Evonik – Spezialchemiehersteller mit über 70 % Kurspotenzial

„What goes up – must come down“ lautet eine Volksweisheit im Englischen. Und im Prinzip handelt es sich bei Korrekturen am Aktienmarkt auch um nichts anderes. Titel steigen eine Zeitlang wie verrückt (wir waren nun alle Zeugen eines sehr langen Bullenmarktes, der in einer der tiefsten Krisen seinen Ausgangspunkt gefunden hatte) und irgendwann kommen die Kurse aber wieder zurück – zurück zu langjährigen Durchschnittslinien und Bewertung. Das ist praktisch ein Naturgesetz, das leider aber niemand mehr wahrhaben will am Ende einer solchen epochalen Hausse.

Aber diese Korrekturen schaffen Einstiegsgelegenheiten bei Titeln, die einem zuletzt einfach zu teuer erschienen. Weil es aber Kaufmöglichkeiten wie im Sommer- und Winterschlussverkauf gleichzeitig gibt, stellt sich manch einem die große Frage, was sie/er kaufen soll. Zu viel Auswahl kann zu Blockkaden führen. Bei Kindern kann man das schön beobachten. Reizüberflutung führt zum Absturz aller Entscheidungen: Ich kann mich nicht entscheiden!

Wie gut, dass es immer wieder Vorschläge für diese Fälle gibt. Börse Online meint, dass man bei der Aktie von Evonik auf dem aktuellen Kursniveau erste Käufe tätigen könnte. Der letzte Kursrutsch um weitere 15 % habe die Aktie des Spezialchemieherstellers auf den tiefsten Stand seit dem Listing im April 2013 geführt. Das Sonderangebot hätte auch die Insider auf den Plan gerufen. Das Konzernmanagement habe die Kursabschläge selbst zu Käufen mit sechsstelligen Beträgen genutzt.

Wer sich die Mühe mache und die Aktie einem Langfristvergleich unterzeihe, der könne laut Börse Online sehen, dass es eine Diskrepanz zwischen Kurs- und Geschäftsentwicklung bei Evonik gebe. Die Notierungen seien auf historischem Tief, obwohl der Konzern den Umsatz seit 2013 um rund 2 Mrd. Euro habe steigern können. Das Nettoergebnis habe Evonik im gleichen Zeitraum um rund 50 % verbessern können.

Selbst die jüngsten Zahlen zum 3. Quartal seien gut gewesen. Evonik habe den Umsatz um 7 % steigern können. Beim Betriebsergebnis sei ein Plus von über 10 % realisiert worden. Weil der Großteil des Evonik-Geschäfts weniger konjunkturanfällig sei als das von Wettbewerbern, müsste dem Titel eigentlich eine Prämie im Branchenvergleich zugestanden werden. Doch davon sei nichts zu sehen. Die Aktie werde für 2019 mit einem KGV von 9,4 bewertet. Zudem wisse Evonik mit einer Dividendenrendite von über 5 % zu überzeugen. Für Börse Online ist der Titel daher mit einem Kursziel von 30 Euro ein Kauf (30 % Potenzial).

Die Deutsche Bank hat sogar ein Kursziel von 40 Euro für die Aktie des Spezialchemieherstellers (74 % Potenzial). Analyst Tim Jones begründete seine jüngste Einschätzung mit personellen Änderungen in der Führung der Sparten Nutrition & Care sowie Performance Materials. Das könnten Hinweise auf eine stärkere Konzentration auf die dort erwirtschafteten Barmittel sein. Auch nicht von schlechten Eltern ist das Kursziel von 39 Euro des Analysehauses Warburg Research (70 % Potenzial).

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Bildherkunft: Evonik


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