HeidelbergCement – DAX-Highflyer des Jahres mit weiteren 30 % Kurspotenzial

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Es gibt ja nicht nur das Sprichwort „Die Letzten werden die Ersten sein“, sondern auch das Phänomen, dass die schlechtesten Werte eines Börsenjahres, im Folgejahr dann zu einer großen Erholung ansetzen und oft genug dann die anderen Werte des Vergleichsindex sogar outperformen. Aufgrund dieser Beobachtung kaufen viele Fondsmanager und Institutionelle z. B. zum Jahreswechsel oft die schwächsten DAX-Werte der letzten 12 Monate und spekulieren auf eine Rally nach dem Motto „Neues Jahr, neues Glück“.

Sehr schön funktioniert hat diese Strategie in diesem Jahr beim DAX-Titel HeidelbergCement. Pünktlich zum Jahreswechsel 2017/2018 markierte die Aktie bei 95,50 Euro ein Fünfjahreshoch. Aber dann ging es nur noch bergab. Genau 12 Monate lang. Erst bei 52,50 Euro sollte genau am ersten Handelstag des Jahres 2019 das Tief gefunden werden. Wer diesen Kursrutsch voll mitgemacht hat, der verlor 45 % seines Startkapitals – und womöglich den Spaß an der Börse.

Doch im Börsenjahr 2019 liefere sich HeidelbergCement mit Fresenius Medical Care laut Der Aktionär einen heißen Kampf um den Rang „bester Performer im DAX“. Mit einem Kursplus von knapp 30 % gehe das Wettrennen der Sorgenkinder aus 2018 derzeit täglich weiter. Zuletzt habe HeidelbergCement eine Nasenspitze Vorsprung herausarbeiten können.

Interessanterweise werde der Titel trotz der Rally seit Jahresbeginn aber immer noch enorm günstig bewertet. Vom Ende 2018 ausgewiesenen Eigenkapital von 16,8 Mrd. Euro sei die Aktie von HeidelbergCement mit einem aktuellen Börsenwert von 13,86 Mrd. Euro noch immer knapp 3 Mrd. Euro bzw. knapp 18 % entfernt.

Dieser Discount zum Eigenkapital sei überraschend, denn der Baustoffanbieter arbeite seit Jahren hochprofitabel. Angesichts der starken Position in vielen Wachstumsmärkten verfüge HeidelbergCement zudem über gute Perspektiven. Mit einem KGV von 10 sei der Titel außerdem im Branchenvergleich ein absolutes Schnäppchen. Der Aktionär rät daher mit einem Kursziel von 90 Euro auf eine Fortsetzung der laufenden Rally zu setzen (29 % Potenzial).

Die Privatbank Berenberg sieht mit einem Kursziel von 92 Euro sogar noch etwas mehr Spielraum für weitere Kursgewinne (32 % Potenzial). Die Begründung der Einstufung mit „Buy“ ist der oben genannten Strategie angelehnt. Laut Analyst Robert Muir dürfe die Aktie nach einem schwachen Jahr 2018 im Börsenjahr 2019 deutlich besser laufen. Bei HeidelbergCement sei von einer Stabilisierung der Gewinndynamik auszugehen, was der Aktie weiteren Auftrieb geben sollte.

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Bildherkunft: HeidelbergCement


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