Aumann – Noch immer sehen Analysten dreistelliges Kurspotenzial für den Profiteur der E-Mobilität

Das Börsenjahr 2019 hat gerade begonnen und schön kann man den Auftakt nicht wirklich nennen. Alle stellen sich die Frage, wie lange die Talfahrt an den Märkten noch anhalten wird. Eine zuverlässige Glaskugel wäre nun genau das richtige. Doch wer würde die schon einfach so rausrücken, wenn er sie den hätte?

Also müssen wir uns mit den Fakten beschäftigen, die wir sehen. Genauso machen es ja auch die Analysten – sind ja auch nur Menschen. Und Menschen sind manchmal ausgesprochene Herdentieren. Wenn alle finden, dass das Wetter gut ist, sind sie frohgelaunt und gehen an den Strand oder in den Stadtpark. Zieht ein Unwetter auf, holt man den Schirm raus oder geht in Deckung. Und genau dieses Phänomen kann man auch im Auf und Ab der Börsen beobachten.

Ist die Großwetterlage an den Märkten gut, dann beurteilen auch viele Analysten die Aussichten eines Unternehmens positiv. Nun ist die Großwetterlage an den Börsen aber alles andere als toll. Natürlich werden Analysten dann auch vorsichtiger mit ihren Kurszielprognosen. Die Risiken überwiegen derzeit und manche Markt-beeinflussende Faktoren kann man überhaupt nicht kalkulieren: US-Präsident, chinesischer Staatschef oder nordkoreanischer Führer.

Umso erstaunlicher ist es dann, wenn man derzeit eine Aktie findet, die noch immer hoch in der Gunst der covernden Analysten steht. Drei Institutionen geben zurzeit regelmäßig Ratings zur Aktie von Aumann ab: Berenberg, Commerzbank und Hauck & Aufhäuser. Wenn die Privatbank Berenberg nicht kurz vor Weihnachten das Ziel für die Aktie des Maschinenbauers gesenkt hätte, dann wäre das Kurspotenzial von allen drei Analysten weiterhin dreistellig gewesen. Nun sehen nur noch 2 der 3 Analysten ein Kursziel dreistelliges Aufwärtspotenzial. Doch obwohl die Privatbank Berenberg zuletzt das Kursziel von 70 auf 51 Euro eingestampft hat, besteht in den Augen der Experten immer noch ein Potenzial von über 70 % – auch nicht von schlechten Eltern.

Interessanterweise wurde die Kurszielanpassung bei Berenberg nicht mit einer sich eintrübenden Konjunktur oder mangelnden Wachstumsaussichten begründet. Ein Mangel an Fachkräften sei der Grund für die Reduzierung der Gewinnschätzungen für die Jahre 2018 bis 2020. Analyst Gerhard Orgonas hob aber die anhaltend hohe Nachfrage im Bereich E-Mobilität hervor. Die starke Position in diesem Zukunftsmarkt rechtfertige ein hohes Kurspotenzial.

Die Commerzbank hat den Titel des Maschinenbauers zuletzt Ende November besprochen. Das Kursziel wurde dabei von 72,50 auf 66 Euro gesenkt. Dennoch entspricht das einem Potenzial von 123 %. Die Einstufung mit einem „Buy“ wurde bestätigt. Analyst Stephan Klepp bewertete damals die geplante Übernahme des Aumann-Konkurrenten Elmotec durch den Autozulieferer Schaeffler durchaus positiv. Der Wegfall eines direkten Branchenkonkurrenten dürfe für nachlassenden Wettbewerbsdruck bei Aumann führen. Es sei davon auszugehen, dass Schaeffler das Elmotec-Know-how weitgehend intern nutzen werden, um das Angebot im Bereich E-Mobility zu komplettieren.

Noch etwas älter ist die letzte Besprechung der Privatbank Hauck & Aufhäuser zu Aumann. In der zweiten Hälfte des Novembers kürzte auch Hauck & Aufhäuser das Kursziel von 75 auf 69 Euro. Das „Buy“ wurde aber bestätigt und das Kursziel sieht immer noch ein stattliches Potenzial von 133 % vor. Analyst Christian Glowa begründete seine Kurszielanpassung nach den jüngsten Quartalszahlen damit, dass sich Aumann nicht gänzlich von den Entwicklungen in der Autobranche abkoppeln könne. Es sei davon auszugehen, dass die großen Autohersteller ihre Investitionsvorhaben zunächst bis zum Jahresende 2019 verschieben und womöglich deren Umfang auch reduzieren könnten.

Man darf gespannt sein, wie die Aktie von Aumann bei den nächsten Updates der Kurszieleinschätzungen durch die drei Institutionen bewertet werden wird.

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Bildherkunft: Aumann


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