TraderFox-Travel-Scout: Ein Traum für Foodies – Hong Kong (Teil 2)

Hong Kong ist ein Traum für Foodies. Wer gerne isst, ist hier genau richtig (wobei das für fast überall in Asien gilt). Aber in Hong Kong kommt man voll auf seine Kosten. Gaumenfreuden beschränken sich nicht nur auf die chinesische Küche – die ja vielschichtig genug sein kann. Wer will, kann in Hong Kong alle asiatischen Küchen auf engstem Raum kosten: Chinesisch, Indisch, Nepalesisch, Vietnamesisch, Indonesisch, Japanisch, Koreanisch, Malaysisch usw. Dazu kommen dann noch all die anderen Küchen dieser Welt. Das britische Empire war einmal groß und dementsprechend vielfältig ist die Auswahl.

Wo soll man also starten? Vielleicht ist Dim Sum ein guter Anfang. Die Chinesen verstehen unter Dim Sum ganz allgemein Zwischenmahlzeiten. Im engeren Sinne widmen sich die klassischen Dim-Sum-Küchen kleinen Gerichten, die meist gedämpft werden, manchmal auch frittiert. Dim Sum essen viele gleich zum Frühstück. Manche auch zu Mittag. Andere suchen die kleinen Restaurants auch abends oder spät in der Nacht auf.

Die kleinen Happen sind gefüllt mit Krabben, Rindfleisch, Schweinsragout. Es gibt sie vegetarisch. Kleine gedämpfte Kuchenstücke aus Rettich, Wasserkastanie oder einfach Eierteig sind zu haben. Natürlich fehlen auch gedämpfte Hühnerfüße nicht. Das mag nicht jedermanns Sache sein. Aber das Schöne an der ganzen Sache ist ja, dass man von den vorbeigeschobenen Servierwägelchen oder Tabletts nehmen kann, was man will. Und ist einmal ein Fehlgriff dabei, ist das auch nicht weiter schlimm. Viel mehr als 10 bis 15 Euro gibt man umgerechnet für eine Mahlzeit nicht aus – zu zweit wohlgemerkt.

travelscout-dim-sum-hong-ko

Verschiedene Dim Sum in Hong Kong

Wem nicht nach Dim Sum ist, der hat trotzdem die Qual der Wahl in Hong Kong. Was man immer essen kann, sind Suppen. Es wird in den kleinen Lokalen immer Wert auf die Brühe gelegt. Teilweise werden Knochen stunden- bzw. tagelang gekocht. Eine besondere Kunst sind dann die Nudeln: dünn oder breit. Manchmal erwischt man auch ein Lokal, in dem sich jemand noch die Mühe macht, Nudeln mit einem langen Bambusrohr zu klopfen – doch diese Kunst wird bald verschwunden sein. Ein Hit sind Suppen mit Dumplings oder Wontons. Exotisch kann es auch werden, wenn die Grundlage der Suppe aus Schlange besteht. Zur Lunch-Hour sind die Schlangen vor den Garküchen und beliebten Lokalen lang – ein guter Anhaltspunkt für Qualität. Dann weiß man am nächsten Tag, dass man in so ein Lokal entweder vor Beginn der Mittagspause geht oder kurz danach – wobei man dann Gefahr läuft, dass die besten Gerichte ausverkauft sein könnten.

suppen-hong-kong-2018

Suppen in Hong Kong

Wer Fleisch isst, dem läuft oft genug in Hong Kong das Wasser im Munde zusammen. In jeder Straße gibt es Restaurants, die sich auf die Zubereitung von mariniertem und geröstetem Fleisch spezialisiert haben. Das im Schaufenster hängende Geflügel ist ein beliebtes Fotomotiv. Besser ist es allerdings auf dem Teller. Peking-Ente ist ein Muss. Der Kellner zelebriert das Zuschneiden am Tisch und man kann kaum erwarten, endlich die leckeren Stücke in die hauchzarten Pfannkuchen zu wickeln und reinzubeißen.

gefluges-und-peking-ente

Geflügel und Peking-Ente in Hong Kong

Jetzt könnte ich natürlich einfach immer so weiter über die besten Leckereien in Hong Kong schreiben. Doch erstens ist das fies, wenn sie nicht gerade selbst in Hong Kong sind und gleich loslaufen können, um in einem der vielen Lokale zu essen. Außerdem hat man als Börsianer ja wenig von den besten Tipps fürs Essengehen. Interessant für Anleger ist aber, welche Läden außerdem noch vor Kundschaft aus den Nähten bersten: McDonald’s-Restaurants sind immer voll –nicht nur mit Touristen, die sich nicht an die chinesische Küche trauen. Sie sind auch voll mit Chinesen, die auf der Suche nach etwas „Exotischem“ sind oder warum auch immer. Die neuen Gourmet-Burger von McDonald’s scheinen sich auf jeden Fall gut zu verkaufen. Kein Einkaufszentrum kommt ohne wenigstens eine Filiale aus. Auf den Hauptstraßen liegen meist nur wenige hundert Meter zwischen den einzelnen Restaurants. Und sie sind alle voll, voll, voll. Gleiches gilt übrigens auch für die Filialen von Starbucks und auch das Gesicht es Colonels von KFC (Yum!Brands) lacht einen in regelmäßigen Abständen fröhlich an.



Text und Fotos: Peter Elsner


Ebenfalls interessant