Meine Tesla-Champagner-Wette: "Tesla wird Daimler übertrumpfen" - ihr könnt dagegen setzen!

Kommentare Simon Betschinger 2.948 Leser
Liebe Leser,

als ich Mitte Juni ein bullisches Szenario für die Tesla-Aktie veröffentlichte und meinen Optimismus mit einem überlegenen Geschäftsmodell gegenüber den deutschen Autobauern begründete, brach ein Shitstorm über mich herein.
6 Gründe warum Tesla die deutsche Autobranche platt machen wird: Es ist wie mit Amazon und dem Einzelhandel.

Ich verletzte mit meinen Aussagen offenbar die deutsche Ingenieursseele zutiefst, die es seit Jahrzehnten gewohnt war, von der ganzen Welt bewundert zu werden. Und so lässt es der eigene Stolz nicht zu, wenn auf einmal eine US-Firma den Markt für Elektromobilität aufrollt. Aber meine Kritik gilt nicht den deutschen Ingenieuren. Sie sind nur Opfer eines peinlichen Management-Versagens der deutschen Automobilindustrie, das Konkurrenten wie Tesla erst die Möglichkeit lässt, sich frei zu entfalten.

Nach den Q2-Zahlen schoss die Tesla-Aktie um +16 % in die Höhe. Mich freut das natürlich, denn ich bin investiert. Ich rechne ja schon Ende 2019 mit Kursen von über 500 USD bei der Tesla-Aktie. Hier ist die Marktanteilsentwicklung des Tesla Model 3 gegenüber den anderen Mittelklasse Premium Sedans.

marktanteil-tesla

Kritiker werfen Tesla ja gerne vor, nicht genügend Autos produzieren zu können. Dabei übersehen sie, dass die Konkurrenz von Tesla ein viel größeres Problem hat. BMW, Audi und Mercedes könnten zwar mehr Autos produzieren, sie schaffen es aber nicht diese zu verkaufen. Der Marktanteil von Mercedes in den USA ist wegen der fehlenden Nachfrage derzeit nach oben beschränkt. Jedes Auto hingegen, das Tesla produziert, findet sofort einen Käufer.

In meinen Artikeln vor 6 Wochen stellte ich die These auf, dass Tesla im vierten Quartal bereits profitabel sein wird. Der Q2-Bericht deutet darauf hin, dass genau das passieren wird. Der Break-Even-Point für Tesla sind derzeit 7.000 produzierte Autos pro Woche. Dieser Punkt wird in Q3 dauerhaft überschritten. Bereits Ende des Jahres 2018 wird Tesla vermutlich Produktionskapazitäten aufgebaut haben, um 10.000 Model 3 pro Woche herzustellen.
PODCAST: Tesla und der Niedergang der deutschen Autoindustrie

Aus meiner Sicht haben die zahlreichen Tesla-Kritiker, denen jede wohlgesonnene Erwähung von Elon Musk die Zornesröte ins Gesicht treibt, folgende Punkte nicht verstanden:
  • Das Elektroauto ist in wenigen Jahren gegenüber dem Verbrennungsmotor das überlegene Auto. Normreichweiten von 1.000 Kilometern und ein geringerer Wartungsaufwand machen es zur ersten Wahl.
  • Die deutschen Autobauer können ihre Produktion gar nicht so radikal auf Elektromobilität umstellen und die gleich hohen Stückzahlen produzieren so wie Tesla es tut. Die deutschen Autokonzerne sind hochverschuldet und müssen ihre bestehenden Produktionsstraßen weiterhin auslasten. Tesla wird als größter Nachfrager und eigener Produzent für Lithium-Ionen-Akkus nicht wieder einholbare Größenvorteile haben.
  • Tesla setzt bei der Autoproduktion auf wenige Modelle. Ähnlich wie es Apple mit dem iPhone getan hat, als Nokia und andere aus dem Markt gedrängt wurden. Die wenigen Modelle von Tesla werden in gewaltig hohen Stückzahlen produziert. Das gesamte Modelldesign des Model 3 ist für die Produktionseffizienz und Automatisierung optimiert. Es lässt sich kostengünstiger produzieren als die Autos anderer Hersteller.
  • Tesla kommt ohne Händlernetzwerk aus. Der Verkauf der Autos erfolgt nahezu komplett online. Tesla kann die Verkaufserlöse zu 100 % selbst vereinnahmen. Wie Amazon es im Einzelhandel getan hat, schaltet auch Tesla sämtliche Zwischenhändler aus. Das ist der Autovertrieb der Zukunft.
  • Weil Tesla mit den Gigafactorys eine eigene Produktion für Lithium-Ionen-Akkus aufgebaut hat, betätigt sich Tesla auch als "Energy-Company". Tesla bietet privaten Nutzern und Energiekonzernen Lösungen an, um zu viel produzierten Strom aus regenerativen Energien zwischen zu speichern. Auch dieses Geschäft dürfte 2019 so richtig anziehen und Tesla zu kaum einholbaren Skaleneffekten bei der Akkuproduktion verhelfen.
  • Bei Tesla steht an der Spitze ein hyperintelligenter Ausnahmeunternehmer. Elon Musk verlangt von seiner Belegschaft 7 Tage die Woche teilweise bis zu 14 Stunden am Tag zu arbeiten. Die Arbeitnehmer machen es gerne mit. Sie sind stolz für Tesla zu arbeiten. Sie wollen Tesla im Lebenslauf stehen haben und sind bereit diesen Arbeitsethos für 2, 3 oder 4 Jahre durchziehen. Die Mitarbeiter von Tesla folgen der Vision von Musk, die Welt vom Verbrennungsmotor zu befreien und dadurch den Klimawandel aufzuhalten. Gegen diese Arbeitsmoral werden die Deutschen chancenlos sein.
  • Der größte Wettbewerbsvorteil im Autosektor werden schon bald "autonom fahrende Autos" sein. Tesla hat die besten KI-Chipentwickler des Silicon Valleys eingestellt und nach Angaben von Elon Musk bereits einen dafür optimierten Chip entwickelt. Bei diesem Thema traue ich es dem Genie Elon Musk, der es geschafft hat innerhalb von 10 Jahren die führende Raketentechnologie zu entwickeln, absolut zu, auch beim Thema "autonomes Fahren" die anderen Autohersteller hinter sich zu lassen.
Fazit: Die Tesla-Maschine ist angelaufen. Teslas werden in immer größeren Stückzahlen von den Bändern laufen. Ab Q4 wird Tesla profitabel sein und ich sehe keinen Konkurrenten, der Tesla noch aufhalten kann.

Ich biete den zahlreichen Tesla-Kritikern folgende Champagner-Wette an. Jeder, der sich an den Shitstorms gegen Tesla beteiligt, hat jetzt die Chance mit dem eigenen Namen dafür einzustehen.

Ich wette, dass Tesla Daimler übertrumpfen wird und Ende 2019 am letzten Handelstag des Jahres einen höheren Börsenwert als Daimler auf die Börsenwaage bringen wird. Wetteinsatz ist eine Flasche Veuve Clicquot Brut 0,75 L (derzeit 39,90 €). Insgesamt nehme ich 10 Wetten an. Wer sich zuerst meldet, bekommt den Zuschlag. Es handelt sich um eine symbolische Wette. Ich möchte, dass die Leute, die regelmäßig Tesla in Grund und Boden schreiben, öffentlich zu Ihrer Meinung stehen. 

Wenn ihr die Wette annehmen wollt, schreibt eine Email an s.betschinger[bei]traderfox.de mit dem Betreff "Champager-Wette Tesla". Ich werde alle Wettkandidaten hier unter diesem Beitrag veröffentlichen. Ihr könnt gerne eure Meinung begründen warum ihr glaubt, dass Daimler gegen Tesla eine Chance haben wird.

Viele Grüße
Simon Betschinger

Tipp: Das neue aktien Magazin, das am Dienstag morgen erscheint, behandelt das sehr spannende Thema eSports und Virtual Reality. Wir stellen vielversprechende Aktien vor, die bei diesen Zukunftstrends ganz vorne mitmischen. Hier könnt ihr ein Abo für das aktien Magazin bestellen.

aktien-14-2018


Ebenfalls interessant