Qualitätsaktie der Woche – BASF - Niedrige Bewertung und beachtliches Dividendenwachstum

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Dank des außergewöhnlich breit aufgestellten Portfolios zählt BASF mit zu den weltweit stabilsten Chemieunternehmen in der ansonsten eher zyklischen Branche. Gegenwärtig notiert die Aktie mit einem wesentlich zu niedrigen 2018er KGV von 13. Seit dem Ende der Finanzkrise wurde die Gewinnausschüttung von 1,70 Euro im Jahr 2009 auf zuletzt 3,10 Euro nahezu verdoppelt. Die durchschnittliche Dividendenrendite belief sich in dieser Zeit auf 3,8 Prozent. Aber auch mit der EBIT-Marge von 13 Prozent und der Eigenkaptalrendite von über 17 Prozent kann das Qualitätsunternehmen mehr als überzeugen.

Mit einen Jahresumsatz von 64,5 Mrd. Euro gehört BASF mit zu den weltweit führenden Chemieunternehmen. Dabei reicht das Produkt-Portfolio von hochveredelten Chemikalien über technische Kunststoffe bis hin zu Veredlungsprodukten und Pflanzenschutzmitteln. Aber auch im Öl- und Gasgeschäft ist BASF stark präsent. Die Haupt- und Vorprodukte des Unternehmens finden vor allem bei der Herstellung von Farben und Lacken Verwendung sowie bei Papierprodukten und Hygieneartikeln. Ferner werden sie in einer Vielzahl von Kraft-, Kunst- und Schmierstoffen verarbeitet sowie auch in Pestiziden. Außerdem kommen sie verstärkt in der Halbleiterbranche und der industriellen Wasseraufbereitung zum Einsatz. Mit seinen teils hochinnovativen Produkten bedient BASF nahezu alle Branchen und hat sich dabei zum Ziel gesetzt, wirtschaftlichen Erfolg mit Umweltschutz und gesellschaftlicher Verantwortung zu verbinden.

Boomende Halbleiterindustrie in China treibt Kapazitätsausbau

Im Rahmen der weiteren Fokussierung auf die Vorstufen der Mikrochip-Herstellung hatte BASF zuletzt in China eine neue Schwefelsäureanlage in Betrieb genommen. Wie das Unternehmen dazu mitteilte, wolle es damit der wachsenden Halbleiterindustrie des Landes gerecht werden. Angesichts der starken Nachfrage hatte BASF zuvor schon begonnen, die Anlage zu erweitern, um die Produktionskapazität bis Ende des Jahres insgesamt verdoppeln zu können. Das neue Werk befinde sich in der Hafenstadt Zhapu südwestlich von Shanghai und sei mit der neuesten Technologie ausgestattet, um Schwefelsäure von höchster Qualität zu produzieren, teilte der Konzern weiter mit. Demnach bietet es Platz für Qualitätsanalysegeräte und ein Analytik-Labor mit einem dazugehörigen Reinraum. Dies soll den gestiegenen Anforderungen der chinesischen Kunden aus dem Elektronikbereich entsprechen. Der Mitteilung zufolge übertreffe aber die Qualität der im BASF-Werk produzierten Schwefelsäure die Standardanforderungen für die derzeit schnellsten und leistungsstärksten Halbleiter. Dabei wird Schwefelsäure in der Elektronik-Industrie generell zum Reinigen der Wafer bei der Chip-Herstellung verwendet. Die neue Anlage in China ist ein weiterer Schritt in unserem kontinuierlichen Wachstum auf dem chinesischen Elektronikmarkt, sagte der Vorstand bei BASF Electronic Materials Asia/Pacific. China sei bereits jetzt einer der größten Halbleitermärkte der Welt und wachse weiter, betonte der Manager. Wir freuen uns sehr, Teil dieser Dynamik zu sein.



Niedrige Bewertung und beachtliches Dividendenwachstum

Dank des außergewöhnlich breit aufgestellten Portfolios zählt BASF mit zu den weltweit stabilsten Chemieunternehmen in der ansonsten eher zyklischen Branche. In der aktuellen Bewertung macht sich das aber kaum bemerkbar. Gegenwärtig notiert die Aktie mit einem wesentlich zu niedrigen 2018er KGV von 13. Zwar ist die Umsatzentwicklung der letzten Jahre infolge der Tauschgeschäfte mit dem russischen Gazprom-Konzern nicht so aussagekräftig. Nach der kürzlich erfolgten Dividendenanhebung werden die Aktionäre von BASF dafür umso mehr mit einer soliden Kapitalrendite von 3,6 Prozent verwöhnt. Seit dem Ende der Finanzkrise wurde die Gewinnausschüttung nicht mehr gekürzt und hat sich von 1,70 Euro im Jahr 2009 auf zuletzt 3,10 Euro nahezu verdoppelt. Die durchschnittliche Dividendenrendite belief sich in dieser Zeit auf 3,8 Prozent. Auch mit der EBIT-Marge von 13 Prozent und der Eigenkaptalrendite von über 17 Prozent kann das Qualitätsunternehmen mehr als überzeugen.

Die BASF-Aktie befindet sich im Qualitäts-Auswahlindex QIX Deutschland. Der QIX Deutschland ist ein Aktien-Index, der aus den besten 25 deutschen Aktien gebildet wird. Die 25 Aktien werden nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk ausgewählt. Die im Index enthaltenen Unternehmen zeichnen sich durch hohe Gewinnspannen und Kapitalrenditen sowie stabile Wachstumsraten und solide Bilanzen aus. Auch Value-Kriterien wie Dividendenrendite, niedrige Kurs-Gewinn- und Kurs-Umsatz-Verhältnisse werden mit einbezogen.




Wenn Sie den QIX nachbilden wollen, bietet sich ein Index-Tracker der UBS an.

Hinweis: Da der QIX Deutschland von finanzen.net und der Traderfox GmbH, einer Tochtergesellschaft der finanzen.net GmbH, entwickelt wurde, partizipieren die finanzen.net GmbH und die TraderFox GmbH indirekt oder direkt an der Vermarktung des QIX Deutschland. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.
Bildherkunft: https://www.basf.com/en/company/news-and-media/multimedia/photos


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