Rheinmetall – Die Entwicklung beim MDAX-Konzern stimmt (22 % Potenzial)

Die Meinungen zu Donald Trump kennen eigentlich nur Extreme – extreme Ablehnung oder extreme Zustimmung. Der mächtigste Staatschef der Welt polarisiert. Es gibt viele, die bei der Twitter-Politik von Trump bei jedem neuen Tweed zusammenzucken. Trump kann mit maximal 140 Zeichen die Welt in Aufruhr versetzen und Börsenausschläge herbeiführen – nach oben oder unten. Es gibt aber einen Sektor, der überproportional von der Irrationalität profitiert, die mit dem aktuellen Amtsinhaber am 20. Januar 2017 ins Weiße Haus in Washington einzog.

Die Verunsicherung durch die Trump-Äußerungen und die politischen Statements und Aktionen haben der Rüstungsindustrie eine Sonderkonjunktur beschert – von einigen wird sogar von einem richtigen Rüstungsboom gesprochen. Fakt ist, dass viele NATO-Staaten seit dem Amtsantritt von Donald Trump ihre Verteidigungsbudgets in die Höhe gefahren haben.

Darüber freut sich in Deutschland natürlich auch der börsennotierte Sektorvertreter Rheinmetall. Während viele Unternehmen in der Bilanzsaison des Frühjahrs eingestehen mussten, dass das Geschäftsjahr 2018 nicht so ganz das Gelbe vom Ei gewesen ist, konnte Rheinmetall laut Der Aktionär auf ganzer Linie überzeugen mit dem Zahlenwerk für 2018. Beim Auftragsbestand habe Rheinmetall einen neuen Rekordwert erreicht. Die operative Gewinnmarge habe man gegenüber dem Vorjahr von 6,8 auf 8,0 % steigern können. Anleger dürfen sich über eine um 24 % auf 2,10 Euro je Aktie angehobene Dividende freuen.

Der Boom im Rüstungsbereich habe den Umsatzmix bei Rheinmetall in den letzten Jahren zugunsten der Defence-Sparte verschoben. 2015 sei der Umsatz zwischen den Sparten Defence und Automotive noch komplett ausgeglichen gewesen. 2018 verteile sich der Konzernumsatz zu 52,4 % auf Defence und 47,6 % auf Automotive. Im laufenden Geschäftsjahr 2019 dürfe sich die Diskrepanz sogar noch weiter zugunsten der Rüstungssparte auf einen Anteil von 54,7 % ausweiten.

Doch zur Bedeutungslosigkeit werde das Automotive-Geschäft bei Rheinmetall beileibe nicht. Das Geschäft mit Kolben, Ölpumpen oder Zylinderköpfen habe Rheinmetall eine hohe Gewinnmarge zwischen 7,5 und 8,9 % in den zurückliegenden vier Geschäftsjahren garantiert. Profitabler sei der Konzern zuletzt aber durch die steigende Marge im Defence-Bereich geworden. Noch 2014 habe man hier operativ einen Verlust eingefahren. Im Geschäftsjahr 2019 dürfe die operative Marge des Rüstungsgeschäfts mit 8,0 % auf Augenhöhe mit der Marge des Automotive-Geschäfts (8,3 %) liegen – dem anhaltenden Rüstungsboom sei Dank.

Das Bemerkenswerte an der Automotive-Sparte sei, dass das Geschäft viel besser laufe als bei vielen anderen Konkurrenten aus dem Zuliefererbereich. Rheinmetall habe es bei der Tochter Kolbenschmidt verstanden, die traditionellen Produkte auf neue Branchentrends anzupassen und neue Produkte für Zukunftstrends wie Elektromobilität zu entwickeln. Zu erwähnen seien hier Module zur Regelung des Energiebedarfs oder elektrische Vakuumpumpen für die Bremssysteme. Weil die Aussichten für Rheinmetall weiter gut seien, rät Der Aktionär mit einem Kursziel von 120 Euro zum Kauf (22 % Potenzial).

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Bildherkunft: Rheinmetall


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