DAX Analyse zum 10. Dezember 2018: Woche der Enttäuschungen!

Guten Tag liebe Leserinnen und Leser,

ich gehe innerhalb der nächsten Handelstage weiterhin von fallenden Kursen aus. Auch auf Wochenbasis erwarte ich ebenfalls bärische Zeiten. Untergeordnete Erholungsversuche kalkuliere ich mit ein, welche jedoch wieder abverkauft werden sollten.

Das Jahr 2018 war für bullisch-orientierte Anleger nicht gerade vielversprechend. Besonders die vergangene Handelswoche signalisierte nochmals, dass eine vermeintliche Jahresendrally zunehmend unwahrscheinlicher wird. Es war eine Woche voller Enttäuschungen. Dabei startete der DAX noch voller Hoffnung in die neue Woche. Vorangegangen war der G20-Gipfel mit dem Gespräch zwischen Donald Trump und Xi Jinping. Beide Staatsoberhäupter signalisierten zunächst Zuversicht im Handelsstreit zwischen den USA und China. Allerdings folgte bereits am nächsten Tag die Ernüchterung unter den Anlegern. Kontroverse Signale deuteten darauf hin, dass die Verhandlungen noch nicht soweit fortgeschritten seien, wie bisher angenommen. Weiterhin wurde eine Managerin des chinesichen Unternehmens Huawei aufgrund von potenziell getätigten Geschäften mit dem Iran verhaftet. Gegen den Iran verhängte die USA ein einseitiges Embargo. Die chinesische Regierung kritisierte dieses Vorgehen, womit das Verhältnis beider Parteien im Handelsstreit wieder geschädigt sein dürfte.

Weiterhin findet am Dienstag die Abstimmung im britischen Parlament über das Brexit-Abkommen statt. Einer Unterzeichnung dieses Abkommens wird jedoch lediglich eine geringe Erfolgschance zugerechnet, da Theresa May sogar viele Gegner in den eigenen Reihen vor sich hat. Darüber hinaus macht sich in den USA die Sorge vor einer Rezession breit. Aktuell liegen leichte Signale für eine inverse Zinsstrukturkurve vor, wobei sich die kurzfristigen Zinsen leicht oberhalb der längerfristigen befinden. Letztendlich verlor der DAX zum Ende der Woche mehr als fünf Prozent. Neben der Abstimmung werden am Dienstag um 11 Uhr die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland für den Monat Dezember veröffentlicht. Hierbei wird ein Wert von -25 erwartet. Bei einem Wert über 0 sind institutionelle Anleger optimistisch für die deutsche Wirtschaft. Am Donnerstag wird die EZB über die derzeitige Zinssituation entscheiden.

Ausblick für die nächsten Handelswochen – Wochenansicht

Aufgrund der schwachen Handelswoche ist eine weitere lange schwarze Wochenkerze entstanden. Der DAX setzt damit seine Abwärtsbewegung fort und kann sich auch am GD200 (weekly, aktuell bei ca. 11.503 Punkten) nicht stabilisieren. Seitdem der langfristige Aufwärtstrend von 2009 nach unten durchbrochen wurde, etablierte sich bislang noch kein nachhaltiger Erholungsversuch. Der DAX gelang im Zuge des Abverkaufs unmittelbar vor meinen mittelfristigen Unterstützungsbereich. Dieser erstreckt sich von 10.200 bis 10.700 Punkte. Hier befindet sich sowohl die mehrmonatige Seitwärts-Phase von Ende 2016 als auch der Bereich des 61,8er Fibonacci-Retracements der vergangenen Aufwärtsbewegung. Dieses befindet sich bei ca. 10.562 Punkten. In dieser Zone erwarte ich eine mehrmonatige Erholungsbewegung. Dies begründe ich u.a. auch durch die massiv überverkaufte Slow Stochastik sowie das stark negative MACD-Histogramm. Die Überverkauftheit dürfte sich bald abbauen. Ein entsprechendes Umkehrsignal liegt hierfür jedoch noch nicht vor.

Das erste mittelfristige Ziel einer solchen Erholungsbewegung würde sich bei ca. 10.700 Punkten befinden. Je nach Intensität könnte sogar der mittelfristige Abwärtstrend vom Allzeithoch angesteuert werden. Im Big-Picture werde ich allerdings erst wieder bullisch, sofern der DAX diesen Trend nachhaltig nach oben überwinden kann.

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Ausblick für die nächsten Handelstage – Tagesansicht

Der DAX hatte zum Ende der vergangenen Handelswoche den kurzfristigen Trend der vergangenen beiden Jahrestiefs nach unten durchbrochen. Damit steht eine beschleunigte Abwärtsbewegung aus. Am Freitag versuchte sich der DAX zwar zu erholen, scheiterte jedoch beim Rücklauf zu dieser Trendlinie. Ich erwarte insgesamt ein Ansteuern der Unterstützung von 10.562 Punkten (Fiboncci-Retracement aus der Wochenansicht). Wie auch auf Wochenbasis sind sowohl das MACD-Histogramm stark negativ als auch die Slow Stochastik massiv überverkauft. Daher erwarte ich hier einen Bodenbildungs-Versuch mit ersten Erholungsbewegungen. Das Ziel dieser potenziellen Erholungsbewegungen befindet sich an der Unterkante des kurzfristigen Trends sowie dem Bereich der vergangenen Jahrestiefs bei ca. 11.051 Punkten. Bevor ich jedoch nach Long-Einstiegen Ausschau halte, warte ich erste Umkehrsignale auf Tagesbasis ab. Hierbei wäre nach einer fortgeführten Abwärtsbewegung beispielsweise eine Hammerkerze/Doji denkbar.#

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