E-Mobility Trend - neues Geschäftsfeld von Littelfuse zahlt sich aus

Liebe Leser,

wir scannen täglich die Märkte und sind auf der Suche nach neuen Trading-Chancen. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie sich ein Wachstumsmarkt auf viele verschiedene Unternehmen auswirken kann, die in diesem aktiv sind. Interessant wird es auch, wenn Unternehmen Zukäufe tätigen, die sich positiv auf ihre Marktführerschaft auswirken. Das zieht zwangsläufig ein Wachstum der Umsätze und Gewinne nach sich.

Wir möchten Ihnen in diesem Artikel ein Unternehmen vorstellen, welches zu Beginn des Jahres eine Mehrheitsbeteiligung an einem Halbleiter-Spezialisten erworben hat. Diese Partnerschaft könnte sich nun auszahlen.

Littelfuse (LFUS) ist ein amerikanischer Anbieter für Stromkreisschutzkomponenten. Der Fokus des Unternehmens liegt auf Schutzvorrichtungen für elektromechanische sowie elektronische Schalter- und Steuergeräte. Die Lösungen von Littelfuse werden branchenübergreifend eingesetzt. Elektronik- und Automobilhersteller gehören beispielsweise zu den Kunden des Spezialisten, ebenso wie private Endkunden.

Mehrheitsbeteiligung an Start-up scheint sich auszuzahlen
Im ersten Quartal dieses Jahres investierte Littelfuse rund 15 Mio. USD in das Start-up Monolith. Das Unternehmen erhofft sich dadurch einen stärkeren Einstieg in den Markt für Leistungshalbleiter auf Basis von SiC (Siliziumkarbid). Mit dieser Technik sollen Stromversorgungen von Datenzentren, Ladestationen für Elektroautos oder Wechselrichter deutlich verbessert werden können. Der ausschlaggebende Punkt, wieso SiC bisher nicht verwendet wurde, waren die hohen Produktionskosten. Monolith entwickelt SiC-Bauteile, die den Qualitätsanforderungen der Autoindustrie für 150mm Wafer entsprechen.

Der Zukunftsmarkt Elektromobilität steht noch am Anfang. Die verwendeten Methoden und Techniken sind in vielen Fällen noch nicht ausgereift oder effizient. Das bietet die Chance für Unternehmen, sich in diversen Sektoren des E-Mobility-Bereichs als Technologieführer zu etablieren. Littelfuse hat mit Monolith einen innovativen Partner, dessen Technik sich zukünftig auszahlen könnte. Ein weiterer Vorteil ist, die Größe des Unternehmens. Start-ups sind häufig agiler als große Konzerne. Mit Littelfuse als Kapitalgeber kann sich Monolith nun der Weiterentwicklung seiner SiC-Komponenten widmen.

Starkes Nettogewinn-Wachstum im zweiten Quartal
Der Umsatz des mit 4,60 Mrd. USD kapitalisierten Unternehmens lag im abgelaufenen zweiten Quartal bei 313,4 Mio. USD. Damit lag der Umsatz 15% über dem Vorjahresergebnis. Interessant ist das Umsatzwachstum in Bezug auf die einzelnen Bereiche des Unternehmens. Der Bereich „Electronics“ konnte sich mit einem organischen Wachstum von 16% deutlich von den anderen Segmenten abheben. Auch der Nettogewinn vermochte zu überzeugen. Dieser lag mit 48,63 Mio. USD deutlich über den 27,15 Mio. USD aus dem Vorjahr. In den ersten sechs Monaten lag der Nettogewinn bei 87,53 Mio. USD (Vorjahr: 46,44 Mio. USD). Das EPS belief sich im zweiten Quartal auf 2,10 USD und übertraf die Erwartungen der Analysten damit minimal. Die Konsensschätzungen gehen für das Jahr 2017e von einem Gesamtumsatz von 1,23 Mrd. USD (Vorjahr: 1,06 Mrd. USD) aus . Der Nettogewinn soll bei 178 Mio. USD liegen. Das würde im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von rund 70% bedeuten!

Anstieg nach Shakeout
Die Anhebung der Prognose für das zweite Quartal sorgte für eine starke Akkumulation der Aktie von Littelfuse. Die danach auftretende Konsolidierung wurde mit einem Intraday-Shakeout beendet. Shakeouts drängen meist die Trader aus der Aktie. Am Folgetag nutzte die Aktie das Unterstützungsniveau als Sprungbrett, um weiter zu steigen. Derzeit geht Littelfuse in eine Konsolidierungsphase unter dem Allzeithoch über. Trendfolge-Trader sollten die Aktie gerade in Bezug auf die Q3-Zahlen am 01. November im Auge behalten.

littelfuse

CANSLIM-FANS finden bei TraderFox ihr Zuhause
Sie möchten systematisch die stärksten Wachstumsaktien der Welt handeln? Das ist mit der TraderFox Börsensoftware möglich. Unsere Software identifiziert zuerst die stärksten Wachstumsaktien. Anschließend werden diese dahingehend überwacht, ob es charttechnische Kaufsignale gibt.
Bildherkunft: Fotolia: #151197718

Ebenfalls interessant