbH indirekt oder direkt an der Vermarktung des QIX Dividenden Europa. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.
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