Infineon – Halbleiterkonzern adressiert Zukunftsmarkt E-Mobilität und der Aktie wird ein Kurspotenzial von 58 % eingeräumt

In den letzten Wochen sind zahlreiche Aktien kräftig unter die Räder gekommen. Im Nebenwertesegment kam es zu Verlusten im hohen zweistelligen Prozentbereich. Doch auch deutsche Standardwerte aus dem DAX mussten zum Teil ordentlich Federn lassen. Global gesehen zählen Unternehmen der Halbleiterindustrie zu den größten Verlierern. Viele Börsenlieblinge der letzten Monate bzw. zum Teil gar der letzten Jahre bekommt nun aktuell deutlich günstiger. Man muss sich nur trauen, in diesen volatilen Wochen zuzuschlagen.

Die Aktie von Deutschlands Halbleiterkonzern Nummer 1 sollte laut Der Aktionär nicht auf dem Einkaufszettel der Börsianer fehlen. Die Kurskorrektur um fast 30 % seit dem Sommer stelle eine Top-Kaufchance für risikofreudige Anleger dar. Die ehemalige Siemens-Tochter zähle zu den aussichtsreichsten Akteuren des neuen Megamarktes E-Mobilität. Deutschlands größter Chiphersteller habe sich in allen Belangen, die mit elektrischen und autonomen Fahrzeugen zusammenhängen, in vorderster Front positioniert. Infineon erziele 65 % des Konzernumsatzes mit Leistungshalbleitern, d. h. Chips für die Stromversorgung und beliefere alle Branchengrößen. Überspitzt formuliert könne man behaupten, dass sich ohne Infineon-Chips kein E-Auto oder Hybrid von der Stelle bewegen würde. Die Marktdurchdringung der Elektromobilität dürfe daher den Umsatz von Infineon in den kommenden Jahren in die Höhe treiben.

Infineon auf die Elektroauto-Story zu reduzieren, wäre allerdings zu eng gedacht. Generell nehme der Bedarf an Halbleitern zu – auch in konventionellen Fahrzeugen. Der Chip-Anteil dürfe künftig von 375 USD auf 740 USD steigen. Und je mehr Hybrid- und Elektro-Fahrzeuge es gebe, desto höher dürfe die Nachfrage nach Hochleistungschips ausfallen.

Doch Infineon werde künftig nicht nur vom steigenden Bedarf nach Hochleistungschips in E-Fahrzeugen profitieren. Elektromobilität sei ohne die entsprechende Ladeinfrastruktur nicht denkbar. Und auch Stromtankstellen kommen ohne Leistungshalbleiter nicht aus. Und auch bei der nachhaltigen Stromerzeugung aus Wind und Sonne würden Leistungshalbleiter gebraucht. Infineon sei daher an den entscheidenden Schnittstellen Erzeugung, Übertragung und Umwandlung in Fahrleistung der E-Mobilität involviert.

Infineon adressiere auch den zweiten Zukunftstrend der Autobranche, das autonome Fahren. Es müsse stark davon ausgegangen werden, dass in selbstfahrenden Autos eine immense Anzahl an elektronischen Assistenzsystemen die Nachfrage nach Leistungschips weiter in die Höhe treibe.

Diese Zukunftsperspektiven würden Infineon laut Der Aktionär sehr interessant für langfristig orientierte Anleger machen, zumal die Aktie nach dem Kursrückgang der letzten Wochen deutlich günstiger bewertet werde. Wer einen vorsichtigen Einstieg suche, der warte zunächst die am 12. November anstehenden Geschäftszahlen ab oder kaufe zunächst nur ein Drittel der Gesamtpositionsgröße. Der Aktionär rät mit einem Kursziel von 25 Euro zum Kauf (39 % Potenzial).

Die Schweizer Großbank UBS hat zwar kürzlich ihr Kursziel für Infineon von 28 auf 24 Euro gesenkt, sieht damit aber immer noch ein Aufwärtspotenzial von rund 33 % für den DAX-Titel. Laut Analyst David Mulholland dürften die Abwärtsrisiken europäischer Halbleiterkonzerne inzwischen begrenzt sein und es sei an der Zeit, die Messlatte neu anzulegen. Ganz aus dem Schneider sei die Branche aber auch noch nicht und es dementsprechend zu früh für übertriebenen Optimismus. Infineon bleibe aber der bevorzugte Sektorwert von Mulholland.

Das Analystehaus Kepler Chevreaux hat zuletzt sowohl das „Buy-Rating“ als auch das Kursziel von 28,50 Euro für die Aktie von Infineon bestätigt (58 % Potenzial). Analyst Sebastien Sztabowicz kann keine Schwächesignale beim deutschen Chiphersteller ausmachen. Die Zukunftsperspektiven der kommenden Jahre seien weiterhin gut.

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Bildherkunft:  Infineon


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