Lufthansa – Günstig bewerteter DAX-Titel mit 26 % Kurspotenzial

Manchmal ist es wie verhext. Ein Konzern hat keine schlechten Unternehmensnachrichten gemeldet. Die letzten Geschäftszahlen waren solide und nicht katastrophal – und dennoch tröpfelt der Kurs gen Süden. Plötzlich ist eine Aktie dann enorm günstig bewertet und kommt trotzdem nicht wieder in Fahrt.

Im Fall der Deutschen Lufthansa sei die Bewertung laut Der Aktionär inzwischen sogar im historischen und im Branchenvergleich günstig. Das KGV liegt bei gerade einmal 5. Eine Initialzündung für die Trendumkehr könne nun mit einem positiven Analystenkommentar von Kepler Chevreaux gefallen sein, obwohl die Experten mit einem Kursziel von 23,50 Euro gerade einmal 9 % Potenzial bei dem DAX-Titel sehen. Wichtiger war womöglich die neue Einstufung mit einem „Buy“, die das alte „Halten-Rating“ ersetzte. Analystin Ruxandra Haradau-Doser hatte ihre Empfehlung damit begründet, dass sie ihre operative Gewinnschätzung für das Jahr 2019 angehoben habe. Das sei auf niedrigere Kerosinpreise und Währungseffekte zurückzuführen. Außerdem hätten die Marktteilnehmer inzwischen die Herausforderungen der Lufthansa mit der Billigflugtochter Eurowings eingepreist.

Für gute Laune habe zuletzt laut Der Aktionär auch Lufthansa-Chef Carsten Spohr in einem Interview mit der spanischen Zeitung Expansión gesorgt. Spohr gehe davon aus, dass die Ticketpreise im kommenden Jahr steigen dürften. Wichtiger für besorgte Anleger dürfe aber die Aussage sein, dass das Interesse der Fluggesellschaft an der notleidenden Alitalia schwer nachgelassen habe. Weil sich die charttechnische Situation nach den Interviewaussagen des Lufthansa-Chefs mit dem Sprung über das Zwischenhoch bei 21,28 Euro aufgehellt habe, rät Der Aktionär mit einem Kursziel von 27 Euro zum Kauf (26 % Potenzial).

Auch das US-Analysehaus Bernstein Research hat für die Aktie der Lufthansa ein Kursziel von 27 Euro derzeit. Das Rating lautet „Outperform“. Analyst Daniel Roeska beobachtet in einer Branchenstudie ein Umdenken in der Branche. Die Fokussierung auf Billiganbieter sei vorbei. Vielmehr müsse man den Fokus nun darauf richten, wer bei der Konsolidierung der Branche nach Schwächen oder Pleiten einzelner Fluggesellschaften – eventuell ausgelöst durch höhere Treibstoffkosten – eine führende Rolle einnehmen könne.

lufthansa-november2018

 

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Bildherkunft: © Lufthansa


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