DAX Analyse zum 09. Juli 2018: Kann sich der Index aus dem übergeordneten Top-Bildungs-Szenario befreien?


Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

für die nächsten Handelstage gehe ich weiterhin von einer Kurserholung des DAX aus. Ob sich der Index durch diese Erholung aus dem übergeordneten Top-Bildungs-Szenario befreien kann, wird sich noch herausstellen. Die Vorzeichen hierzu bleiben bullisch. Die Chartlage hellt sich zudem allmählich auf.

Ausblick für die nächsten Handelswochen – Wochenansicht

Das übergeordnete Bild signalisiert bislang noch ein Top-Bildungs-Szenario. Der DAX bildete innerhalb der vergangenen Monate eine potenzielle Schulter-Kopf-Schulter Formation (SKS-Formation). Zwar verläuft diese durch die höhere rechte Schulter bei ca. 13.205 Punkten alles andere als idealtypisch, doch muss diese dennoch als gültig anerkannt werden. Bei der Kursmarke von 11.980 Punkten befindet sich die Nackenlinie. Kann diese nicht verteidigt werden, wird das übergeordnete Umkehrsignal aktiv. Die Kursziele befinden sich daraufhin im Bereich von 10.200 bis 10.700 Punkten. Der GD200 bei ca. 11.257 Punkten könnte dadurch nicht verteidigt werden.  Solange sich der DAX allerdings oberhalb dieser Nackenlinie halten kann, bleiben die Vorgaben grundsätzlich bullisch. Deutlich aufhellen würde sich das Bild jedoch erst mit dem Überwinden der rechten Schulter (13.205 Punkte). Anschließend wäre mit weiteren Allzeithochs zu rechnen.

Das Bild hellt sich insofern auf, dass die Slow Stochastik allmählich ihre Überkauftheit abbauen kann. Die Signallinie befindet sich mittlerweile im überverkauften Bereich. In den nächsten Wochen -sofern der DAX weiter fällt bzw. seitwärts läuft- würde der zweite GD folgen. Obwohl der DAX mit einem massiven Abwärts-Gap in die neue Woche startete, konnte er bis zum Schlusskurs noch ein deutliches Plus retten. Die nächste Hürde befindet sich bei 12.532 Punkten. Hier ist sowohl der Eröffnungskurs der vergangenen Handelswoche als auch der GD20 zu finden. Der DAX notiert unmittelbar vor diesem Widerstand und könnte diesen somit bereits per Aufwärts-Gap überwinden.

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Ausblick für die nächsten Handelstage – Tagesansicht

Das Kaufsignal in der Slow Stochastik konnte sich bislang gut entfalten. Dieses ist weiterhin aktiv. Allerdings befindet sich die Signallinie bereits wieder unmittelbar vor dem Überkauften Bereich. Demnach sollte sich der DAX innerhalb der nächsten Handelstage beim Erreichen der nächsten Widerstände keinen Fehler erlauben. Zeigt er hier eine nachhaltige Schwäche, würden die Bären bei einem solchen Zustand schnell die Oberhand gewinnen. Denn die Tagesansicht ist insgesamt aufgrund der überwiegenden stärkeren Abwärtsbewegungen grundsätzlich weiterhin bärisch. Die nächsten beiden massiven Widerstandsbereiche befinden sich um die Kursmarke von 12.600 Punkten sowie 12.800 Punkte. In der ersten Zone notieren die letzten lokalen Tiefs von Ende Mai/Anfang Juni sowie dem letzten Hoch von Ende Februar. Beim zweiten Bereich ist vor allem der GD200 zu finden sowie der Unterkante der monatelangen Seitwärts-Range von Ende des letzten Jahres. Erst mit einem Überwinden des GD200 hellt sich das Bild auf Tagesbasis nachhaltig auf. Ich gehe davon aus, dass der DAX in diesen Bereich im ersten Anlauf vorerst nicht überwindet. Sollte der DAX diese starken Abwärtsbewegungen fortsetzen, befinden sich die nächsten Unterstützungen bei 12.104 sowie 11.980 Punkten.

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Trading-Strategie – Stundenansicht

Im untergeordneten Bild gehe ich erstmals von einer Seitwärtsbewegung für die nächsten Handelsstunden aus. Der DAX sollte sich hierbei innerhalb einer Range von 12.545 bis 12.420 Punkten aufhalten. Aktuell notiert er an der oberen Begrenzung. Die Slow Stochastik ist deutlich überkauft, wodurch mit einem Ansteuern der Unterkante zu rechnen ist. Korrigiert er über mehrere Handelsstunden zur Unterkante und kann dadurch diese Überkauftheit komplett abbauen, so suche ich nach einem Long-Einstieg. Steigt der DAX hingegen nochmals auf direktem Wege in den Widerstandsbereich von 12.550 bis 12.600 Punkten an, werde ich nach potenziellen Short-Einstiegen Ausschau halten. In Hinblick auf die Tagesansicht sollte der Index nicht unter die Kursmarke von 12.270 Punkten fallen.

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Patrik Uhlschmied


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