Dividendenaktie der Woche – Roche Holding gehört zum erlesenen Kreis der Dividenden-Aristokraten

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Für die Aktionäre von Roche waren die letzten Jahrzehnte angesichts der freundlichen Dividendenpolitik ausgesprochen einträglich. Denn der Pharmakonzern hat in den letzten 30 Jahren die Ausschüttungen ohne Unterbrechung erhöht. Damit gehört die Aktie zum erlesenen Kreis der Dividenden-Aristokraten. Lag die Dividende 2007 noch bei 4,60 CHF, so hat Roche sie bis heute fast verdoppelt. Alle Anteilseigner konnten sich in dieser Zeit über eine Rendite von durchschnittlich 3,2 Prozent freuen. Mit derzeit 3,7 Prozent liegt die aktuelle Dividendenrendite sogar leicht über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Der Pharmahersteller Roche mit Sitz in Basel zählt zu den weltweit führenden Gesundheitsunternehmen. Dabei hat sich der Schweizer Konzern im Laufe der Jahre immer mehr auf Krebs-, Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel- sowie Viruserkrankungen fokussiert. Ein weiterer Schwerpunkt bei Roche sind zudem Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Allein im Geschäftsjahr 2017 flossen rund 10,4 Mrd. CHF (8,7 Mrd. Euro) in die Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Damit befindet sich Roche weltweit im Vergleich zu anderen Pharmaunternehmen an der Spitze und ist dennoch hochprofitabel. Seine Produkte wiederum vermarktet das Unternehmen in rund 100 Ländern. Dabei entfallen vom Umsatz knapp 77 Prozent auf den Pharma-Bereich, die Sparte Diagnostik erzielt 23 Prozent. Der Diagnostik-Bereich umfasst Therapiegebiete wie Blut-Screening, Virologie oder Diabetes-Behandlung und ist zugleich die stabilste Konzernsparte. Entscheidend hierfür war die Übernahme der US-Biotechfirma Genentech im Jahr 2009. Dies führte schließlich dazu, dass Roche in vielen Bereichen marktführend wurde.

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Pipeline mit aussichtsreichen Kandidaten soll Patentverluste ausgleichen

Grund zur Freude hatten die Anteilseigner des Pharma- und Diagnostikkonzerns in den letzten Monaten wenig. Denn Roche bekommt weltweit immer stärker den Druck der Generika- und Biosimilar-Konkurrenz zu spüren. Zwar sind die vom Unternehmen biotechnisch hergestellten Wirkstoffe wie Avastin oder Herceptin schwerer zu kopieren als chemisch produzierte Medikamente. Doch die Konkurrenz holt schneller auf als erwartet. Dadurch gehen bei Roche nach Patentabläufen die Umsätze von umsatzstarken Produkten und damit einstigen Wachstumstreibern teils deutlich zurück. Das Management ist aber weiterhin überzeugt, diese Rückgänge mit dem Verkauf von neuen, patentgeschützten Medikamenten wie dem Multiple-Sklerose-Mittel Ocrevus kompensieren zu können. Neben neuen Produkten sollen dem Konzern dabei auch kleinere Zukäufe, wie die kürzlich erfolgte Übernahme des US-Krebsspezialisten Ignyta helfen. Durchaus Blockbuster-Potenzial sieht Roche für die kommenden Jahre sogar in dem Medikament Hemlimbra, das für die Bluterkrankheit Hämophilie entwickelt wurde. Sämtliche Zulassungen, sowohl für die USA als auch für die EU und Japan, konnte das Unternehmen bereits einholen. Auch dank der schnellen Genehmigungen könnte das Mittel schon 2019 zum Blockbuster-Kandidat heranwachsen. Das gegenwärtige Umfeld bleibt für den Schweizer Pharmakonzern zunächst aber weiter herausfordernd. Analysten sehen jedoch den Umsatzrückgang bereits in der jüngsten Kursentwicklung der Aktie eingepreist. Roche werde laut einer Branchenstudie der US-Investmentbank Jefferies an der Börse inzwischen sogar unter Wert gehandelt. Denn neben dem MS-Präparat Ocrevus verfüge der Pharmahersteller mit Gazyva und Perjeta über weitere junge und aussichtsreiche Kandidaten, um zukünftiges Wachstum sicherzustellen.

Steigende Dividenden seit über 30 Jahren

Für die Aktionäre von Roche waren die letzten Jahrzehnte angesichts der freundlichen Dividendenpolitik ausgesprochen einträglich. Denn der Pharmakonzern hat in den letzten 30 Jahren die Ausschüttungen ohne Unterbrechung erhöht. Damit gehört die Aktie zum durchaus erlesenen Kreis der Dividenden-Aristokraten. Zuletzt wurden für 2017 an die Anteileigner 8,30 CHF (6,90 Euro) je Aktie gezahlt, und damit 0,10 CHF mehr als im Jahr zuvor. Lag die Dividende im Jahr 2007 noch bei 4,60 CHF, so hat das Management von Roche sie bis heute fast verdoppelt. Alle Anteilseigner konnten sich in dieser Zeit über eine Rendite von durchschnittlich 3,2 Prozent freuen. Mit derzeit 3,7 Prozent liegt die aktuelle Dividendenrendite sogar leicht über dem Durchschnitt der letzten Jahre. Bei einem weiterhin wachsenden Pharmageschäft dürfte Roche auch in den kommenden Jahren steigende Ausschüttungen vermelden. Für das laufende Geschäftsjahr wird zunächst eine um gut 4 Prozent höhere Dividende von 8,63 CHF (7,20 Euro) erwartet.

Die Aktie der Roche Holding befindet sich im Dividenden-Auswahlindex QIX Dividenden Europa. Der QIX Dividenden Europa ist ein Aktien-Index, der gezielt auf stabile und zuverlässige Dividendenzahler in Europa setzt. In den Index werden 25 europäische Aktien aufgenommen, die sich nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk dafür qualifizieren. Neben einer hohen Dividendenrendite berücksichtigt das Regelwerk dabei fundamentale Kriterien wie Dividendenkontinuität, Dividendenwachstum oder Gewinnwachstum. Auch technische Aspekte wie stabile Kursverläufe mit niedriger Volatilität fließen in das Ranking mit ein.

Wenn Sie den QIX Dividenden Europa Index nachbilden wollen, bietet sich ein Index-Tracker der UBS an.

Hinweis: Da der QIX Dividenden Europa Index von finanzen.net und der Traderfox GmbH, einer Tochtergesellschaft der finanzen.net GmbH, entwickelt wurde, partizipieren die finanzen.net GmbH und die TraderFox GmbH indirekt oder direkt an der Vermarktung des QIX Dividenden Europa. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.
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