113% in weniger als 5 Monaten - AndreasZ erzählt uns wie er das gemacht hat!

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Liebe Trader,

AndreasZ hat das "Trader Race Frühjahr 2018" mit einer Performance von 113 % gewonnen. Das ist eine stolze Leistung, denn beim Trader Race handelt es sich um eine absolut realistische Börsen-Simulation.

Wir haben mit AndreasZ ein Interview geführt und freuen uns über eine ausführliche Strategieerläuterung vom Erstplatzierten des "Trader Race Frühjahr 2018". Ich möchte eines vorwegnehmen: AndreasZ zählt zu den Tradern, die die TraderFox-Sprache verstanden und verinnerlicht haben.

1.) Wie bist du zur Börse gekommen und wie war deine Entwicklung?

Ich habe im März 2015 begonnen, mich mit dem Thema Börse zu beschäftigen. Damals hatte ich überhaupt keine Vorkenntnisse und bin sozusagen einfach ins kalte Wasser gesprungen. Zusammen mit einem Arbeitskollegen, welcher schon ein wenig Erfahrung auf dem Gebiet hatte, durch die Finanzkrise aber kurzfristig ausgeknockt wurde, habe ich mich langsam an den Börsenhandel herangetastet. Es war zu diesem Zeitpunkt sehr schwer, den richtigen Einstieg zu finden, da der DAX in dieser Phase ein Top ausgebildet hat, welches erst wieder zwei Jahre später überschritten wurde. Nach unzähligen Verlusttrades wurde mir schnell bewusst, dass eine Strategie, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit Gewinne einbringt und vor allem auch wiederholbar ist, unverzichtbar ist. Bücher, die mich dabei wesentlich beeinflusst haben waren "Wie man mit Aktien Geld verdient" von William J. O'Neil und "Trade like a stock market wizard" von Mark Minervini. Meine Lernphase wurde dabei auch durch Traderfox maßgeblich unterstützt. Unzählige Webinare, sowie auch ein Seminar bei Traderfox in Reutlingen haben mir neue Möglichkeiten aufgezeigt und mich in meinem Vorgehen bestätigt. Mein größtes Vorbild war aber immer schon Dan Zanger, der ja bekanntlich mit einer unglaublichen Performance in kurzer Zeit für Aufsehen sorgte. So wurde aus mir bald ein leidenschaftlicher Trendfolgetrader.

2.) Kannst du uns kurz erklären welche Strategie/n du verfolgst?

Ich bin fest davon überzeugt, dass jeder gute Trader mehrere Strategien in seinem Repertoire haben muss. Wann welche Vorgehensweise zum Einsatz kommt, ist immer von der jeweiligen Marktsituation abhängig. In bullischen Phasen suche ich Aktien mit einer hohen Trendstabilität, welche nach Möglichkeit unter geringer Volatilität steigen. Den Einstieg suche ich vorzugsweise nach Pivotal Points oder Ausbrüchen aus Konsolidierungen. Dabei achte ich insbesondere auf Trend Continuation Lines und neue Hochs. Ein weiterer wesentlicher Faktor, welchen ich bei meiner Positionseröffnung berücksichtige, ist ein hohes Volumen am Tag des Breakouts. Entwickelt sich die Aktie nicht wie erwünscht bzw. wird der Ausbruch abverkauft, schließe ich die Long-Position schnell wieder. Meiner Meinung nach ist ein striktes Risikomanagement zwingend notwendig, um nachhaltig erfolgreich zu traden. Gewinne realisiere ich, sobald bedeutsame News einen weiteren Anstieg unwahrscheinlich machen oder sich charttechnisch Übertreibungen andeuten. So konnte ich zum Beispiel beim Trader Race von einem gewaltigen Anstieg bei Aixtron profitieren und den Gewinn rechtzeitig realisieren.

In bärischen Phasen versuche ich passiv zu bleiben und Aktien zu finden, welche bei Erholungen sofort wieder anspringen und durch relative Stärke überzeugen. Einstiege auf der Long-Seite suche ich erst wieder, sobald der Markt Stärke zeigt und die Trefferquote der Long-Signale zunimmt. Ansonsten ist es meiner Meinung nach sinnvoll, auf Panikpeaks oder capitulation gaps zu warten, um kurzfristige Positionen zu eröffnen. Auf der Shortseite bin ich eher selten aktiv, um einen besseren Überblick zu behalten.

3.) Hast du eine tägliche Routine, wie sieht diese aus?

Das Screening nach neuen potentiellen Long-Kandidaten ist der wohl wichtigste Faktor meiner täglichen Routine. Dabei lege ich hohen Wert auf das Trendverhalten der Aktien, die sich einen Platz auf meiner Watchlist sichern wollen. Unter Zuhilfenahme der Indikatoren Trendstabilität, Trendstärke, Volatilität und Korrelation durchforste ich verschiedene Kurslisten und werde dadurch zwangsläufig auf die stärksten Gewinner aufmerksam. Neben dem Beobachten des Marktgeschehens lese ich viele Bücher und Nachrichten mit dem Ziel, möglichst früh auf neue disruptive Unternehmen zu stoßen.

Für mich ist es der allergrößte Anreiz, bei solchen Aktien von Anfang an dabei zu sein. Diese Umstände motivieren mich täglich aufs Neue.

In meinem Freundeskreis hat sich mittlerweile eine kleine Gemeinschaft von leidenschaftlichen Tradern gebildet. Einmal im Monat veranstalten wir zusammen einen "Tradingday", bei welchem wir gemeinsame Screenings durchführen und unsere Gedanken austauschen.

4.) Setzt du dein Vorgehen auch in der Realität um?

Meine Vorgehensweise beim Trader Race und in meinem Echtgelddepot ist nahezu identisch. Meine Hauptmotivation, an dem Wettbewerb teilzunehmen, bestand darin, die eigene Strategie mit jener der anderen Trader zu vergleichen, um meine Performance eventuell verbessern zu können. Ich glaube, dass man sich auch nur mit einer funktionierenden Strategie im Spitzenfeld halten kann. Darum beobachte ich mit Spannung das Verhalten der anderen Trader, um selbst immer wieder etwas dazuzulernen.

In der Realität unterteilt sich mein Depot in ein Trading- und in ein Investmentdepot. Die Größe des Kapitals in meinem Trading-Depot versuche ich konstant zu halten. Dabei übertrage ich Gewinne, welche ich mit meinen Trades mache direkt auf mein Investmentdepot, um dort Zukäufe zu tätigen. Die Handelsaktivitäten innerhalb meiner Depots sind dabei komplett unterschiedlich. In meinem Trading-Depot handle ich soweit möglich ausschließlich Hebelzertifikate, um möglichst wenig Kapital aufbringen zu müssen, während sich in meinem Investmentdepot ausschließlich Aktien befinden. Bezüglich des Risikomanagements wende ich das klassische Regelwerk an. Bei Trades werden große Verluste vermieden. Bei Investments hingegen sind keine Verkäufe, sondern lediglich Zukäufe vorgesehen. Was die Auswahl meiner Investments betrifft, so überlege ich mir, welche Unternehmen auf Sicht der nächsten Jahre besonders gute Wachstumschancen haben. Natürlich spielt hier die Bewertung der Unternehmen eine besondere Rolle, jedoch versuche ich auch hier meine Gedanken bezüglich möglicher gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen einfließen zu lassen. Bei meinen neuesten Investments handelt es sich beispielsweise um Tomra Systems und Umicore. Die beiden Aktien konnten mein Investmentdepot heuer bereits ordentlich in die Höhe katapultieren und ich denke momentan nicht einmal im Traum daran, auch nur eine meiner Aktien zu veräußern.

Neben meinen Trades eröffne ich manchmal auch spekulativere Positionen, bei welchen ich auf ein spezielles Szenario setze. Bei diesem Vorgehen räume ich der jeweiligen Aktie auch gerne eine großzügigere Verlusttoleranz ein. Dabei handelt es fast immer um disruptive Unternehmen, welche sich meiner Meinung nach aus einem bestimmten Grund künftig gegen die Konkurrenz durchsetzen können. Ein Beispiel hierfür wäre Tesla. Ich bin ein großer Fan des Unternehmens und glaube fest an dessen Erfolg.

Hinweis: Das Interview führte David Steinbrecher

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