Megatrend Luftfahrt wird nicht durch Börsencrash enden

Wenn die Märkte in den Sinkflug übergehen, ist es für Analysten oft schwer, das Augenmerk auf die Aktien zu legen, die ihnen am aussichtsreichsten erscheinen. Anleger sind sowieso damit beschäftigt, auf die Charts zu blicken und in Schrecken zu erstarren. Andere machen es wie Kostolany – Schlafmittel nehmen und viel später wieder nachgucken, was die Aktien gemacht haben. Man kann ja auch einfach mal Urlaub machen von der Börse oder sich einen Plan für den nächsten Aufschwung an den Märkten zurechtlegen.

Was könnte also wieder steigen, wenn dieser Crash, diese Korrektur, dieser gefühlte Weltuntergang ein Ende findet. Naturgemäß zählen Flugzeuge zu den Dingen, die wissen, wie es aufwärts geht. Und weil weltweit seit Jahren ein ungeahnter Tourismusboom mit großer Lust auf Fernreisen zu beobachten ist, bietet es sich an, die Hauptakteure dieses Megatrends zumindest auf die Watchlist zu nehmen.

Dazu zählen in aller erster Linie die Flugzeugbauer selbst: ohne Flugzeuge keine Fernreise. Aufgrund der günstigeren Bewertung im Vergleich mit dem US-Konkurrenten Boeing rät Börse Online aktuell zum Kauf der Airbus-Aktie. Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern leide derzeit zwar darunter, dass es Schwierigkeiten bei den Aufträgen für die neue Version des A320neo gebe. Doch die Probleme seien nicht hausgemacht, sondern auf Lieferengpässe beim Turbinenhersteller Whitney & Pratt zurückzuführen. Wie geplant laufe hingegen die Auslieferung des Großraumflugzeugs A350.

Spannend bei Airbus sei nun, was Konzernchef Tom Enders am 31. Oktober bei der Vorlage der Neunmonatszahlen zur Jahresprognose sagen werde. Bislang müsse davon ausgegangen werden, dass Airbus im laufenden Geschäftsjahr insgesamt 800 Maschinen ausliefern werde. Werde nun Ende des Monats auch noch die Prognose bestätigt, könne das für neue Schubkraft bei der Aktie sorgen. Über die Möglichkeit, dass Airbus die Arbeit ausgehen werde, müsse man sich angesichts der prall gefüllten Orderbücher keine Gedanken machen. Börse Online rät mit einem Kursziel von 130 Euro zum Einstieg (30 % Potenzial).

Auch die US-Bank JPMorgan beurteilt die Aussichten für Airbus positiv. Die Experten haben zuletzt das Kursziel von 133 Euro und das „Overweight-Rating“ bestätigt (33 % Potenzial). Analyst David Perry hatte zwar seine Schätzungen für die Auslieferungen des A330neo für 2018 und 2019 gekürzt, aber dennoch betont, dass das höchstens geringe Auswirkungen auf die Gewinnerwartungen je Aktie haben sollte.

airbus-oktober2018

 

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Bildherkunft:  Airbus


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