Merck – Pharma- und Chemiekonzern glänzt mit relativer Stärke in volatilem Markt

Aktien, die nach den letzten turbulenten Monaten mit heftigen Kursrückschlägen noch über dem Gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage liegen sind rar geworden. In den USA sind inzwischen auch fast 77 % aller Aktien unter diese markante Durchschnittslinie gerutscht. Wenn man also eine Aktie findet, die dem Marktumfeld bislang getrotzt und sich im Kurs behauptet hat, dann scheint es dort einfach keinen Abgabedruck zu geben. Niemand will – trotz Korrektur und zeitweiser Panik – seine Aktien auf den Markt werfen. Die Anleger glauben an das künftige Potenzial des Titels. Wer solche Papiere identifizieren kann, der ist gut beraten, sich diese Titel für mögliche Käufe einmal genauer anzusehen.

Laut Börse Online zählt die Aktie des Pharma- und Chemiekonzerns Merck zu diesen starken Werten. Der Titel notiert weiterhin als eine Ausnahmeerscheinung im DAX über der 200-Tage-Linie und daran dürfe sich auch im Börsenjahr 2019 nicht so schnell etwas ändern. Merck warte mit einer Sonderstory auf. Hier halte die Spekulation auf die Zulassung eines neuen Medikaments die Aktie oben. Ende Dezember habe die US-Gesundheitsbehörde FDA das Präparat „M7824“ als „Orphan Drug“ eingestuft. M7824 komme bei seltenen und aggressiven Tumoren des Magen-Darm-Trakts zum Einsatz. Merck könne sich nun große Hoffnungen auf eine rasche Zulassung in Europa machen.

Außerdem habe Merck eine vielversprechende Kooperation mit der US-Biotechfirma Intrexon zur Entwicklung von Krebstherapien geschlossen. Es gehe hier um die Forschung nach T-Zell-Therapien auf Basis chimärer Antigenrezeptoren. Laut dem Analysten David Evans von Kepler Cheuvreaux könne „die Produktentwicklung, vor allem im Segment Immunonkologie … den Darmstädtern nach 2020 das sektorweit beste Wachstum bescheren“. Der Titel sei auf der Liste der „German Top Picks“ enthalten und Kepler Cheuvreux habe ein Kursziel von 108 Euro für den DAX-Titel (19 % Potenzial).

Ohne Risiko sei die Wirkstoffentwicklung allerdings nicht, wie Börse Online anmerkt. Zum Jahresende 2018 habe Merck die Forschung zum Hoffnungsträger Bavencio eingestellt, nachdem eine Studie nicht die gewünschten Ergebnisse zur Therapie von Eierstockkrebs gebracht hatten. Doch trotz des Fehlschlags sehe der Analystenkonsens immer noch einen Gewinnanstieg von 16 % im laufenden Geschäftsjahr bei dem DAX-Konzern vor. Börse Online rät mit einem Kursziel von 115 Euro zum Kauf (27 % Potenzial).

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Bildherkunft: Merck


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