Blackberry – Erfindet sich mit Tochter QNX ganz neu!

Es ist schon einige Jahre her, dass Blackberry als Trendsetter bei Smartphones galt. Geschäftsleute konnten ohne ihr Handy mit den großen Tastaturen nicht exisitieren. Doch dann rollten Apple mit dem iPhone und Samsung mit der Galaxy-Reihe den Smartphone-Markt auf und Blackberry geriet in Existenznot. 2008 mussten Anleger mit fast 148 USD die Höchstpreise für die Aktie zahlen. Ende 2013 schienen bei Kursen um 5,75 USD die Lichter für Blackberry auszugehen.

Wenn man heute die Homepage von Blackberry aufruft, dann  sieht man gleich, dass der Konzern mit der Vergangenheit abgeschlossen hat. Es gibt keine Ankündigung mehr für das neueste Blackberry-Modell. Seit 2016 werden Smartphones unter dem Namen Blackberry nur noch in Lizenz hergestellt. Software ist das neue Blackberry-Geschäft. Blackberry hat sich unter dem CEO John S. Chen zu einem Spezialisten für Enterprise Software und Internet-of-Things-Technologie gewandelt. Als Faustpfand in diesem Wandel stellt sich immer mehr die Tochter QNX heraus.

QNX entwickelt Plattformen, die beipielsweise von großen Autoherstellern für Infotainment- und Telematik-Systeme eingesetzt werden. Das System dient dazu, Musikstreaming, Navigation und Spracherkennung zu ermöglichen. QNX ist dabei so erfolgreich, dass die Software inzwischen in mehr als 60 Millionen Autos zum Einsatz kommt. Zu den Kunden zählen über 40 große Autokonzerne. Laut dem Marktforschungssinstitut TechNavio sei QNX mit einem Marktanteil von 46 % der Marktführer für diese Anwendungen.

Laut Der Aktionär wolle Blackberry mit den QNX-Plattformen nun den nächten großen Zukunftsmarkt in der Autobranche zu adressieren. QNX solle sich als Go-To-Partner der Branche für alle Fragen des selbstfahrenden Autos positionieren. Gelinge dieses Vorhaben, könne sich die Tochterfirma laut Der Aktionär zu einem potenziellen „Gamechanger“ für den Konzern entwicklen.

Erste Erfolge diesbezüglich habe Blackberry bereits im Januar präsentiert. Ein Konzeptauto habe unter Verwendung von Radar, Frontkameras, LiDAR ( Light detection and ranging = eine Methode zur optischen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung) und GPS keine Probleme mit der Erkennung von Hindernissen im Straßenverkehr gehabt, gefährliche Fahrsituationen antizipiert und vor möglichen Kollisionen gewarnt. Der QNX-Software komme dabei die Aufgabe zu, alle gewonnenen Daten in Echtzeit zu sammeln und offline aufzuzeichnen. Laut Experten verfüge die Blackberry-Tochter derzeit über das beste Produkt in diesem Markt, obwohl auch starke Konkurrenten wie Microsoft und Linux an ähnlichen Lösungen arbeiteten.

Im Geschäftjahr 2016 habe Blackberry bereits 23 % des Gesamtumsatzes mit der Software-Sparte inklusive QNX erwirtschaftet. In den kommenden Jahren dürfe der Anteil stark zulegen. Der einstige Hardwarepezialist sei laut Der Aktionär auf bestem Wege, sich zu einem hochprofitablen Softwareanbieter zu wandeln. Wenn die Börse die neue Rolle als „Pure-Play im Bereich selbstfahrendes Auto“ erkenne, könne das Kurspotenzial der Aktie enorm sein. Zudem dürfe Blackberry aufgrund der Expertise in diesem Zukunftsmarkt durchaus ein attraktives Übernahmeziel für Apple, Google und alle anderen Unternehmen werden, die sich in diesem Markt positionieren wollen. Der Aktionär rät Anlegern daher mit einem Kursziel von 15 Euro zum Kauf und sieht damit über 50 % Kurspotenzial für den Titel.

blackberry-juni

 

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