Nike – Sportartikelhersteller mit Chance auf Kursverdopplung in den kommenden 3 Jahren

Auf der alljährlich stattfindenen SALT Hedge Fund Conference in Las Vegas habe der Gründer und CIO von Hoplite Capital  Management, John Lykouretzos, bei seinem Auftritt am 18. Mai laut Börse Online eine Lanze für den Sportartikelhersteller Nike gebrochen und davon gesprochen, eine sogenannte Contrarian-Wette gegen den Markttrend zu wagen. Die Aktie von Nike sei im vergangenen Jahr der schwächste Wert im Dow Jones gewesen und auch in 2017 könne der Titel nicht überzeugen. Dennoch gebe es Gründe, hellhörig zu werden, wenn John Lykouretzos sich positioniere.

Auch wenn der Hedgefonds-Manager hierzulande kaum jemand ein Begriff sei, habe John Lykouretzos ein gutes Gespür für Trades. Er habe z. B. eine Leerverkaufsposition bei Rocket Internet gewagt und dürfe gemessen an der Kursentwicklung der Aktie reich belohnt worden sein dafür.

Warum aber nun Nike? Laut John Lykouretzos habe die Aktie des Sportartikelherstellers nach starken Kursgewinnen in den Vorjahren lediglich eine Verschnaufpause eingelegt. Das Bewertungsniveau sei auf dem tiefsten Stand sei 7 Jahren. Lykouretzos habe als erste Position rund 5 % des Anlagevolumens seines Investmentvehikels in Nike-Aktien gesteckt. Die Position habe ein Volumen von 82 Mio. USD.

Die derzeitige Schwäche der Gewinnmarge bei Nike beruhe auf hohen Investionen des Konzern in neue Produkte und die E-Commerce-Plattform. Gerade die Kosten für das Onlinegeschäft dürften sich auszahlen. Nike wolle davon profitieren, dass sich im Onlinehandel die Erlöse vervielfachen dürften. Weil die Gewinnmargen beim Direktvertrieb über das Internet weit höher seien als im klassischen Einzelhandel, sollte das laut Lykouretzos der Gewinnmarge einen deutlichen Schub versetzen.

Abgesehen von neuen Produkten und dem Onlinehandel dürfe Nike zudem noch von der Geschäftsentwicklung in den Schwellenländern profitieren. Marktführer sei Nike in China. Durch das Wachstum der Mittelschicht im Reich der Mitte, nehme auch die Zahl der Neukäufer von Nike-Produkten weiter zu. John Lykouretzos gehe von rund 300 Mio.potentiellen neuen Kunden durch diese Entwicklung aus. Angesichts dieser Perspektiven dürfe Nike noch einige Jahren zweistellige Wachstumsraten realisieren.

Während John Lykouretzos davon spreche, dass sich die Aktie innerhalb von 3 Jahren verdoppeln könne, rät Börse Online mit einem Kursziel von 60  Euro zum Kauf (rund 28 % Kurspotenzial). Unter Analysten gibt es allerdings aktuell auch zum Teil deutlich höhere Kursziel für den US-Wert. Analyst Randal Konik des Analysehauses Jefferies nannte für seinen „Top Pick“ für 2017 Ende März ein Kursziel von 75 USD (rund 47 % Potenzial). Das US-Analysehaus Stifel hat sein Kursziel zuletzt von 68 auf 66 USD gesenkt, jedoch die Kaufempfehlung beibehalten (rund 30 % Potenzial). Die Deutsche Bank hat ein Kursziel von 64 USD für den weltgrößten Sportartikelkonzern. Analyst Adrian Rott begründete seine Einschätzung damit, dass er trotz der jüngsten Umsatzdelle langfristig optimisisch für Nike sei.

 

Charttechnische Situation: Nike konnte schon 2016 nicht überzeugen. Die Aktie klemmt aktuell zwischen der Horizontalunterstützung bei 49 USD und der deckelnden Diagonale des Abwärtstrends fest im Niemandsland. Sollte die Unterstützung gebrochen werden, droht eine weitere Verkaufswelle. Ein prozyklischer Einstieg drängt sich erst nach einem Ausbruch über den Abwärtstrend auf.

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Bildherkunft: Nike


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