TUI – Tourismuskonzern zum Schnäppchenpreis und fast 30 % Kurspotenzial

Wetternachrichten sind ein schnelllebiges Geschäft. Im letzten Jahr stöhnten alle über den nicht enden wollenden Sommer. Vielen war es einfach zu heiß und vor allem zu lange zu heiß. Landwirte und Hobbygärtner klagten über die extreme Trockenheit. Alte und Kranke machten reihenweise schlapp. Die einzige Gruppe, die sich über den „Jahrhundertsommer“ freute, waren die die freihatten. Wer dann auch noch Urlaub gebucht hatte, der hatte in letzten Sommer quasi eine Schön-Wetter-Garantie, wenn man mal von einigen heftigen Unwettern und Extremen absieht.

Den Spaß am Reisen hat der letzte Sommer den Deutschen sicher nicht vermiest. Schließlich stehen Sonne, Sand und Strand immer noch hoch im Kurs. Für viele Europäer ist der Sommerurlaub ein Muss, auch wenn in der Touristikbranche eine Zunahme von Städtereisen und Kurztrips zu verzeichnen ist.

Was könnte besser sein, als das trübe Winterwetter zum Durchstöbern der Sommerreisekataloge zu nutzen? Millionen Europäer sind gerade dabei, sich die besten Deals für Frühbucher zu sichern. Genügend finanzieller Spielraum sei laut Der Aktionär in den Reisekassen der Urlauber angesichts einer weiterhin robusten Konjunktur vorhanden. Wer jedoch auf starke Schnäppchen hoffe, der dürfe enttäuscht werden. Angesichts der hohen Kaufkraft sei von weiter steigenden Preisen bei Reiseveranstaltern und Hotelbetreibern auszugehen.

Allerdings gebe es eine gute Möglichkeit den Sommerurlaub zu finanzieren. Die Korrektur an den Aktienmärkten sei auch nicht spurlos am größten europäischen Tourismuskonzern TUI vorbeigegangen. Ein Kauf der Aktie könne daher womöglich einen Teil der Reisekosten wieder einspielen, zumal der Kursrückgang der TUI-Aktie seit dem vergangenen Sommer zum Großteil auf eine Reihe von Gewinnwarnungen beim britischen Rivalen Thomas Cook zurückzuführen sei.

Laut TUI-Chef Fritz Joussen gebe es beim Branchenprimus selbst keinen Anlass zur Sorge. TUI habe im Geschäftsjahr 2018 schon wieder ein zweistelliges Gewinnwachstum realisieren können. Auch im Jahr 2019 dürfe sich diese Entwicklung fortsetzen. Ein Wachstumstreiber bleibe das boomende Kreuzfahrtgeschäft. Bei TUI gehe man von einer anhaltend hohen Nachfrage nach Seereisen in den kommenden 10 Jahren aus. Bis 2026 werde daher die bestehende Flotte von 16 auf 22 Schiffe ausgebaut.

Weil die Schiffe fast immer ausgebucht seien, habe man mit dem Kreuzfahrtgeschäft eine starke Cashcow im Portfolio. Künftig erwarte Joussen auch großen Nutzen der Digitalisierung. Durch genauere Kenntnis der Kundeninteressen könne TUI bald noch besser zugeschnittene Angebote offerieren. Laut Joussen bestehe zudem noch hohes Potenzial beim Verkauf von Dienstleistung am Urlaubsort.

Fritz Joussen genieße den Ruf eines guten Gespürs für seine Vorhersagen. Daher sei auch in den kommenden Geschäftsjahren von einem Gewinnwachstum im zweistelligen Prozentbereich auszugehen. Angesichts eines 2020er-KGV von lediglich 9 mache das die Aktie zu einem Schnäppchen, zumal der Reisekonzern mit einer Dividendenrendite von aktuell 5,5 % zu überzeugen wisse. Der Aktionär rät mit einem Kursziel von 17 Euro zum Einstieg und sieht damit knapp 28 % Potenzial für den Titel.

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Bildherkunft: TUI/TUI Cruises/TUI fly


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