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Barrick Gold steht kurz vor dem Ausbruch aus dem Cup-and-Handle-Muster!

Liebe Leser,

in den vergangenen Tagen gab es starken Verkaufsdruck an den Märkten. Vor allem die Technologiewerte mussten Kursverluste einstecken. Viele Unternehmen sind in den letzten drei Monaten stark gelaufen und dementsprechend hoch bewertet. Die Erwartungshaltung an Technologie-Unternehmen ist hoch. Nun kommt es zu Gewinnmitnahmen und einer  Konsolidierung. Nicht mal die großen Konzerne, wie Microsoft, Tesla oder Intel, konnten den Kursstürzen standhalten, obwohl die veröffentlichten Zahlen positiv ausfielen.

Dieser Entwicklung widersetzt sich allerdings der Goldpreis. Dieser konnte aus einer mehrtägigen Konsolidierung ausbrechen und knapp 5 % in vier Tagen dazu gewinnen. 

Davon sollten Goldminen-Aktien stark profitieren. Barrick Gold ist eine attraktive Aktie, um auf einen Anstieg des Goldpreises zu setzen. Wie sich ein steigender Goldpreis auf den Free Cashflow des Unternehmens auswirkt, zeigt ein Statement des Konkurrenten Newmont Corp. Newmont gibt an, dass ein Anstieg des Goldpreises um 100 USD zu einer Steigerung des Free Cashflow in Höhe von 400 Mio. USD führt. Dies dürfte sich bei Barrick Gold ähnlich verhalten.

"Wenn das Gold redet, dann schweigt die Welt." - Lateinisches Sprichwort

Barrick Gold - Geographische Diversifikation kommt mit starken Fundamentaldaten

Barrick Gold ist nach Newmont Corp der zweitgrößte Goldproduzent der Welt. Das Unternehmen betreibt Gold- und Kupferminen, sowie Entwicklungsprojekte in  13 verschiedenen Ländern. Barrick Gold ist in Nord- und Südamerika, in Afrika, in Papua-Neuguinea und in Saudi-Arabien tätig. Dahingehend verfügt das Unternehmen über eine starke geographische Diversifikation.

Der CEO Mark Bristol hat bereits gesagt, dass Barrick Gold trotz der Corona-Krise auf einem guten Weg ist, die prognostizierten Ergebnisse für das Jahr 2020 zu erreichen. Die Goldproduktion im zweiten Quartal war weniger stark als im ersten Quartal. Dies ist auf Minenschließungen aufgrund des Corona-Virus, sowie politischen Problemen bei der Mine in Papua-Neuguinea zurückzuführen. Das Unternehmen erwartet Kostensteigerungen im einstelligen Prozentbereich für das Q2-2020. Trotzdem geht Barrick Gold davon aus, dass 4,6-5 Mio. Unzen Gold im Jahr 2020 produziert werden.

Das Q1-Ergebnis von Barrick Gold war überzeugend. Die Nettoverschuldung ist gesunken und das Unternehmen konnte hohe Cashflows ausweisen. Barrick konnte den Umsatz von 2018 auf 2019 um 36,1 % steigern. Die Analysten erwarten, dass der Umsatz des Unternehmens im Jahr 2020 um weitere 25,5 % zulegt. Der TraderFox Qualitätsscore gibt dem Unternehmen 9/15 Punkten. 

Der Gewinn und der Umsatz von Barrick Gold hängen stark vom Goldpreis ab. Dahingehend ist die eigentlich Erwägung bei einem Investment in eine Gold-Aktie, ob der Goldpreis steigen wird. Steigt der Goldpreis, profitieren Goldminen-Aktien, wie auch Barrick Gold, überproportional stark. 

Die folgenden Faktoren dürften zu einem weiterhin steigenden Goldpreis führen:

Weitere Ausweitung der Zentralbank-Bilanzen wahrscheinlich

Noch vor wenigen Wochen sagte der FED-Präsident Jerome Powell, dass die Zentralbank nicht mal über Zinssteigerungen nachdenke. Außerdem würden weitere fiskalische Maßnahmen notwendig sein, um die Finanzmärkte und die Realwirtschaft in Schwung zu bringen. Die Ausweitung der FED-Bilanz fand während der Corona-Krise in noch nie da gewesenen Stil statt. Die folgende Grafik zeigt die Ausweitung der FED-Bilanz:

Quelle: federalreserve.gov

Vor drei Wochen hielt Jerome Powell eine Rede, in welcher er sagte, dass der Ausblick auf die amerikanische Wirtschaft sehr ungewiss sei. Powell signalisierte, dass es zu einer Fortsetzung der expansiven Geldpolitik kommen würde. Ähnlich zu Mario Draghis Satz "Whatever it takes" sagt Powell, dass sämtliche zur Verfügung stehenden Mittel genutzt werden, um die Konjunktur zu stützen. Dies bedeutet in Klartext: Das Geldmengen-Wachstum wird sich nicht abschwächen und auf dem derzeitigen Level verharren. Die Zentralbank-Bilanz wird weiter ausgeweitet werden. Anlegern muss bewusst sein, dass die FED noch nicht das ganze Sortiment an geldpolitischen Instrumenten gespielt hat. Diese Aussagen und die verbreitete Vermutung, dass die Geldmenge weiter steigen wird, dürften sich weiterhin positiv auf den Goldpreis auswirken.

Der Goldpreis profitiert von Unsicherheit

"Gold funktioniert seit der Zeit Alexander des Großen. Wenn etwas über zweitausend Jahre Bestand hat, ich denke, dann nicht aufgrund von Vorurteilen oder einer falschen Theorie." - Bernard Baruch, US-amerikanischer Finanzier (1870-1965)

Der Goldpreis profitiert von Unsicherheit in der Weltwirtschaft. Gold existiert seit mehreren Tausend Jahren und ist noch nie als Währung gescheitert. Daher sehen viele Investoren Gold als sicheren Hafen an. Tendenziell möchte man als Investor trotzdem keinen steigenden Goldpreis im Depot sehen, denn dies ist oftmals gleichbedeutend mit fallenden Aktienkursen. 

Die Unsicherheit an den Finanzmärkten ist nach wie vor hoch. Durch die Corona-Krise haben sich klare Gewinner und klare Verlierer herauskristallisiert. Allerdings ist noch nicht klar, in welchem Umfang diese Aufteilung stattfand. Anders gesagt: Es ist sehr schwierig zu prognostizieren, wie stark die Verlierer-Sektoren abgestrafft werden/wurden. Dadurch kommt es zu Ungewissheit. Wenn ein Unternehmen nicht mehr mit einem anderen Unternehmen handeln möchte, da es nicht weiß, ob dieses zahlungsunfähig ist oder in naher Zukunft werden könnte, schwächt sich die Dynamik in der Wirtschaft ab.

Euler Hermes rechnet mit stark steigenden Insolvenzen in den USA und in Europa. Im Jahr 2019 sind die Insolvenzen um 8 % gestiegen. Für das Jahr 2020 rechnet Euler Hermes damit, dass die Insolvenzen um 20 % zunehmen werden. Ein solcher Wert wurde bisher noch nie erreicht. Auch Arndt Geiwitz, der ehemalige Insolvenzverwalter von Schlecker, geht von stark steigenden Insolvenzen in Deutschland ab Herbst diesen Jahres aus. In Deutschland ist dies auf die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis zum 30. September diesen Jahres zurückzuführen. Dadurch wird die wirtschaftliche Lage intransparent, da man nicht genau weiß, wie viele und welche Unternehmen insolvent sind. 

Die genannten Faktoren und Prognosen führen zu Unsicherheit am Finanzmarkt. Gold profitiert tendenziell von dieser Unsicherheit.

Die Korrelation zwischen Realzinsen und dem Goldpreis

Die Zentralbanken erwecken den Anschein, dass es in den nächsten Monaten und eventuell sogar Jahren zu keinen Zinssteigerungen kommen wird. Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Leitzinssätze der FED und der EZB:

Quelle: leitzinsen.info

Da die Inflation derzeit über null liegt, resultiert dies in negativen Realzinsen für Sparer. Der Goldpreis und die Realzinsen zeigen eine beachtliche Korrelation. Fällt der Realzins unter null, steigt der tendenziell Goldpreis. Da wir uns in einem makroökonomischen Umfeld bewegen, in welchem die Zinsen bei null bleiben dürften, könnte diese Korrelation weiterhin positive Auswirkungen auf den Goldpreis haben. 

Quelle: finews.ch

Schwacher US-Dollar unterstützt die These der Unsicherheit

"Gold is Money, Everything Else is Credit" - JP Morgan, US-Bankier (1837-1913)

Zurzeit sehen wir, dass der Euro gegenüber dem USD aufwertet. Dies zeigt, dass Investoren den Dollar als gefährdet betrachten und das Geld tendenziell aus dem Dollar und in den Euro fließt.

Dieses Phänomen unterstützt die These, dass sich Unsicherheit breit macht. Eine Abwertung des US-Dollars ist tendenziell gut für den Goldpreis. Knapp 80 % der Umsätze von Gold und Silber werden in Dollar gehandelt. Wenn der Dollar fällt, werten Rohstoffe tendenziell auf. Ein schwächerer Dollar ist also ein positives Signal für den Goldpreis.

Risiken bei dem Investment in Goldminen-Aktien

Wie bei jedem Investment am Aktienmarkt gibt es auch bei Goldminen-Aktien Risiken. Im Rahmen von Barrick Gold gibt es drei Risiken. Zum einen könnte es zu einem Aufflammen des Corona-Virus kommen. Barrick Gold könnte wieder gezwungen werden, die Minen zu schließen. Dadurch würde kein Gold mehr produziert werden, was zu einem schlechteren Jahresergebnis führen könnte. Ein zweites Risiko sind politische Schwierigkeiten. In Papua-Neuguinea hat Barrick Gold bereits Probleme mit der Regierung. Am 28. April hat die Regierung in Papua-Neuguinea der Verlängerung des Leasing-Vertrages widersprochen. Dadurch darf Barrick Gold dort derzeit kein Gold produzieren. Dies könnte auch in anderen Regionen passieren. Ein weiteres Risiko sind technische Probleme, die zu höheren Kosten und damit geringeren Margen führen. Alle drei Risiken sind schwierig vorherzusehen. Jeder Investor muss sich diesen Risiken bewusst sein und selber die Frage beantworten, ob er ein Investment eingehen möchte.

Barrick Gold steht kurz vor dem Ausbruch aus dem Cup & Handle Pattern

Seit dem Corona-Abverkauf konnte Barrick Gold mehr als 100 % zulegen. In den letzten Wochen hat sich ein siebenwöchiges Cup und ein Handle entwickelt. Wenn die Aktie unter hohem Volumen über den Pivot Punkt bei 28,50 USD ausbricht, stellt dies ein technisches Kaufsignal dar. Das Volumen-Verhalten unterstützt das Chartmuster. Am Tief des Handles und am Tief des Cups kam es zu einem Volume Dry-Up. 

Verwendete Tools:

Tipp: Das TraderFox Trading-Desk hat einen Branchen-Screener. Durch den Branchen-Screener lässt sich schnell erkennen, welche Branchen gerade haussieren. Zunehmende Dynamik bei Gold-Aktien lässt sich somit schnell erkennen!

Bildherkunft: Unsplash

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