Darum ist die Rendite bei Dividendenaktie der Woche so einzigartig

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Erst Mitte des Jahres hatte Energias de Portugal (EDP) mit der für 2017 erfolgten Dividendenausschüttung seine Verpflichtungen gegenüber den Aktionären bekräftigt. Trotz jahrelang hoher Investitionen wurden sie in der Vergangenheit aber mit stattlichen Renditen von im Schnitt 7,0% verwöhnt. Aber auch aktuell ergibt sich eine lukrative Dividende von 6,1%. Das insgesamt robuste Geschäftsmodell des Versorgers und der damit verbundene hohe Cashflow macht dies letztendlich möglich.

Energias de Portugal (EDP) hat sich in den letzten Jahren von Lissabon aus zu einem der größten Energieversorger auf der iberischen Halbinsel entwickelt. Neben der Energiegewinnung aus Kohle und Gas konzentriert sich die Unternehmensgruppe verstärkt auch auf alternative Energien wie Wind- und Wasserkraft. In der Region ist EDP inzwischen auch einer der größten Windenergieerzeuger. Bei der Strom- und Gaserzeugung sowie im Vertrieb ist der portugiesische Energiekonzern zudem in mehreren europäischen Ländern aktiv. Neben den Geschäften in Spanien und Portugal werden Tochtergesellschaften und Energieanlagen in Frankreich, Belgien und Rumänien betrieben. Darüber hinaus ist EDP auch auf dem amerikanischen und brasilianischen Markt stark präsent.

Übernahme durch chinesischen Staatskonzern verzögert sich


Die derzeitigen Verhandlungen um eine mögliche Komplettübernahme von EDP durch den chinesischen Staatskonzern China Three Gorges (CTG) sind ins Stocken geraten. Bereits im Mai hatten die Chinesen mit einer 9,1 Mrd. Euro schweren Offerte angekündigt, die Mehrheit an dem portugiesischen Energieversorger übernehmen zu wollen. Angesichts regulatorischer Hürden, die noch geklärt werden müssen, dürften sich die Gespräche bis Anfang 2019 hinziehen, räumte der EDP-Vorstand vergangene Woche gegenüber Journalisten ein. Es sei zwangsläufig ein längerer Prozess, da mehrere Länder wie die USA und die EU sowie deren Behörden involviert sind. Mit dem bestehenden Anteil von derzeit 23% ist CTG bereits der größte Aktionär des Konzerns. Seitens der Chinesen ist auch eine Aufstockung auf mehr als die Hälfte geplant. Der EDP-Aufsichtsrat hat allerdings das Übernahmeangebot von 3,26 Euro als deutlich zu niedrig zurückgewiesen. Auch der Vorstand der Konzerntochter Renovaveis hatte Bedenken angemeldet, da eine Übernahme in der bisher geplanten Form das US-Geschäft gefährden würde. EDP besitzt immerhin gut 83% an der Windkrafttochter und ist mit dieser Sparte vor allem auf dem amerikanischen Windmarkt aktiv.

Kurz nach der Offerte kontaktierte CTG dann auch verschiedene europäische Energieversorger und sprach mit ihnen dabei über den Erwerb der auf erneuerbare Energien spezialisierten EDP-Tochter. Damit sollen vor allem die US-Aufsichtsbehörden ruhig gestellt werden, da der Deal aufgrund des laufenden Handelsstreits zwischen China und den USA bereits unter besonderer Beobachtung steht. Aber auch in Europa dürfte es schwierig werden die Transaktion so ohne weiteres durchzuziehen. Gerade weil der chinesische Staat bereits eine bedeutende Beteiligung an dem portugiesischem Stromnetzbetreiber REN hält, wäre dies mit EU-Regularien unvereinbar.


Fürstliche Rendite dank hohem Cashflow


Erst Mitte des Jahres hatte Energias de Portugal mit der für 2017 erfolgten Dividendenausschüttung seine Verpflichtungen gegenüber den Aktionären bekräftigt. Trotz jahrelang hoher Investitionen in das Geschäft mit Erneuerbarer Energien wurden die Anleger in der Vergangenheit mit stattlichen Dividenden verwöhnt. Zwar hat das Management bei EDP die Gewinnausschüttung von 2011 bis heute mit 0,19 Euro unverändert belassen. Dennoch lag die Kapitalrendite allein in den letzten 5 Jahren bei durchschnittlich 7,0%. Aber auch aktuell ergibt sich eine lukrative Rendite von 6,1%. Vor allem das insgesamt robuste Geschäftsmodell des Versorgers und der damit verbundene hohe Cashflow hat dies letztendlich ermöglicht.

Energias de Portugal befindet sich im Dividenden-Auswahlindex QIX Dividenden Europa. Der QIX Dividenden Europa ist ein Aktien-Index, der gezielt auf stabile und zuverlässige Dividendenzahler in Europa setzt. In den Index werden 25 europäische Aktien aufgenommen, die sich nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk dafür qualifizieren. Neben einer hohen Dividendenrendite berücksichtigt das Regelwerk dabei fundamentale Kriterien wie Dividendenkontinuität, Dividendenwachstum oder Gewinnwachstum. Auch technische Aspekte wie stabile Kursverläufe mit niedriger Volatilität fließen in das Ranking mit ein.

 

Wenn Sie den QIX Dividenden Europa Index nachbilden wollen, bietet sich ein Index-Tracker der UBS an.

Hinweis: Da der QIX Dividenden Europa Index von finanzen.net und der Traderfox GmbH, einer Tochtergesellschaft der finanzen.net GmbH, entwickelt wurde, partizipieren die finanzen.net GmbH und die TraderFox GmbH indirekt oder direkt an der Vermarktung des QIX Dividenden Europa. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.
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