MTU Aero Engines – Intakte Wachstumsstory und intakter langfristiger Trend

Wann wird man merken, dass ein Börsencrash die Reiselust drastisch dämpft? Wenn es zu einer weltweiten Rezession kommt, könnte das der Fall sein. Eine weitere kleine Bedrohung wäre ein immer weiter steigender Ölpreis. Momentan sieht es eigentlich nicht nach einer weltweiten Rezession aus. Aber was die Eskalation des Handelsstreits bzw. –kriegs für die Weltwirtschaft bedeutet, bleibt abzuwarten – dürfte aber kaum rosig sein.

Bislang boomt die Luftfahrtbranche. Bei den Konzernen aus dieser Branche sind die Auftragsbücher gefüllt – meist auf Jahre hinaus. Natürlich hat die Vergangenheit gelehrt, dass es in Krisen zu Auftragsstreichungen kommen kann. Nur das würde wirklich einen heftigen weiteren Kursverfall an den internationalen Märkten bedeuten. Wer nicht davon ausgeht, der baut sich seine Kaufliste zusammen. Und darauf könnte man wohl auch den Münchener Triebwerkbauer MTU Aero Engines setzen.

Laut Der Aktionär zähle die Branche Luft-/Raumfahrt und Rüstung zu den trendstabilsten Bereichen an den Märkten. MTU als Lieferant für zivile und militärische Flugzeugtriebwerke  spiele eine wichtige Rolle – nicht nur als Hersteller, sondern als einer der wichtigsten Dienstleister für Wartungsarbeiten. Die MDAX-Gesellschaft habe zuletzt eine Reihe wichtiger Instandhaltungsverträge abgeschlossen. Erst im September sei es zur Unterschrift unter einen 5-Jahres-Vertrag mit Asiana Airlines gekommen – Vertragsvolumen rund 245 Mio. Euro. Zuvor habe MTU einen Wartungsdeal mit der kuwaitischen Jazeera Airways abgeschlossen. Mit Lufthansa Technik sei ein Joint Venture für eines der modernsten Instandhaltungszentren der Welt vereinbart worden.

Für das laufende Geschäftsjahr gehe MTU laut Der Aktionär von einem Umsatz in Höhe von 4,2 Mrd. Euro und einem operativen Gewinnanstieg von 573 auf 640 Mio. Euro aus. Das weltweite Wachstum bei den Fluggastzahlen dürfe die Nachfrage nach Triebwerken und Wartungsdiensten weiter hoch halten – selbst wenn es zu einem Dämpfer durch steigende Kerosin- bzw. Ticketpreise kommen sollte.

Die Profitabilität bei MTU könne dennoch weiter zulegen. In den zurückliegenden Geschäftsjahren habe der Konzern hohe Investitionen in die Entwicklung der neuen Triebwerksfamilie GTF (Geared Turbofan) gestemmt. Diese Belastungen würden nun nicht mehr anfallen und sich amortisieren. Die höhere Gewinnmarge gebe MTU Spielraum für höhere Ausschüttungen. Der Konzern wolle daher die Ausschüttungsquote von 30 auf bis zu 40 % erhöhen. Angesichts der aussichtsreichen Wachstumsperspektiven rät Der Aktionär mit einem Kursziel von 205 Euro zum Kauf (16 % Potenzial).

Ebenfalls ein Kursziel von 205 Euro sieht die US-Bank JPMorgan für die Aktie des Triebwerkproduzenten. Analyst David Perry zeigte sich zuversichtlich nach Aussagen des Triebwerkbauers auf der Branchenmesse AEEC und nach einem Treffen mit dem Konzernchef. Danach hatte er seine Schätzungen für den Gewinn je Aktie bis ins Jahr 2021 angehoben.

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Bildherkunft:  MTU Aero Engines


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