Die Strategie der Qualitätsaktie der Woche dürfte zukunftsweisend sein

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Vor allem die enormen Zuwachsraten auf den asiatischen Automärkten haben BMW in den letzten Jahren eine eindrucksvolle Geschäftsentwicklung beschert. Immerhin legten dabei die Erlöse des Konzerns im Schnitt um 5,5% zu. Das Qualitätsunternehmen überzeugt aber auch mit ausgesprochen starken Kennzahlen. Nach dem jüngsten Kursrückgang wird die Aktie allerdings nur noch mit einem KGV von 6 gehandelt. Für Kapitalanleger ergibt sich dazu eine ausgesprochen saftige Dividendenrendite von 5,3%.

Die Münchner BMW Group ist der weltweit einzige Hersteller von Automobilen und Motorrädern, der sich mit allen Marken ausschließlich auf das Premium-Segment konzentriert. Hierbei entwickelt, produziert und vermarktet das Unternehmen seine Produkte unter den Marken BMW, Rolls-Royce Motor Cars und MINI. Zusätzlich bietet BMW im Zusammenhang mit seinen Produkten umfassende Dienstleistungen an. Diese reichen von Finanzierungen über Leasing bis hin zum Flottengeschäft für Privat- und Geschäftskunden. Aktuell verfolgt der Autokonzern mit seiner Strategie NUMBER ONE > NEXT das Ziel, die Transformation der individuellen Mobilität aktiv zu gestalten und nachhaltig zu prägen. Ein wichtiger Bestandteil dieser Strategie ist der zügige Ausbau der Elektromobilität. Bis zum Jahr 2025 will BMW dabei insgesamt 25 voll- oder teilelektrische Modelle auf den Markt bringen.

Konzern will Kongo als verlässlichen Kobalt-Lieferanten gewinnen
Das Zeitalter der Elektromobilität kommt immer näher und sorgt gerade in der Autoindustrie für einen unaufhaltsamen Wandel. Dafür will sich BMW das zentralafrikanische Land Kongo als langfristig zuverlässige Bezugsquelle für Kobalt, das als Rohstoff für den Bau von Elektroauto-Batterien benötigt wird, erschließen. Zusammen mit BASF und dem Batteriehersteller Samsung SDI plant der Autobauer den Abbau von Kobalt unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen zu testen. Wie BMW dazu kürzlich mitteilte, soll die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) für die Konzerne 3 Jahre lang erproben, wie sich Arbeits- und Lebensbedingungen im Kleinstbergbau dort verbessern lassen. Die Einhaltung von Menschenrechten, Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsstandards sei dabei die größte Herausforderung. Für BMW kam der Kongo aufgrund von Menschenrechtsverletzungen und Kinderarbeit als Lieferant bisher nicht infrage. Da in der Demokratischen Republik jedoch 60% der weltweiten Kobalt-Reserven liegen, sucht der Konzern nun nach Wegen, die Lage in dem Land zu verbessern. Wenn wir jemals dort Kobalt kaufen wollen, ist das nur möglich, wenn die Bedingungen anders sind als heute, sagte ein BMW-Sprecher. Wenn das Projekt erfolgreich ist, könne es auf weitere Minen übertragen werden.

Derzeit wird der Abbau im Kongo zu 80 bis 85% von ausländischen Konzernen beherrscht. Rund um die Anlagen graben jedoch Familien oder kleine Kooperationen unter oft lebensgefährlichen Bedingungen in kleineren Minen. Letztlich ist Kobalt neben Lithium für die Produktion von Batterien für die Auto- und Elektronikindustrie ein Schlüsselelement. BMW will Kobalt grundsätzlich aber selbst einkaufen, um die Lieferkette besser kontrollieren zu können. Zudem soll der Rohstoff von 2020 an den Batteriezell-Lieferanten CATL und Samsung bereitgestellt werden. Bisher beziehen die Münchner ihren Kobaltbedarf meist aus Nordafrika, Südamerika und Australien.


Dividende liegt wieder über 5%


Vor allem die enormen Zuwachsraten auf den asiatischen Automärkten haben BMW in den letzten Jahren eine eindrucksvolle Geschäftsentwicklung beschert. Immerhin hat sich seit 2012 der Gewinn von 5,1 Mrd. auf 8,6 Mrd. Euro im letzten Geschäftsjahr um fast 70% erhöht. Gleichzeitig legten die Erlöse des Konzerns im Schnitt um 5,5% zu. Das Qualitätsunternehmen überzeugt dabei aber auch mit ausgesprochen starken Kennzahlen. Neben der Eigenkapitalrendite im operativen Geschäft von 16% ist die zuletzt erzielte EBIT-Marge von 10% mehr als zufriedenstellend. Nach dem jüngsten Kursrückgang wird die BMW-Aktie nur noch mit einem KGV von 6 gehandelt, das Kurs-Umsatz-Verhältnis ist mit 0,5 ebenfalls ungewöhnlich günstig. Für Kapitalanleger ergibt sich angesichts der für 2017 vom Management auf 4,00 Euro angehobenen Dividende eine ausgesprochen saftige Rendite von 5,3%.

Die BMW-Aktie befindet sich im Qualitäts-Auswahlindex QIX Deutschland. Der QIX Deutschland ist ein Aktien-Index, der aus den besten 25 deutschen Aktien gebildet wird. Die 25 Aktien werden nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk ausgewählt. Die im Index enthaltenen Unternehmen zeichnen sich durch hohe Gewinnspannen und Kapitalrenditen sowie stabile Wachstumsraten und solide Bilanzen aus. Auch Value-Kriterien wie Dividendenrendite, niedrige Kurs-Gewinn- und Kurs-Umsatz-Verhältnisse werden mit einbezogen.

Wenn Sie den QIX nachbilden wollen, bietet sich ein Index-Tracker der UBS an.

Hinweis: Da der QIX Deutschland von finanzen.net und der Traderfox GmbH, einer Tochtergesellschaft der finanzen.net GmbH, entwickelt wurde, partizipieren die finanzen.net GmbH und die TraderFox GmbH indirekt oder direkt an der Vermarktung des QIX Deutschland. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.
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