Chartanalyse Netflix: Sehen wir das Comeback des Streaming-Pioniers?

Hallo Trader, 

heutzutage ist es möglich, Filme und Serien überall zu genießen, solange man sich in einem WLAN befindet, über eine gute mobile Internet-Verbindung verfügt oder sich die Inhalte zuvor herunter geladen hat. Man beginnt zum Beispiel seine Lieblings-Netflix-Serie auf dem Sofa zu schauen, muss dann aber zur Arbeit und schaut diese einfach im Bus oder der Bahn zu Ende. Sogar in der Badewanne ist es möglich, Filme und Serien zum Beispiel über ein Tablet anzuschauen.

Filme und Serien überall schauen

Laut der Statistikseite "Statista" wollen aber 70 Prozent der Netflix-Nutzer die Inhalte über den Fernseher streamen. Am wenigsten wird mit nur 5 Prozent das Tablet genutzt. Auf dem Smartphone, das man heute meist dabei hat, nutzen 10 Prozent der Kunden die Möglichkeit Inhalte anzusehen. Mit 15 Prozent genießen die PC-Nutzer als die zweitgrößte Gruppe ihre Serien und Filme am Bildschirm.

Exklusivität entscheidet über die Kundenbindung

Netflix weis wie man Kunden bindet. Viel wichtiger als das klassische Filmangebot, sind die Serien. Wenn es eine Serie schafft, einen Hype auszulösen, dann bindet dies sehr effizient die Kunden an den Anbieter, der diese exklusiv ausstrahlt. Um die Exklusivität zu gewährleisten, werden sogar Filme, die eigentlich im Kino gezeigt werden sollten, aufgekauft um diese exklusiv den Streaming-Kunden anbieten zu können.

Die Algorithmen von Netflix wissen genau was sich die Kunden gerne ansehen. So entstehen ständig neue Film- oder Serienvorschläge aus den Daten der bisher angesehenen Inhalte. Damit hat es Netflix bis zum 3. Quartal 2019 geschafft, weltweit fast 160 Millionen zahlende Abonnenten zu gewinnen.

Content ist alles!

Erst kürzlich vereinbarte Netflix mit Morgan Stanley die Aufnahme von neuen Krediten im Gesamtwert von über 2 Mrd. USD. Das aufgenommene Fremdkapital soll zu einem großen Teil in die Produktion sowie den Zukauf von Content investiert werden. Durch die zunehmende Konkurrenz seitens Apple+ und Disney+ muss Netflix möglichst viele hochwertige Inhalte anbieten. Und genau diese hochwertigen Produktionen kosten viel Geld, das sich Netflix im Gegensatz zu den Giganten Apple und Walt Disney über Kredite finanzieren muss.   

Netflix wird zum Kinobetreiber

Das Streamingdienst-Unternehmen hat bekanntgegeben, dass es das historische Paris Theatre in New York City übernimmt. Das Paris Theatre war als Programmkino über 70 Jahre in Betrieb und hatte die Schließung angekündigt. Netflix will das traditionsreiche Theatre nun für spezielle Events und Kinovorstellungen seiner eigenen Filme nutzen.

Damit verfügt der Streaming-Riese nun über eine eigene Möglichkeit, Kinovorstellungen seiner Exklusivtitel anzubieten. Der Streamingdienst hatte bislang immer wieder Schwierigkeiten seinen eigenen Spielfilmen Kinostarts zu ermöglichen. Eine weitere Übernahme ist ebenfalls im Gespräch. Netflix soll auch Interesse an einem Kino in Hollywood haben. 

Netflix möchte die eigenen Produktionen schnell auf seiner Onlineplattform anzubieten. Üblicherweise gilt es mehrmonatige Kinolaufzeiten abzuwarten, bevor die Filme weitervermarktet werden dürfen. Viele Kinobetreiber boykottieren deshalb Netflix-Filme. Warum ist aber ein Kinostart für den Streaming-Giganten so interessant? Um für Preise wie die Oscars nominiert werden zu können, müssen auch die Filme von Netflix eine gewisse Zeit lang im Kino gezeigt werden.

Kann Netflix den Streaming-Krieg gewinnen?

Der Trend im Streaming-Bereich geht dahin, dass die Haushalte mehrere Dienste abonniert haben. Langfristig werden jene Streaming-Anbieter das Rennen machen, die mit ihren Inhalten die Kunden am besten fesseln können. Hier hat der Netflix-Visionär Reed Hastings bereits Pioneer-Arbeit geleistet. Wenn er es nun auch noch schafft, aus dem Streaming-Riesen eine Cashcow zu machen, dann könnte der Konzern in seine hohe Börsenbewertung von rund 137 Mrd. USD noch hineinwachsen.

Sehen wir uns nun den Wochenchart von Netflix (NFLX) an:

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Die Netflix-Aktie hat 2018 vom Allzeithoch bei rund 423 USD im Juni bis zum Dezember-Tief bei 231 USD fast 50% verloren. Danach erfolgte die Erholungsbewegung, die am Widerstandsbereich bei 385 USD endete und zu einem Rücksetzer führte. Nun zeigt die Aktie abermals Stärke und versucht wieder nach oben zu kommen. Wenn Netflix die 50-Wochenline wieder zurück erobert hat, möchte ich informiert werden. Dazu lege ich mir einen Alarm bei ca. 330 USD direkt in den Chart.

Das TraderFox System informiert mich zuverlässig in Echtzeit per Push Notifications am Handy oder per E-Mail, wenn die Alarmlinie nach oben durchbrochen wurde.

Liebe Trader, ich wünsche euch noch viele erfolgreiche Trades.



Bis zur nächsten fesselnden Story,

Wolfgang Zussner

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