Sixt – Ungeahnte Kaufchance bei Highflyer der letzten Jahre

Die laufende Korrektur an den Aktienmärkten eröffnet ungeahnte Kaufchancen bei vielen Highflyern der letzten Jahre, bei Aktien, die einem immer zu teuer erschienen, weil sie schon so eine gute Performance aufwiesen. Immer hat man gedacht: „Die kaufe ich, wenn die mal eine richtige Korrektur machen“. Nun ist diese Korrektur da und viele sind einfach zu ängstlich, diesen in der Rally gefassten Vorsatz auch umzusetzen. Börsenpsychologie ist einfach nur erstaunlich. Titel, die man lange Zeit unbedingt im Depot haben wollte, werden nun nicht gekauft aus Angst vor weiteren Abgaben. Auch wenn wir natürlich nicht wissen, wann diese Korrektur zu Ende geht, lehrt die Erfahrung, dass viele Anleger günstige Kaufgelegenheiten bei Qualitätstiteln verpassen und dann erst sehr viel später wieder über einen Einstieg nachdenken.

„Such is life“ würden die Engländer nun denken (aber die haben ganz andere Probleme mit dem Brexit wie wir alle wissen). Aber es gibt Chancen am deutschen Markt. Die jüngsten vier Analystenempfehlungen für die Stammaktie von Sixt sehen bspw. ein Aufwärtspotenzial von 29, 38 und 49 % vor. Die Baader Bank hat nach den jüngsten Quartalszahlen das Kursziel von 113 Euro bestätigt (29 % Potenzial). Analyst Christian Weiz nannte in seiner Analyse die Sixt-Aktie inzwischen attraktiv. Der Titel habe sich dem allgemeinen Abwärtstrend am Markt nicht entziehen können und sei durch die Ankündigung eines neuen Finanzchefs etwas auf eine Achterbahnfahrt gekommen. Das „Buy-Rating“ habe aber Bestand.

Deutlich höher liegt bereits das Kursziel von 121 Euro für die Stämme von Sixt, dass die Commerzbank nach den Zahlen für das 3. Quartal genannt hat (38 % Potenzial). Analystin Sabrina Reeh kappte das alte Kursziel von 131 Euro allerdings um 10 Euro und begründete diesen Schritt damit, dass das vom Autovermieter in Aussicht gestellte operative Gewinnwachstum (EBT) weniger hoch als die Konsensschätzungen liege. Daraufhin habe sie ihre Schätzungen für die Geschäftsjahre 2018 bis 2020 um durchschnittlich 4 % gekürzt.

Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Stammaktie von Sixt zunächst einmal mit einem Kursziel von 130 Euro nach den Quartalszahlen bestätigt (49 % Potenzial). Analyst Pierre Gröning begründete seine Einschätzung mit der herausragenden Wachstumsdynamik des Autovermieters.

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Auch Euro am Sonntag hat sich den Autovermieter Sixt nach den Zahlen zum 3. Quartal genauer angesehen und eine Kaufempfehlung für die Vorzüge ausgesprochen. Das Kursziel lautet hier 75 Euro und entspricht einem Potenzial von 28 %. Der Autovermieter wisse weiterhin mit einer hohen Wachstumsdynamik zu überzeugen und habe bereits nach neun Monaten den Gewinn des gesamten Geschäftsjahres 2017 übertreffen können. Etwas überrascht von dieser Entwicklung habe sich sogar Vorstandschef Erich Sixt selbst gezeigt: „Der bisherige operative Geschäftsverlauf und vor allem das dritte Quartal haben unsere sämtlichen Erwartungen übertroffen.“

Getrieben werde die Entwicklung von der zulegenden Nachfrage von Firmen- und Privatkunden sowie Touristen. Richtig zufrieden sei man bei Sixt mit der Entwicklung in den USA. Sixt biete der starken amerikanischen Konkurrenz die Stirn und werde die Expansion im wichtigsten Mietmarkt der Welt in den kommenden Jahren noch einmal forcieren. Erich Sixt sehe die USA auf Jahre hinaus als Wachstumsmotor für seinen Konzern. Man plane deshalb auch, die Fahrzeugflotte um rund 25 % auf 25.000 Autos in Nordamerika aufzustocken. Zum Vergleich: In Deutschland verfüge man über 50.000 Fahrzeuge.

Mit dem „Projekt Eins“ habe Sixt ein Geschäft mit frischer Wachstumsfantasie im Portfolio. In dieser App wolle der Konzern künftig Autovermietung und Carsharing zusammenbringen. Der Seniorchef gehe davon aus, die Wettbewerber mit der App in Staunen zu versetzen. Schon jetzt sei klar, dass dieses Projekt kein Geldvernichter werde, wie der Rivale Uber, der zuletzt im Quartal eine Milliarde USD Minus eingefahren habe.

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Bildherkunft: © Sixt


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