CropEnergies – Rally mit Ansage und Luft nach oben

Manchmal, aber nur manchmal kann Börse ja so einfach sein. Die Neubewertung einer Aktie beginnt nicht im Geheimen, sondern wird gepuscht durch Nachrichten, die jeder, aber auch wirklich jeder, jeden Morgen in der Zeitung lesen kann. Wer auf das Jahr 2019 zurückblickt und nach „dem“ Thema überhaupt fragt, wird unweigerlich Worte wie „Klimawandel, Klimakatastrophe, Greta und Fridays for Futures“ als Antwort bekommen.

Egal ob Hype oder nachhaltige Veränderung unserer Gesellschaft – der Klimawandel hat alles elektrisiert und Politiker geben/gaben sich ein Wettrennen um die größten Versprechen und teils auch hanebüchenen Ideen und neue Steuern zum Thema. Populismus pur in den meisten Fällen (weil es nicht um die Sache geht, sondern um Stimmenfang für die nächste Wahl) oder ungeahnte Komplexität des Themas – die Wahrheit ist: Es gibt keine 0815-Lösung.

Eine einfache Lösung für Aktionäre wäre in dieser Gemengelage aber gewesen – bei allen Diskussionen um CO2-Reduktion und CO2-Steuern – einen Profiteur des schließlich von der Bundesregierung beschlossenen Klimapakets ins Depot einzubuchen. Die Aktie des Herstellers von Biokraftstoffen CropEnergies ging seit dem Sommer auf jeden Fall durch die Decke. In den letzten 3 Monaten steht ein Plus von 74,3 % zu Buche. Bezogen auf das letzte Jahr hat der Titel eine Performance von 143,7 % zu bieten. Nicht schlecht – nicht wahr? Und es wäre so einfach gewesen, dabei zu sein, denn es war ja eine Rally mit Ansage.

Klimakatastrophe, CO2-Reduzierung, CO2-Steuer = positiver Effekt für Biokraftstoffe. Die Nachfrage nach Bioethanol lässt das Management der Südzucker-Tochter inzwischen so optimistisch in die Zukunft blicken, dass CropEnergies zuletzt die Prognose für das Fiskaljahr 2019/2020 nach oben schraubte. Bis Ende Februar werde laut Der Aktionär bei dem Konzern nun von einem Umsatz in Höhe von 900 Mio. Euro ausgegangen. Zuvor sei ein Umsatz von 840 bis 870 Mio. Euro erwartet worden.

Umsatz ist natürlich das eine, was in der Kasse übrigbleibt, ist die andere, wichtigere Kennzahl. Und auch hier habe CropEnergies ordentlich die Erwartungen nach oben revidiert. Anstatt von zuvor prognostizierten 70 bis 90 Mio. Euro dürfe nun bis zum Ende des Fiskaljahres im Februar ein operatives Ergebnis von 100 Mio. Euro erreicht werden.

Wer auf die aktuellen Ethanolpreise blicke, der dürfe laut Der Aktionär davon ausgehen, dass CropEnergies auch in den nächsten Quartalen weiter prächtig verdienen werde. Ein weiterer Impuls für den Biokraftstoffhersteller dürfte die Einführung eines höheren Preises für Kohlenstoffdioxid in Deutschland werden. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja bald nicht mehr nur E10 an deutschen Tankstellen, sondern sogar E20.

Der Aktionär rät auf jeden Fall mit einem neuen Kursziel von 14 Euro zum Kauf, macht aber darauf aufmerksam, dass nach der steilen Rally der letzten Monate auch eine Verschnaufpause oder Rücksetzer überfällig sei (27 % Potenzial).

cropenergies122019

 

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