Wunderbar: Die EU macht Monopolgesetze für die US-Großkonzerne

Kommentare Simon Betschinger 882 Leser
Liebe Leser,

nachdem sich der Staat zuletzt so erfolgreich im Management von Großprojekten wie dem Berliner Flughafen oder der Sanierung der Gorch Fock zeigte, bekommen Politiker verschiedenster Parteien Lust auf noch mehr Chaos und fordern die Enteignung von großen Immobilienkonzernen. Enteignung. Ja, das ist ein Konzept der Wirtschaftspolitik, das man in so erfolgreichen Staaten wie Venezuela oder Nordkorea voller Überzeugung praktiziert.

Ich stelle mir gerade vor wie sich meine Wohnsituation ändern könnte, nachdem der Staat die Immobiliengesellschaften enteignet hat. Kann ich dann endlich auch in den Metropolen wohnen? Die Situation ist nämlich folgende, dass ich sehr gerne auch im Zentrum von München oder Frankfurt leben würde. Aber ich kann mir das einfach aufgrund der hohen Mietpreise nicht leisten. Deshalb wohne ich nicht im Zentrum der großen Metropolen, sondern habe mein Haus im beschaulichen Ravensburg in Bodensee-Nähe gebaut.

Der Preismechanismus regelt die Verteilung von knappen Gütern. Wenn hunderte von Menschen eine Wohnung in begehrter Lage wollen, benötigt man Regeln, die entscheiden, wer die Wohnung bekommt. Ich bin schon gespannt wie der Staat das anders regeln will als über den Preis. Wird ein Bedürftigen-Punktsystem eingeführt? Bekommt derjenige die Wohnung, der am wenigsten verdient und am wenigsten Geld auf dem Konto hat? Das wäre dann gleichbedeutend mit einem Anreizsystem möglichst wenig zu arbeiten und wenig zu verdienen.

Anderes Thema: Die EU ist in einen regelrechten Regulierungsrausch verfallen. Uns bei TraderFox dürfte das neue Urheberrecht irgendwann auch betreffen, denn wir betreiben eine Messenger-Plattform, auf der unsere Nutzer eigene Inhalte hochladen können. Offenbar wird man dafür in Zukunft einen Upload-Filter benötigen, der Copyright-Verletzungen erst gar nicht  zulässt. Aber hallo! Wer kann denn bitteschön einen solchen Filter bauen? Facebook, Apple, Amazon und Google. Na bravo. Dann geben wir in Zukunft halt noch mehr Geld für die Produkte der US-Giganten aus, wenn es der Gesetzgeber so will.

Monopolgesetze wurden auch im Restaurant -und Hotelbereich erlassen. Die Vorschriften und Regulierungen werden immer schlimmer und komplizierter. Der gutbürgerliche Gastronomiebetreiber wirft entnervt das Handtuch und die großen Ketten wie McDonalds und Marriott reiben sich die Hände. Sie können es sich leisten ganze Abteilungen mit Juristen zu beschäftigen, die sich um die Regulierungsfragen kümmern.

Fazit: An den großen US-Konzernen führt für uns Aktionäre kein Weg vorbei. Die zunehmenden staatlichen Gängelungen erfordern eigene Konzernabteilungen und gute bezahlte Anwaltskanzleien, die sich darum kümmern. Kleinere Firmen werden aus dem Markt gedrängt. Die großen Konzerne machen den Reibach. Ich glaube nicht, dass die Politiker im EU-Parlament kapiert haben, wen sie mit ihrer Regulierung eigentlich in Wirklichkeit unterstützen. Aber sei‘s drum. Wir erhöhen in unserem Realgeld-Depot heute erneut den Investitionsgrad bei amerikanischen Konzernen.

Viele Grüße
Simon Betschinger

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