Künstliche Intelligenz und digitaler Zahlungsverkehr: Auf diese Aktien der nächsten Generation setzt Julius Bär

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Die digitale Revolution hat tiefgreifende Auswirkungen auf die Gesellschaft, betrifft jeden Aspekt unseres Lebens und bietet eine Reihe von Chancen und Herausforderungen. In den meisten Märkten profitieren die Verbraucher letztendlich von mehr Vielfältigkeit – mit besseren Produkten und mehr Auswahl zu niedrigeren Kosten. Während der Verbraucher von weiteren Technologiezuwächsen profitiert, können bei den Unternehmen nur die starken Innovatoren gewinnen.

Digitale Innovationen verändern die Art und Weise, wie wir Daten nutzen und wie wir arbeiten, aber auch wie wir miteinander umgehen. Sie revolutionieren gesamte Branchen und verändern bestehende Geschäfts-und Betriebsmodelle. In einer aktuellen Studie beleuchtet die Schweizer Privatbank Julius Bär «disruptive» Segmente der Technologie, wobei die Analyten zu Künstliche Intelligenz und digitalem Zahlungsverkehr auch konkrete Aktienempfehlungen abgeben.

Künstliche Intelligenz


Die zuständigen Analysten glauben, dass Künstliche Intelligenz (KI) die nächste Stufe der digitalen Revolution vorantreiben wird, mit kognitiver KI, die in Produkte und Dienstleistungen integriert ist und zunehmend über Cloud-Plattformen zugänglich ist. KI-Technologien würden im Laufe der nächsten zehn Jahre praktisch überall eingesetzt und nicht nur technologisch von grundlegender Bedeutung sein, sondern auch erhebliche Auswirkungen auf Verkehr, Gesundheitswesen, Einzelhandel, Fertigung und Finanzdienstleistungen haben.

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Wie es heißt, ist KI ein Teilgebiet der Computerwissenschaften, bei dem es darum geht, eine menschenähnliche Intelligenz nachzubilden, um Maschinen intelligenter zu machen und damit ihren Nutzen zu steigern. Die Anzahl und Komplexität der Anwendungen nehme rapide zu und die Methoden der KI überholten in einigen Anwendungen bereits die menschlichen Fähigkeiten.

Während die heutigen KI-Systeme darauf trainiert seien, eine klar definierte Aufgabe zu erfüllen, konzentrierten sich Forschungsanstrengungen nun auf die Entwicklung einer «allgemeinen» KI, die in der Lage sein könnte, ein breites Spektrum von Aufgaben zu erfüllen und Wissen zur Lösung unbekannter Probleme anzuwenden, ohne speziell für diese Aufgaben ausgebildet zu sein.

Fortschritte in der KI-Technologie und die breitere Nutzung von Cloudcomputing-Produkten und -Dienstleistungen würden wahrscheinlich Hand in Hand gehen. Cloudcomputing werde ein wichtiger Katalysator für die Weiterentwicklung der KI sein, und Unternehmen in diesem Bereich übernähmen dabei eine Vorreiterrolle. Der Zugang zu technologischen Innovationen, wie etwa KI-fähigen Anwendungen, sei neben mehr Flexibilität und insgesamt niedrigeren Kosten ein weiterer Treiber für die Einführung von Cloudcomputing.

Die Analysten von Julius Bär raten vor diesem Hintergrund zum Kauf von Aktien von Unternehmen, die im KI-Bereich tätig sind. KI dürfte aufgrund des beschleunigten Fortschritts langfristig unterbewertet sein. Anleger sollten führende Cloud-Anbieter mit wachsenden KI-Fähigkeiten favorisieren, da diese kurzfristig am meisten profitieren dürften. Aktuell bevorzugt man dabei die integrierten Cloudcomputing-Anbieter.

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Digitaler Zahlungsverkehr


Eine Vielzahl von FinTech-Lösungen führen die Finanzindustrie in einen neuen Innovationszyklus. Aus unserer Sicht sei der digitale Zahlungsverkehr die attraktivste Möglichkeit innerhalb der FinTech-Branche. Mehrere wichtige Trends prägen laut Julius Bär die digitale Zahlungsindustrie, darunter beschleunigtes Wachstum im Online-und Mobilhandel, neue Zahlungstechnologien, der Eintritt US-Technologieriesen in den Zahlungs-verkehr, erhöhte Cybersicherheitsbedrohungen sowie die Branchen-konsolidierung aufgrund eines verstärkten regulatorischen Fokus.

Die Erwartungen an die Bedienbarkeit von Online-Einkaufsplattformen stiegen unaufhaltsam, sodass Händler neue Zahlungstechnologien einzuführen müssten. Unternehmen versuchten sich daher durch integrierte Lösungen, die grundlegende Zahlungsabwicklungsfunktionen mit Mehrwertdiensten (z.B. Analysen zu Kundeneinkaufsgewohnheiten, Treuepunkten, Krediten, usw.) kombinieren, von Wettbewerbern zu unterscheiden. Dies ziehe neue Marktteilnehmer mit potenziell «disruptiven» Technologien an, die versuchten, Marktanteile von den bestehenden Unternehmen zu gewinnen.

Zum raschen Wandel der Zahlungsverkehrsindustrie heißt es ansonsten, das Wachstum der digitalen Zahlungsverkehrsindustrie werde in erster Linie durch den digitalen Handel angekurbelt, aber auch durch die zunehmende Akzeptanz digitaler Zahlungslösungen im B2B-Bereich sowie bei Online-Dienstleistungen. Unternehmen, denen es gelinge, sich zu global integrierten Zahlungsplattformen weiterzuentwickeln und durch Mehrwertleistungen abzuheben, dürften Wettbewerbsvorteile haben. Die von Julius Bär bevorzugten Unternehmen reichen von führenden Kartenzahlungsnetzwerken bis hin zu weltweiten digitalen Handelsplattformen.

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Per 6. November 2018, 09:12 MEZ
Quelle: Bloomberg Finance L.P., Julius BärEquity Research

Cybersicherheit


Internetkriminalität zähle heute zu den wichtigsten globalen Risiken. Dabei sei die Speicherung von wertvollen Daten und Inhalten ein sensibles Thema in einer Welt, in der Technik allgegenwärtig sei. Die zunehmende Vernetzung – beispielsweise in intelligenten Autos – biete mehr Angriffspunkte für Cyberkriminelle. Dadurch sei IT-Sicherheit zum wichtigsten Bereich bei den IT-Ausgaben geworden, was gute Wachstumsaussichten für Unternehmen bedeute, die Cyberangriffe verhindern können.

Es überrasche somit nicht, dass die Ausgaben für Cybersicherheit Prognosen zufolge bis 2021 um jährlich 8 % auf 113 Mrd. USD im Jahr und damit doppelt so schnell wie die IT-Ausgaben gesamthaft wachsen dürften.

Trotz des äußerst attraktiven Ausblicks setzten Fachkräftemangel sowie der starke Wandel des Sektors den Unternehmen zu. Dazu gehörten die ständige Weiterentwicklung der Bedrohungen für die Cybersicherheit, die sich immer schwerer vorhersehen und abwehren lassen würden, aber auch die Veränderung der technologischen Rahmenbedingungen, unter anderem durch den Umstieg auf die Cloud. Hinzu kämen die wachsende Vernetzung von Arbeitnehmern über Mobilgeräte und die zunehmende Nutzung von Künstlicher Intelligenz und «Big Data».

Eine Vielzahl an Veränderungen, wie etwa das kontinuierliche Wachstum an Bedrohungen oder die zunehmende Nutzung von künstlicher Intelligenz, eröffnen innovativen Unternehmen die Möglichkeit, ihre Lösungen anzubieten. Die Branche bleibt somit stark fragmentiert. Das ist typisch für Sektoren, die den innovativsten Akteuren interessante Wachstumsaussichten bieten, wobei konkret Segmente mit hohem Konsolidierungspotenzial profitieren. Die Gewinner im Bereich Cybersicherheit dürften somit aus der schrittweisen Konsolidierung branchenführender Lösungen auf Plattformen hervorgehen. Konkrete Empfehlungen für Einzelaktien werden zu diesem Teilbereich in der Studie aber nicht abgegeben.

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