Kering-Aktien reagiert nach den Q4-Zahlen leicht positiv, auch wenn die Umsätze der angeschlagenen Marke Gucci weiter zurückbleiben

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Die Aktien von Kering stiegen am 11.02.2025, nachdem das französische Luxusgüterunternehmen einen besser als erwarteten Umsatz im 4. Quartal gemeldet hatte, der jedoch aufgrund der schwachen Nachfrage nach seinem Hauptlabel Gucci im Jahresvergleich zurückging.

Ein Blick in das Zahlenwerk

Der High-End-Modekonzern, zu dessen Marken auch Bottega Veneta, Balenciaga und Alexander McQueen gehören, verzeichnete im 4. Quartal einen Umsatzrückgang von 12 % auf 4,39 Mrd. Euro (4,52 Mrd. USD) und lag damit nur knapp über den von Analysten prognostizierten 4,29 Mrd. Euro. Der Umsatz von Gucci, der fast die Hälfte des Gesamtumsatzes der Gruppe ausmacht, sank im Dreimonatszeitraum auf vergleichbarer Basis im Jahresvergleich um 24 % auf 1,92 Mrd. Euro, was die Verluste des einst beliebten Luxuslabels der Gruppe weiter ausbaute. Der Jahresumsatz reduzierte sich ebenfalls um 12 % auf 17,19 Mrd. Euro gegenüber den erwarteten 17,09 Mrd. Euro. Das Betriebsergebnis für das Jahr belief sich auf 2,55 Mrd. Euro und entsprach damit der im Oktober revidierten Prognose des Konzerns, war aber nur knapp die Hälfte des Vorjahresergebnisses von 4,75 Mrd. Euro.

"In einem schwierigen Jahr haben wir die Transformation mehrerer unserer Häuser beschleunigt und entschlossen daran gearbeitet, die Gesundheit und Attraktivität unserer Marken langfristig zu stärken", sagte der Vorsitzende und CEO François-Henri Pinault in einer Erklärung. "Unsere Bemühungen müssen fortgesetzt werden und wir sind zuversichtlich, dass wir Kering zu einem Punkt der Stabilisierung geführt haben, von dem aus wir unseren Wachstumskurs schrittweise wieder aufnehmen werden."

Der Modegigant verspürt eine leichte Nachfragesteigerung im asiatisch-pazifischen Raum

Das französische Modehaus verwies auf eine leichte Verbesserung der Umsätze im asiatisch-pazifischen Raum und in Nordamerika bei seinen Marken Gucci, Yves Saint Laurent und Bottega Veneta, gab jedoch keine Einzelheiten zu bestimmten Märkten bekannt. Kering ist der jüngste europäische Luxuskonzern, der in den letzten Wochen seine Gewinne bekannt gegeben hat, da die Anleger nach Anzeichen einer Wiederbelebung eines Sektors suchen, der durch einen Rückgang der Verbraucherausgaben, insbesondere auf dem wichtigen chinesischen Markt, beeinträchtigt wird.

Eine nachhaltige Erholungsbewegung ist in der Luxusmodebranche noch nicht zu erkennen

Die Luxusbranche bekommt momentan angesichts der in vielen Ländern schlecht laufenden Konjunktur eine allgemeine Nachfrageschwäche nach Lederwaren, Schmuck und Mode zu spüren. Letzten Monat waren die Investoren enttäuscht von den nur geringfügig besser als erwarteten Jahresergebnissen des Luxus-Vorzeigekonzerns LVMH. Der Markt hatte nach den hervorragenden Ergebnissen des Cartier-Eigentümers Richemont auf eine branchenweite Trendwende gehofft, doch die anhaltende Schwäche in den Bereichen Mode, Lederwaren und Weine und Spirituosen von LVMH deutete auf eine weitere Divergenz in der Branche hin.

Erste personale Änderungen: Der Gucci-Designchef verlässt das Unternehmen

Kering, das besonders stark vom chinesischen Verbraucher abhängig ist, kämpft schon länger mit einem Abschwung, da sein Starlabel Gucci bei Kunden etwas aus der Mode gekommen zu sein scheint. Am 06.02.2025 gab der Modekonzern den Abgang von Gucci-Designchef Sabato De Sarno bekannt, die erste große Veränderung, seit Gucci-CEO Stefano Cantino letztes Jahr einstieg, um die Marke wiederzubeleben. Der minimalistische Designer De Sarno war weniger als zwei Jahre im Amt, nachdem er Alessandro Michele ersetzt hatte, dessen maximalistische Designs die Marke in den vergangenen Jahren geprägt hatten. De Sarnos Nachfolger wird "zu gegebener Zeit" bekannt gegeben, teilte das Unternehmen in einer Erklärung mit.

Simone Ragazzi, leitender Aktienanalyst bei Algebris Investments, sagte, dass Kering mit der Ernennung des neuen Designers einen Neustart für die Marke signalisieren möchte. Er fügte jedoch hinzu, dass die Anleger aufgrund der fortbestehenden Altlasten wahrscheinlich vorsichtig bleiben würden. "Das ist eine Hoffnung, auf die der Markt schon seit geraumer Zeit setzt. Es ist immer ein kleines Fragezeichen", sagte er CNBC in einem Videoanruf. "Die Marke hat sich in der Vergangenheit an die Höhen und Tiefen gewöhnt, weil sie eine der modeorientiertesten Luxusgruppen ist", fuhr er fort. "Die Hoffnung ist, dass der neue Designer die Marke wieder auf Vordermann bringen kann."

Kering S.A.
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