Vonovia – DAX-Titel mit 30 % Kurspotenzial dank Niedrigzinspolitik der EZB

So langsam wird es wohl den meisten Sparern dämmern, dass die Durststrecke bei den Zinsen auf Tagesgeld, Festgeld und Sparbüchern noch weiter anhalten dürfte. Steigende Zinsen – nicht wirklich am Horizont zu sehen. Wer nicht zusehen möchte, wie sich sein Geld aufgrund von Inflation selbst vernichtet, der sollte sich schleunigst mit den vielen Möglichkeiten des Investierens am Aktienmarkt vertraut machen. Wer wirklich noch keine Ahnung hat, wie er da vorgehen sollte, der findet heutzutage ja reichlich Anregung und Hilfestellungen im Internet. Allerdings gilt es auch dort die Spreu vom Weizen zu trennen – genau so wie das an der Börse (und im richtigen Leben) ja auch der Fall ist.

Es gibt eine Branche, die das anhaltende Zinstief überaus freut: die Immobilienbranche. Der niedrige Zins hat nicht nur einen Bau- und Kaufboom ausgelöst nach dem Motto: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Man kann es täglich in der Zeitung lesen, dass die Immobilienpreise dadurch steigen – zumindest in den Ballungsgebieten der Großstädte und ihrer Einzugsgebiete, die gut mit dem öffentlichen Personennahverkehr erschlossen sind.

Weil immer noch kein Ende des Immobilienbooms abzusehen ist, sollte man auch immer noch die börsennotierten Immobiliengesellschaften auf der Watchlist haben. Branchenführer Vonovia profitiere laut Der Aktionär wie kein Zweiter von der EZB-Geldpolitik. Gerade bei Wohnimmobilien übersteige die Nachfrage weiterhin das Angebot und das spiele der großen Wohnungsbaugesellschaft in die Karten. Außerdem profitiere Vonovia vom demografischen Wandel. Obwohl die deutsche Bevölkerung schrumpfe, sei ein Trend hin zu immer mehr einzelnen Haushalten zu beobachten. In den Städten werde man zudem von einer abnehmenden Einwohnerzahl sowieso nichts merken. Die Ballungsräume haben weiterhin eine magische Anziehungskraft während ländliche Gemeinden ausbluten.

Vonovia habe diese Entwicklung im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Rekordgewinn beschert. Die Mieteinnahmen habe Vonovia um 13,6 % auf 1,89 Mrd. Euro steigern können. Die wichtige Kennziffer der Branche FFO 1 (Funds from Operations, operatives Ergebnis nach Zinsen und Steuern) habe nach einem Plus von 15,8 % auf 1,06 Mrd. Euro auf einem neuen Rekordniveau für den Konzern gelegen.

Das Schöne an dieser operativen Geschäftsentwicklung sei laut Der Aktionär, dass Vonovia das nicht durch Zukäufe erreicht habe, sondern von innen heraus. Vonovia nutze Wege zur Nachverdichtung bestehender Objekte und setze dabei zur Einsparung von Investitionskosten auf digitale Planungstools und eine serielle Bauweise. Außerdem profitiere Vonovia von der hauseigenen Handwerksorganisation, die der Konzern eigentlich für die Instandhaltung aufgebaut hatte und sich nun aber so kompetent erweise, dass hier inzwischen auch alle Neubauaktivitäten koordiniert werden.

Vonovia steigere die Wertschöpfungskette zudem durch den Ausbau immobiliennaher Dienstleistungen. Darunter sei das Auslesen von Smart-Metern, die Strombelieferung von Mietern, das Kabel-TV-Geschäft oder Angebot wie Carsharing zu verstehen. In diesem unter dem Begriff „Value-add“ zusammengefassten Segment erziele Vonovia seit 2014 Wachstumsraten von durchschnittlich 50 % pro Jahr. Zum bereinigten EBITDA habe der Konzernbereich zuletzt 121 Mio. Euro beigetragen. Eine steigende Zahl an Mietwohnungen und der Ausbau der Service-Dienste dürfe das Wachstum dieser Sparte weiter antreiben.

Angesichts der Rahmenbedingungen mit einer anhaltendem Niedrigzinspolitik der EZB, bestehender Nachfrage nach Wohnraum und den Wachstumsperspektiven von Vonovia in einer Boom-Branche rät Der Aktionär mit einem Kursziel von 57,50 Euro zum Kauf (25 % Potenzial).

Die Schweizer Großbank UBS sieht mit einem Kursziel von 60 Euro sogar ein Potenzial von 31 % bei dem DAX-Titel. Für Analyst Charles Boissier sei der deutsche Wohnimmobiliensektor in Europa zu bevorzugen. Und Vonovia zähle zu seinen Einzelwerten unter den Favoriten.

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Bildherkunft: Vonovia


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